Jun 282016
 

IMG_0555_kleinIn Greifswald bot die DGE e. V. am 23. Juni 2016 eine Regionalveranstaltung zum Thema „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ des Projekts „Fit im Alter“ an. Die kostenfreie Veranstaltung fand in Kooperation mit der DGE-Sektion MV in der Beruflichen Schule an der Universitätsmedizin Greifswald statt.

Mit der Veranstaltung wurden allen Teilnehmenden grundlegende Informationen zu dem DGE-Qualitätsstandard sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geboten. Die Veranstaltung richtete sich an alle Verantwortlichen für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen, wie Heimleiter/ -innen, Küchenleiter/ -innen, Küchenfachkräfte, Ernährungsfachkräfte und Personal aus Hauswirtschaft und Pflege. Die Veranstaltung war mit etwa 40 Personen ausgebucht.

Jun 222016
 

Sie punkten mit Proteinen und Ballaststoffen

Ein Einkauf auf dem Markt lohnt sich an einem wolkenlosen Sommermorgen besonders. Denn nur in den Monaten Juni und Juli bieten heimische Landwirte frische Erbsen, dicke Bohnen oder Zuckerschoten an. Buschbohnen sind noch bis in den September hinein zu haben. Aber auch Hülsenfrüchte in getrockneter Form haben einiges zu bieten.Gerade die klassischen Vertreter Linsen, Bohnen und Erbsen sind nährstoffreich, lassen sich vielfältig zubereiten und eignen sich gut für die Vorratshaltung. Sie haben einen hohen Anteil an Protein, was sie zu einer guten Fleischalternative macht. Die ebenfalls enthaltenen Ballaststoffe sorgen für eine lang anhaltende Sättigung. Deshalb rät die DGE, Hülsenfrüchte häufiger in den Speisenplan zu integrieren. Ihre Vielfalt lädt zum Ausprobieren ein und lässt uns kulinarisch um die Welt reisen: Weiße Bohnen bereichern die italienische Minestrone. Kidneybohnen kennt jeder aus Tex-Mex-Gerichten, wie Chili con Carne oder auch als „sin“ Carne. Schwarze Bohnen gehören in eine brasilianische Feijoada. Der Erbseneintopf ist ein traditionelles Gericht aus Omas Zeiten. Linsen eignen sich, um Suppen zu binden, als Salat und bekommen in orientalischen Gerichten einen völlig neuen Geschmack. Auch Kichererbsen sind mittlerweile bei uns als Hummus, Falafel oder in Curry-Gerichten beliebt. Für eine Portion werden 60 bis 70 g rohe getrocknete bzw. 125 g gegarte Hülsenfrüchte benötigt. Continue reading »

Jun 202016
 

In Deutschland werden rund 29 % der Pflegebedürftigen, überwiegend ältere Menschen, vollstationär in Heimen versorgt – mit steigender Tendenz. Verantwortliche für die Verpflegung sind mit diversen Ernährungsproblemen der Pflegeheimbewohner konfrontiert. So sind Appetitlosigkeit oder Kau- und Schluckbeschwerden weitverbreitet und es besteht häufig ein Risiko für Mangelernährung. Daher spielt in Heimen die Qualität der Ernährung eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Doch wie steht es um die aktuelle Situation in deutschen Einrichtungen?

Hierzu evaluierte das Institut für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zusammen mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg bundesweit den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen. Die Studie legt erstmals umfangreiche Informationen über die Verpflegungssituation in deutschen Seniorenheimen sowie zur Bekanntheit, Verbreitung und Akzeptanz des DGE-Qualitätsstandards selbst vor. Das Forschungsprojekt ist Teil des 13. DGE-Ernährungsberichts und wurde von der DGE mit Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben. Continue reading »

Mai 312016
 

IMG_0241Da Bauchgrimmen und Blähungen sehr häufig in den Ernährungsprotokollen von Patienten auftauchen und therapeutische Interventionen wie Darmsanierung oder Symbioselenkungen kostenintensiv sind und oft auf lange Sicht wirkungslos bleiben, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Grundernährung und das Ernährungsmuster des Patienten. So könnte der Grund unter anderem eine Dysbiose oder eine bakterielle Fehlbesiedlung sein. Doch wie wird der Unterschied erkannt? Können Pro- und Präbiotika helfen? Und welchen Sinn machen FODMAP oder glutenfreie Ernährung?

Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg stellte den Teilnehmern des Tagesseminars effiziente Ernährungsstrategien für diese Blähpatienten vor. Zusätzlich erhielten sie einen sehr ausführlichen und interessanten Einblick über die Warenkunde von Milchprodukten und vielen anderen auf dem Markt erhältlichen Lebensmitteln und deren möglichen Auswirkungen auf das Mikrobiom.

Auf Grund der sehr hohen Nachfrage wurde das Seminar zwei Mal durchgeführt. Es fand am 18. April und am 30. Mai 2016 in der AOK Schwerin statt. Es nahmen jeweils 18 Ernährungsfachkräfte teil.

Mai 122016
 

Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich. Um Menschen, die sich vegan ernähren möchten, Tipps und praktische Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben, veröffentlicht die DGE ergänzend zu ihrer Position zu veganer Ernährung [1] ein FAQ-Papier [2] mit 22 Fragen und Antworten zu veganer Ernährung. Zu diesen gehören u. a.:

Welche Möglichkeiten hat ein Veganer, um seinen Proteinbedarf zu decken?

Der Handel bietet ein reichhaltiges Sortiment an Fleischersatzprodukten auf Sojaeiweißbasis an. Sind diese eine Alternative? Einerseits enthalten diese Lebensmittel oftmals hohe Gehalte an Zucker, Speisesalz und Fett sowie zum Teil auch viele Zusatzstoffe und sind daher nicht als ernährungsphysiologisch günstig einzustufen. Andererseits sind sie mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und können somit einen Beitrag zur Nährstoffversorgung leisten. Die DGE empfiehlt Veganern als Alternative, vielfältige pflanzliche Proteinquellen wie Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Nüsse und Sojaprodukte bei gleichzeitig ausreichender Energiezufuhr über den Tag verteilt zu verzehren. Durch die gezielte Kombination verschiedener proteinreicher Lebensmittel wie Linsengemüse mit Reis oder Erbseneintopf mit Brot kann die Proteinqualität erhöht werden. So kann der Proteinbedarf bei einer veganen Ernährung ohne Ersatzprodukte gedeckt werden. Continue reading »

Apr 282016
 

Am 14. April 2016 fand zum 3. Mal der Fachtag „Das 1×1 der Kinderernährung“ an der Hochschule Neubrandenburg statt. 100 Pädagoginnen und Pädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen sowie der Ernährungsfachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nahmen an der Veranstaltung teil. Mit den Fachvorträgen zur Kinderernährung, Vollverpflegung in den Kitas, Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten im Kindesalter und der Kennzeichnungspflicht in der Gemeinschaftsverpflegung bekamen die Teilnehmer einen umfassenden und aktuellen Einblick Rund um die Ernährung der Kinder. Im Anschluss der Fachvorträge stellte Prof. Dr. Jörg Meier Hintergründe und praxisnahe Konzepte vor, wie in Kindertageseinrichtungen der Genuss von Lebensmitteln mit allen oder auch gezielt nur mit einzelnen Sinnen erlebbar gemacht werden kann.

Die Fachvorträge stehen unter folgendem Link zum Download bis Ende Mai zur Verfügung.

http://www.dgevesch-mv.de/index.php?id=28

Apr 132016
 

In Deutschland interessieren sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung. Die Angaben, wie viele Menschen sich vegan ernähren, schwanken zwischen 0,1 % und 1 % der Bevölkerung. Veganer essen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel, sie lehnen alle tierischen Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Produkte und Zusatzstoffe ab.

