Dez 012020
 

Aktualisierte DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung begleiten Praktiker*innen zu nachhaltigen Lösungen – Vorstellung im Online-Symposium am 30. November 2020

Die neuen DGE-QualitätsstandardsDie Ansprüche an die Gemeinschaftsverpflegung sind gestiegen: Gefordert wird eine Qualität zu angemessenen Kosten, die der Gesundheit dient und schmeckt, soziale Teilhabe ermöglicht, aber auch den Umweltaspekt einbezieht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) fokussiert das in ihren neu überarbeiteten Qualitätsstandards. Sie wurden im Online-Symposium am 30. November 2020 einem Fachpublikum vorgestellt.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, die die Überarbeitung der Qualitätsstandards mit ihrem Ministerium gefördert hat, betont: „Eine ausgewogene Ernährung von Kindern und Jugendlichen ist der Schlüssel für ein gesundes Leben. Denn Übergewicht von Kindesbeinen an wird häufig lange Jahre mit sich getragen. Dabei spielen Kita und Schule eine entscheidende Rolle: Für viele Kinder und Jugendliche ist die gesunde und ausgewogene Mittagsverpflegung hier die einzige Chance, das regelmäßig praktisch zu erfahren. Deshalb fördern wir seit Jahren intensiv Projekte zur Umsetzung und Bekanntmachung der DGE-Standards. Damit haben wir wichtige Weichen gestellt. Von allen Ländern erwarte ich, dass sie diese Standards nun auch überall verpflichtend anwenden. Das ist eine Investition in die Gesundheit unserer Kinder, hier darf es keine Ausreden mehr geben.“

Aktuell sind die DGE-Qualitätsstandards für die Schule in fünf Ländern – Berlin, Bremen, Hamburg, Saarland und Thüringen verbindlich – in Thüringen auch für Kitas.

Die DGE-Qualitätsstandards für die gemeinschaftliche und gesundheitsfördernde Verpflegung vom Kindes- bis zum Senior*innenalter berücksichtigen nun die aktualisierten Kriterien auch jeweils unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Dafür wurde eigens die Expertise des internationalen Think Tanks „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie“ einbezogen. „Das ist jetzt ein roter Faden: Es wird deutlich sichtbar, wie sehr Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind“, sagt DGE-Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani.

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Nov 272020
 

Ernährungssituation und Handlungsempfehlungen für die Ernährungs- und Gesundheitspolitik

(dge) Heute stellte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ihren 14. DGE-Ernährungsbericht in einer Online-Pressekonferenz vor. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erarbeitet die DGE den Bericht seit über 50 Jahren als wichtiger Impulsgeber für die Ernährungs- und Gesundheitspolitik in Deutschland. Beate Kasch, Staatssekretärin im BMEL bedankte sich bei Chefredakteur Prof. Dr. Helmut Heseker, DGE-Präsident Prof. Dr. Jakob Linseisen und DGE-Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani für den aktuellen Bericht: „Unser Ziel als Ministerium ist es, eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährung zu gewährleisten. Wir unterstützen Verbraucher*innen bei ihren Konsumentscheidungen, stärken ihre Ernährungskompetenzen und leisten mit unserer Nationalen Reduktions- und Innovationstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten einen weiteren Beitrag zur Prävention von ernährungsmitbedingten Krankheiten. Dabei gehen wir in doppelter Hinsicht ganzheitlich vor. Wir nutzen verschiedene Instrumente der Ernährungsbildung, lassen Raum für Forschung und Innovation, greifen aber auch ordnungsrechtlich ein, etwa mit dem Verbot des Zusatzes von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu Säuglings- und Kleinkindertees. Und: Wir nehmen alle Lebensphasen und die jeweils unterschiedlichen Bedürfnisse in den Blick. Dabei sind die Forschungsarbeiten aus dem DGE-Ernährungsbericht eine wichtige Grundlage.“

Die alle vier Jahre erscheinenden Ernährungsberichte tragen dazu bei, die Ernährungssituation der deutschen Bevölkerung langfristig zu betrachten, Ergebnisse aus Forschungsvorhaben zu präsentieren, zu bewerten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Auch der 14. DGE-Ernährungsbericht schreibt die Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch und zur Entwicklung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland fort und stellt die Evidenzlage für ausgewählte ernährungsrelevante Fragestellungen vor. Der vorliegende Bericht präsentiert außerdem die Ergebnisse von drei speziell dafür durchgeführten Forschungsvorhaben, die besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen im Fokus haben: die nutritionDay-Auswertung, die SuSe-II-Studie und die VeChi-Youth-Studie.

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Nov 272020
 

Aktuelle Trends im Lebensmittelverbrauch im 14. DGE-Ernährungsbericht

Trends im Gemüseverbrauch 2007-2018(dge) Mehr Gemüse, Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees, weniger Schweinefleisch und Alkohol – die Ernährungssituation in Deutschland hat sich in einigen Punkten verbessert. Das zeigen die Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch auf Basis der Agrarstatistik, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in ihrem 14. DGE-Ernährungsbericht veröffentlicht. „Die Rückgänge beim Verbrauch von Obst, Getreideerzeugnissen und frischen Kartoffeln sowie die Anstiege bei Käse, Rind-, Kalb- und Geflügelfleisch stehen allerdings im Widerspruch zu einer pflanzenbetonten Ernährung, wie sie die DGE in ihren 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung empfiehlt“, bewertet Prof. Dr. Kurt Gedrich, TU München und Autor des Kapitels, die Entwicklungen auf einer Online-Pressekonferenz zur Vorstellung des Ernährungsberichts am 24. November 2020. Die meisten pflanzlichen Lebensmittel weisen eine hohe Nährstoffdichte auf, sind also bei einem geringen Energiegehalt reich an essenziellen Nährstoffen und liefern gleichzeitig wertvolle Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. „Es wäre sehr zu begrüßen, wenn der Verbrauch an Gemüse, Obst, Kartoffeln und Getreide konstant ein höheres Niveau erreicht als der Verbrauch von tierischen Lebensmitteln“, sagt Chefredakteur Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn. „Eine pflanzenbetonte Ernährung ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch klimafreundlich.“
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Nov 272020
 

Aktuelle Daten zur Übergewichtsentwicklung im 14. DGE-Ernährungsbericht

Abbildung: Übergewicht von Schwangeren bei der Erstuntersuchung(dge) Übergewicht und Adipositas sind in allen Altersgruppen weitverbreitet. Immer weniger Erwachsene sind normalgewichtig. Auch Schwangere sind zunehmend übergewichtig oder adipös und weisen immer häufiger Schwangerschaftsdiabetes auf. Das zeigt die Datenauswertung u. a. der großen nationalen Stichproben des Mikrozensus, die im 14. DGE-Ernährungsbericht veröffentlicht ist. Unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn, führt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) damit die Datenanalyse zu Übergewicht und Adipositas der vorherigen DGE-Ernährungsberichte mit repräsentativen Zahlen für Deutschland fort.

Normalgewicht in der Schwangerschaft schützt vor Komplikationen

Immer mehr Schwangere sind bei der Erstuntersuchung übergewichtig. Nach den jährlich durchgeführten Bundesauswertungen Geburtshilfe wurden 2017 fast 40 % der Schwangeren bei der Erstuntersuchung als übergewichtig eingestuft, 2007 waren es noch 34 %. Die Daten des Mikrozensus zeigen, dass ältere Frauen zu Beginn der Schwangerschaft häufiger übergewichtig sind als jüngere. „Das hat Folgen für Mutter und Kind“, sagt Prof. Heseker, Chefredakteur des aktuellen DGE-Ernährungsberichts. „Adipositas in der Schwangerschaft ist für die werdende Mutter unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Gestationsdiabetes, Hypertonie und Präeklampsie verbunden und mit einem erhöhten Geburtsgewicht sowie einem späteren Übergewichtsrisiko des Kindes assoziiert. Eine zu hohe Gewichtszunahme in der Schwangerschaft erhöht auch das Risiko des Kindes für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck und das Metabolische Syndrom.“

Die empfehlenswerte Gewichtszunahme in der Schwangerschaft beträgt 10 bis 16 kg, für Übergewichtige maximal 10 kg. Der Energiebedarf von Schwangeren wird häufig noch deutlich überschätzt. Ab dem 4. Monat erhöht sich dieser um täglich 250 kcal und ab dem 7. Monat um 500 kcal. Dies gilt jedoch nur für normalgewichtige Frauen, die während der Schwangerschaft körperlich weiterhin aktiv sind.