Bei einer veganen Ernährung fehlen ohne die Zufuhr entsprechender Alternativen die in tierischen Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe. In ihrem aktuellen Positionspapier[1] zur veganen Ernährung rät die DGE daher Menschen, die sich vegan ernähren möchten, dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einzunehmen, gezielt nährstoffdichte Lebensmittel und angereicherte Lebensmittel auszuwählen, die Versorgung mit Nährstoffen regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen und ggf. zu Nährstoffpräparaten zu greifen sowie sich von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft informieren und beraten zu lassen. Continue reading »

Mrz 092016
 

Hohe Speisesalzzufuhr erhöht den Blutdruck

Die Zusammenhänge zwischen Speisesalzzufuhr und Blutdruck sind eindeutig: Eine hohe Speisesalzzufuhr erhöht das Risiko für Bluthochdruck (Hypertonie). Bluthochdruck gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Aus diesem Grund erhöht sich durch einen hohen Speisesalzkonsum indirekt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, die mit knapp 40 % die häufigste Todesursache in Deutschland sind. In ihrer aktuellen wissenschaftlichen Stellungnahme „Speisesalzzufuhr in Deutschland, gesundheitliche Folgen und resultierende Handlungsempfehlung“ betont die DGE daher die Notwendigkeit, die Speisesalzzufuhr in der Bevölkerung zu senken. Eine bevölkerungsweite Abnahme des Blutdrucks kann, selbst wenn diese moderat ausfällt, zu einer Verringerung der kardiovaskulären Krankheitslast beitragen.

Die DGE empfiehlt deshalb dringend eine Beteiligung von Deutschland an nationalen und internationalen Initiativen zur bevölkerungsweiten Reduktion der Speisesalzzufuhr. Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland isst zu viel Speisesalz: Bei ca. 70 % der Frauen und bei ca. 80 % der Männer liegt die Zufuhr von Speisesalz über dem Orientierungswert von bis zu 6 g pro Tag. Continue reading »

Feb 182016
 

Schwache wissenschaftliche Beweislage zur Prävention durch Ernährung

Am 24. Januar 2016 ist die überarbeitete Leitlinie „Demenzen“ erschienen. Die aktualisierte evidenzbasierte Leitlinie[1] liefert Aussagen zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Demenzen und zur leichten kognitiven Störung. Zur Prävention von Demenz empfiehlt sie einen aktiven Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Bewegung sowie geistiger und sozialer Aktivität. Für die risikosenkende Wirkung einer ausgewogenen Ernährung liegen lediglich Hinweise vor: Bestimmte Ernährungsgewohnheiten wie der Konsum von Fisch oder eine mediterrane Ernährung könnten das Risiko verringern. Ausreichende Evidenz zur Ableitung von Ernährungsempfehlungen gibt es hierfür bisher nicht. Diese Forschungslücke will das Kompetenzcluster Diet-Body-Brain (DietBB) schließen. Mittels verschiedener Studien soll der Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren bzw. Ernährungsmustern und der Entwicklung, Aufrechterhaltung und Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten im Lebensverlauf untersucht werden.

[1] Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) (Hrsg.). S3-Leitlinie „Demenzen“, Langversion – Januar 2016 http://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2015/PDFs_Download/038013_S3-LL-Demenzen-240116.pdf

Feb 172016
 

Im Zeitalter der Mobilität bleibt für feste Termine oft kaum Zeit. Das bekommen auch Ernährungsberater zu spüren. Mit der Smartphone-basierten DGE-App Mein Ess-Coach geht professionelle und persönliche Beratung jetzt ganz einfach und praktisch von unterwegs. Mein Ess-Coach bietet qualifizierten Ernährungsfachkräften die Möglichkeit, ihren Klienten eine flexible Beratung unabhängig von Ort und Zeit anzubieten und sie zwischen den Praxisterminen besser zu begleiten. Damit ist die App die ideale Ergänzung zur persönlichen Beratung. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Ernährungscoaching-Plattform Oviva angeboten.

Berater laden ihre Klienten zur Nutzung der App ein. Über diese können Klienten Nachrichten, Fotos von Mahlzeiten sowie Gewichts- und Aktivitätsdaten schicken. Der Berater kann in der Coaching-Suite für den PC direkt und ortsunabhängig mit den Klienten kommunizieren, alle Daten und Beratungsziele abrufen und verwalten. Mahlzeiten seiner Klienten kann er kommentieren und Tipps geben. Auch individuelle Abfragen, Gruppenchats und das Versenden von eigenen Dokumenten funktionieren problemlos. Continue reading »