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Nov 272020
 

Ergebnisse der VeChi-Youth-Studie im 14. DGE-Ernährungsbericht

VeChi-Youth Ergebnisse zu Vitamin B12, Jod-Versorgung, Ballaststoff- und Calciumzufuhr(dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) veröffentlicht im 14. DGE-Ernährungsbericht die Studie „Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen“ (VeChi-Youth-Studie). Sie untersuchte den Einfluss verschiedener Ernährungsformen auf die Nährstoffversorgung von Kindern und Jugendlichen. „Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl bei veganer und vegetarischer Ernährung als auch bei einer Mischkost mit Fleisch die Versorgung mit den Hauptnährstoffen sowie den meisten Vitaminen und Mineralstoffen bei der überwiegenden Anzahl der Studienteilnehmer*innen ausreichend ist“, sagen Dr. Ute Alexy, Universität Bonn, und Dr. Markus Keller, Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (Ifane), die die Studie geleitet haben. „Auch bei einer vegetarischen oder rein pflanzlichen Ernährung war bei den meisten Kindern die Versorgung mit Vitamin B12 ausreichend. Bei den vegetarischen Ernährungsformen war zudem die Zufuhr an Ballaststoffen sehr hoch.“ Bei allen Ernährungsformen war die Versorgung mit Vitamin B2 und Jod kritisch, auch die Zufuhrdaten von Calcium zeigen Handlungsbedarf auf.

Bislang gibt es keine aktuellen Daten zum Ernährungs- und Gesundheitsstatus von sich vegetarisch bzw. vegan ernährenden Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Aufgrund dieser unzureichenden Beurteilungsgrundlage befürwortet die DGE in ihrer Position zur veganen Ernährung und auch in der Ergänzung der Position vom September 2020 bei Kindern und Jugendlichen eine vegetarische Ernährung als Dauerkost, empfiehlt eine rein vegane Ernährung für diese Gruppen aber nicht. Die von der DGE initiierte VeChi-Youth-Studie soll zur Verbesserung der wissenschaftlichen Datenbasis beitragen. Die Querschnittsstudie verglich anthropometrische Daten, das Ernährungsverhalten sowie die Nährstoffzufuhr und -versorgung bei veganer, vegetarischer und omnivorer Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren. Von den 401 Proband*innen ernährten sich 150 vegetarisch, 114 vegan und 137 omnivor. Die Daten wurden von Oktober 2017 bis Januar 2019 erhoben.

Vegetarier punkten mit gesundheitsfördernder Lebensmittelauswahl

Die sich vegetarisch und vegan ernährenden Kinder und Jugendlichen zeigten ein insgesamt gesundheitsförderndes Lebensmittelmuster. Sie verzehrten mehr Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse. Insbesondere Veganer*innen hatten den geringsten Verzehr an Süßwaren, Knabberartikeln und Fertiggerichten.

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Nov 272020
 

Neue Daten zu Vitamin D im 14. DGE-Ernährungsbericht

Auswirkungen von Vitamin D bei verschiedenen Erkrankungen(dge) Eine gute Versorgung mit Vitamin D ist nicht nur wichtig für die Knochengesundheit, sie kann auch vor akuten Atemwegsinfektionen wie Erkältungen schützen und wirkt sich positiv auf die Behandlung von Asthma- bzw. COPD-Patient*innen mit einem Vitamin-D-Mangel aus. Das zeigt eine umfassende Übersichtsarbeit (Umbrella Review), in der Wissenschaftler*innen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Zusammenhänge zwischen Vitamin D und Atemwegs- und Autoimmunerkrankungen sowie dem Auftreten von neurodegenerativen und psychischen Krankheiten untersuchten. Die DGE veröffentlicht die Ergebnisse in ihrem 14. DGE-Ernährungsbericht.

Wissenschaftliche Daten weisen zunehmend darauf hin, dass Vitamin D sich vorteilhaft auf verschiedene Erkrankungen auswirken könnte. Prof. Dr. Jakob Linseisen, DGE-Präsident und Vorsitzender der DGE-Arbeitsgruppe Vitamin D, ordnet die vorliegenden Ergebnisse des Umbrella Reviews ein: „Die hohen Erwartungen hinsichtlich der Effektivität einer Supplementation von Vitamin D lassen für die meisten untersuchten Krankheiten keine eindeutigen Schlussfolgerungen zu. Anhand von bisher publizierten Umbrella Reviews und weiterer aktueller Studien haben wir für den Ernährungsbericht außerdem die Datenlage für Vitamin D und weitere chronische Krankheiten zusammengefasst. Danach ist nach wie vor nicht belegt, dass Vitamin D vor Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 schützt. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf.“

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Nov 242020
 

Auszeichnungen für herausragendes Engagement in der Ernährungsaufklärung


Preisträger*innen DGE Journalisten-Preis 2020(dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat zum 31. Mal den Journalisten-Preis für wissenschaftlich fundierte, investigative und zielgruppengerechte Beiträge zu aktuellen Ernährungsthemen verliehen. In fünf Medienkategorien honoriert die Fachgesellschaft damit herausragendes journalistisches Engagement im Bereich Ernährungsaufklärung. Dagmar von Cramm, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, überreichte die Auszeichnungen heute, am 20. November 2020, erstmals digital auf der 15. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE.

Kategorie Tages- und Wochenzeitungen

Der Preis in der Kategorie Tages- und Wochenzeitungen ging an Kerstin Mitternacht für ihren Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 11.08.2019 „Beim siebten Mal schmeckt es endlich“. Welche Hürden Eltern und Kinder im Essalltag nehmen müssen, damit der Esstisch nicht zum Stresstisch wird, beschreibt die Autorin mit einem ganzheitlichen, entspannten Blick auf die Entwicklung der Essgewohnheiten von Kindern. Der*die Leser*in erhält in diesem serviceorientierten Beitrag fundierte Antworten, ob es möglich ist, gesundes Essen zu erlernen und praktische Tipps was zu tun ist, wenn Kinder immer das Gleiche essen wollen.

Kategorie Publikumszeitschriften

In dieser Kategorie zeichnete die Jury zwei Beiträge aus.

Bernhard Albrecht und sein Team mit Angelika Dietrich, Constance Löffler, Frank Ochmann, Nicole Simon, Manuel Meyer und Maren Amini (Illustrationen) erhielten den Preis für ihren Beitrag „Das Beste kommt zum Schluss“, erschienen in der Zeitschrift Stern vom 12.12.2019. Darin geht es um die Erforschung des Mikrobioms. Unterhaltsam und mit detaillierten Illustrationen wird der*die Leser*in auf einer Reise durch den Darm begleitetet und erfährt, wie die Darmflora die Gesundheit, bestimmte Krankheiten oder gar die Psyche beeinflusst. Ein origineller, anschaulicher Artikel, der komplexe wissenschaftliche Sachverhalte verständlich vermittelt.

Vanessa Schrader bekam die Auszeichnung für ihren Artikel „Neuer Trend: Pflanzenproteine“ in der Zeitschrift Eat smarter vom 27.02.2019. In ihrem vielseitigen Serviceartikel stellt die Autorin gute Proteinquellen, ideale Proteinkombinationen und wichtige Nährstoffe bei pflanzlicher Ernährung vor. Ein schöner Übersichtsbeitrag, der wesentliche Aspekte und Wissenswertes rund um pflanzliche Proteinquellen zusammenfassend vorstellt.

Kategorie Hörfunk

Die Jury zeichnete Caroline Nokel für ihren Beitrag „Nachhaltiges aus dem Labor – Was wir in Zukunft essen werden“ im Deutschlandradio Kultur in der Sendung Zeitfragen vom 26.03.2019 aus. In ihrem sachlich-informativen Feature nimmt die Autorin die Auswirkungen einer globalen Ernährung mit einem hohen Fleischkonsum für unsere Gesundheit und Umwelt in den Fokus. Sie stellt verschiedene Fleischalternativen bis hin zum Fleischersatz aus dem Labor vor. Welche Lösungen die Wissenschaft für eine nachhaltigere Ernährung mit mehr pflanzlichen Lebensmitteln bietet, erläutern eine Trendforscherin, Wissenschaftler*innen sowie eine Expertin der EAT-Lancet-Kommission. Ein journalistisch guter und hörenswerter Report mit zahlreichen Facetten zum Thema Fleischkonsum.

Kategorie Fernsehen

Für ihre Reportage „Marktcheck deckt auf: Das Geschäft mit Brot“ im SWR vom 26.11.2019 erhielten Inga Vennemann und Barbara Hirl den Preis in der Kategorie Fernsehen. Die investigative Reportage informiert wie Brot hergestellt wird, welche Zutaten notwendig sind, ob und auf welche Zusatzstoffe verzichtet werden kann. Die Autorinnen recherchieren, warum Brot nicht immer einen guten Ruf hat oder sogar als ungesund bezeichnet wird. Ihre kritische, warenkundliche Dokumentation liefert viele aufklärende Informationen, warum Brot nach wie vor ein wertvolles Lebensmittel ist.

Kategorie Internet/Social Media

Fatima Talalini bekam die Auszeichnung für ihren Beitrag im WDR Doku Kanal vom 03.12.2019 auf youtube „Vegan oder Insekten – Was soll ich essen?“ Eine sachlich-informative, jugendliche Videoreportage, die den Fragen nachgeht, inwieweit Fleischkonsum heute noch vertretbar ist und welche Alternativen wir stattdessen haben. Der Redakteurin ist damit ein offener, neutraler und ausgewogener Beitrag über Vor- und Nachteile der Massentierhaltung sowie vegetarische Ernährungsweisen als mögliche Lösungen gelungen.

Weitere Informationen zu den Preisträger*innen und den prämierten Beiträgen gibt es unter https://www.dge.de/presse/journalisten-preis/

Nov 192020
 

15. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE

Banner der 15. Dreiländertagung(dge) Zum Thema „Update D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – vulnerable Gruppen entlang des Lebenszyklus“ veranstalten die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) am 19. und 20. November 2020 ihre 15. Dreiländertagung. Zu der erstmals digital stattfindenden Tagung meldeten sich rund 350 Teilnehmer*innen an.

Update D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr benennen die Mengen für die Zufuhr von Energie, Nährstoffen, Ballaststoffen und Wasser für gesunde Menschen. Im Jahr 2000 erschienen sie erstmals als Dreiländer-Kooperation und begründen seitdem die wissenschaftliche Verbindung zwischen den drei Ernährungsfachgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Prof. Dr. Karl-Heinz Wagner, Präsident der ÖGE, sagt in seiner Eröffnungsrede zur 15. Dreiländertagung: „Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr tragen entscheidend zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit und Lebensqualität bei. Sie haben sich bei der Planung einer vollwertigen Ernährung und der Beurteilung der Nährstoffzufuhr sowohl in der Ernährungsberatung als auch in der Gemeinschaftsverpflegung bewährt.“

„Die gute langjährige wissenschaftlichen Zusammenarbeit der DGE mit der ÖGE und SGE und die konsequente englischsprachige Publikation in wissenschaftlichen Fachzeitschriften hat die D-A-CH-Referenzwerte zu einem internationalen Standardwerk gemacht“, betont DGE-Präsident Prof. Dr. Jakob Linseisen bei der Begrüßung.

SGE-Präsidentin Cornelia Conrad Zschaber ermuntert die Teilnehmer*innen, sich zu vernetzen, in den Dialog mit den Expert*innen zu treten und länderspezifische Ernährungsempfehlungen auszutauschen. Sie sagt: „Seit der ersten gemeinsamen Veröffentlichung der Referenzwerte im Jahre 2000 hat sich die Ernährungssituation der Menschen in unseren drei Ländern weiter diversifiziert. Jetzt gilt es, stärker einzelne Bevölkerungsgruppen in den Fokus zu nehmen, um Fehlernährung zu vermeiden. Die D-A-CH-Referenzwerte bieten hier verlässliche Orientierung auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand.“

Aktuell wurden für die 5. Ergänzungslieferung (2020) die D-A-CH-Referenzwerte für Vitamin A und Biotin neu strukturiert und überarbeitet. Bisher erfolgte die Ableitung für die Vitamin-A-Zufuhr anhand des durchschnittlichen Tagesbedarfs. In der Überarbeitung gilt jedoch der Vitamin-A-Bedarf zur Aufrechterhaltung adäquater Vitamin-A-Leberspeicher als wichtigstes Kriterium. Dadurch sind die Referenzwerte nun mit 700 µg RAE pro Tag für Frauen und 850 µg RAE pro Tag für Männer niedriger. Für Biotin werden, anders als bisher, für alle Altersgruppen konkrete Werte und nicht mehr Spannen angegeben. Der neue Schätzwert beträgt 40 µg/Tag.

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Nov 172020
 

Pflanzliches Provitamin A trägt zur Versorgung bei

Vitamin A-reiche Lebensmittel

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(dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat gemeinsam mit den Ernährungsgesellschaften aus Österreich und der Schweiz die Referenzwerte für die Vitamin-A-Zufuhr überarbeitet. Die empfohlene Zufuhr für Vitamin A beträgt für Frauen 700 µg Retinolaktivitätsäquivalent (RAE) pro Tag und für Männer 850 µg RAE. Der Referenzwert wird nun in RAE angegeben, da er die Verwertung von Provitamin-A-Carotinoiden anders bewertet als die bisher verwendeten Retinoläquivalente (RE). Neu ist auch, dass für β-Carotin kein separater Referenzwert mehr angegeben wird.

Das fettlösliche Vitamin A kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind Leber und daraus hergestellte Wurstwaren sowie Eier, Milch und Milchprodukte und einige Fischarten. Gemüse und Obst tragen durch ihren Gehalt an Provitamin A ebenfalls zur Vitamin-A-Versorgung bei. Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, rote Paprika, Grünkohl, Spinat, Feldsalat sowie Honigmelone, Aprikosen und Mango enthalten nennenswerte Mengen an β-Carotin, das wirksamste Provitamin A.

Provitamin-A-Carotinoide sind nicht essenziell, insbesondere bei überwiegend vegetarischer bzw. veganer Ernährung für die Aufrechterhaltung eines adäquaten Vitamin-A-Status aber von besonderer Bedeutung. Eine rein pflanzliche Ernährung setzt für die Sicherstellung einer angemessen Vitamin-A-Zufuhr eine sehr bewusste Ernährungsweise und Lebensmittelauswahl voraus. Die empfohlene Zufuhr pro Tag lässt sich beispielsweise mit 150 g gegarten Karotten, 150 g gegartem Kürbis und 12 g Rapsöl erreichen. Um Carotinoide optimal zu verwerten, sollten beispielsweise Karotten immer zusammen mit etwas Fett gegessen werden. Pro Mahlzeit reichen 2,4 bis 5 g Fett aus, das entspricht ungefähr einem Teelöffel Öl im Salatdressing oder einem dünn bestrichenen Butterbrot. Vitamin-A-haltige tierische Lebensmittel enthalten natürlicherweise ausreichend Fett.

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Nov 102020
 

Das Standardwerk für die qualifizierte Ernährungsberatung und -therapie

Beratungsstandards Coverbild(dge) Einheitliche und wissenschaftlich fundierte Aussagen sind eine wichtige Grundlage in der Ernährungsberatung und -therapie. Um dieses zu gewährleisten und die Qualität in der Beratung zu sichern, gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Beratungsstandards heraus. Sie basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und bieten allen Akteur*innen, die zum Thema Ernährung informieren, fachliche Orientierung und Wissen kompakt.

Die DGE-Beratungsstandards – was ist neu?

Seit der letzten Überarbeitung sind neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in den Ernährungswissenschaften hinzugekommen und das Medium wurde einem kompletten Relaunch unterzogen. Der neu gestaltete Ringordner erscheint inhaltlich grundlegend überarbeitet, anders strukturiert und im neuen Layout. Schnell und gezielt können sich Beratungsfachkräfte einen Überblick zu einem Thema verschaffen. Farbliche Infoboxen heben Merksätze, Definitionen, Zusammenfassungen und Hinweise zu weiterführenden Informationen hervor. Das ermöglicht eine einfache Handhabung im Praxisalltag.

Multiplikator*innen der Ernährungswissenschaft erhalten mit dem Medium standardisierte Aussagen zu 69 Themen auf Basis aktuell wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse. Der Ordner informiert u. a. zu nährstoff- und lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen, alternativen Ernährungsformen wie Makrobiotik oder TCM, die Ernährung bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Diätetik. Neu hinzugekommen sind insgesamt 21 Themen wie z. B. Paleo-Ernährung, Intervallfasten, Ernährung und Mikrobiota, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, die Ernährungsberatung von Menschen mit geistiger Behinderung, Mangelernährung sowie Arzneimittel-Lebensmittel-Interaktionen. Die DGE-Beratungsstandards liefern zudem Grundlagen zur Beratungsmethodik in der Ernährungsberatung. Sie werden als Loseblattsammlung herausgegeben. So können die Beratungsstandards laufend aktualisiert und erweitert werden. Regelmäßige Ergänzungslieferungen werden über den DGE-Medien-Service zu beziehen sein. Zur Produktlinie der Beratungsstandards gehören ebenfalls die DGE-Infotheken, die verschiedene diätetische Themen verständlich für Verbraucher*innen zusammenfassen.

Die 1. Auflage 2020 der DGE-Beratungsstandards, Artikel-Nr. 120600, erscheint am 20. November 2020. Wenn Sie die Veröffentlichung nicht verpassen wollen, aktivieren Sie die Verfügbarkeitsbenachrichtigung im DGE-MedienService. Bis zum 31.12.2020 kann der Ringordner zum Sonderpreis von 55,00 € zzgl. 3 € Versandkosten innerhalb Deutschlands bestellt werden. Danach beträgt der reguläre Preis für die Beratungsstandards 67,71 € zzgl. Versandkosten.