Feb 132018
 

Hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Pfannkuchen (Berliner oder Krapfen), Mutzen oder Donuts werden frittiert. Dabei können sich trans-Fettsäuren bilden, deren Verzehr sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Eine hohe Zufuhr an trans-Fettsäuren steigert das LDL-Cholesterol im Blut, das das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheit erhöht. Die DGE empfiehlt daher, möglichst wenig trans-Fettsäuren zu sich zu nehmen, am besten weniger als 1 % der Nahrungsenergie. Bei Erwachsenen entspricht dies nicht mehr als 2 bis 3 g pro Tag.

Trans-Fettsäuren entstehen sowohl durch natürliche als auch lebensmitteltechnologische Prozesse. Sie entwickeln sich unter anderem bei der unvollständigen Härtung von Pflanzenölen oder deren starkem Erhitzen. So gelangen trans-Fettsäuren nicht nur in zahlreiche Lebensmittel wie Margarine und Bratfette, sondern auch in damit hergestellte Produkte wie frittierte Speisen, Blätterteig, Fertiggerichte wie Pizzen, Kartoffelchips oder andere Snackartikel.

In Deutschland müssen trans-Fettsäuren nur auf Lebensmitteln deklariert werden, die der Diät-Verordnung unterliegen. Bei anderen Lebensmitteln beachten Verbraucher am besten die Zutatenliste: Angaben wie „enthält gehärtete Fetten“ deuten auf einen trans-Fettsäurengehalt hin. In welchen Mengen ist allerdings nicht ersichtlich. Bei Unverpacktem ist kaum herauszufinden, ob trans-Fettsäuren überhaupt enthalten sind.

Obwohl auf dem deutschen Markt seit 2012 der Gehalt an trans-Fettsäuren lebensmitteltechnologischer Herkunft in Lebensmitteln rückläufig ist, kommen bei der Herstellung von Siedegebäck teilweise noch Fette mit hohen Anteilen an trans-Fettsäuren zum Einsatz. In Europa gibt es bisher keine gesetzliche Regelung dafür.

Pfannkuchen sind kalorien- und fettreich. Je nach Größe, Füllung und Zuckerbestreuung enthält ein Pfannkuchen etwa 200 Kalorien und knapp zehn Gramm Fett. Wählen Sie also auch in der Karnevalszeit Ihre Lebensmittel bewusst aus! Essen Sie vollwertig und abwechslungsreich nach den 10 Regeln der DGE!

Feb 052018
 

(dge) Vom 7.-9. März 2018 findet der 55. Wissenschaftliche Kongress an der Universität Hohenheim statt. Zum Thema „Nachhaltige Entwicklungsziele–Ernährungssicherung für die Zukunft“ diskutieren Experten über bestehende Ernährungsprobleme in Deutschland und weltweit. Welchen Beitrag die Ernährungswissenschaft dazu leisten kann, steht im Fokus der Veranstaltung. Neben Vorträgen und Posterpräsentationen von Nachwuchswissenschaftlern laden verschiedene Minisymposien zu Themen wie Ernährungsarmut in der Gemeinschaftsverpflegung, Insekten als Lebens- und Futtermittel oder Ernährungstherapie bei Diabetes ein, mit den Fachkräften ins Gespräch zu kommen.
www.dge.de/wk55

Nov 142017
 

(dge) Diabetes mellitus ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen. Weltweit sind über 400 Mio. Menschen davon betroffen, laut Deutschem Gesundheitsbericht Diabetes 2017 in Deutschland etwa 6,7 Mio. In westlichen Ländern sind 90% der Diabeteserkrankungen auf übermäßige Gewichtszunahme zurückzuführen. Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- und Augenerkrankungen wären durch Prävention und rechtzeitige Behandlung reduzierbar.
Die DGE empfiehlt daher einen aktiven Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Bewegung, vollwertige Ernährung und eine Normalisierung des Körpergewichts.
Zum Thema „Ernährungstherapie bei Diabetes. Beratung von nicht insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern“ hat die DGE in Kooperation mit dem BZfE ein Medienpaket für die Beratung von Diabetespatienten entwickelt. Es wird ab Anfang 2018 verfügbar sein.

Okt 172017
 

Am 12. Oktober 2017 veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – Sektion MV mit großer Resonanz die 20. Ernährungsfachtagung im Rittersaal des Finanzministeriums Schwerin.

Es nahmen über 140 Fachkräfte aus dem Bereich der Ernährungsberatung und –therapie, Multiplikatoren aus den Bereichen Gesundheit, Politik, Prävention und Public Health, sowie Lehrkräfte, Studierende und Auszubildende der ansässigen Diätschulen und Hochschulen an der Fachtagung teil.

Zunächst richtete Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Thema Fett spielt insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle. Im bundesweiten Vergleich hat Mecklenburg-Vorpommern den höchsten Anteil Übergewichtiger. Mit steigendem Übergewicht und der vorangegangenen Fehlernährung kann auch das Risiko für Fettstoffwechselstörungen ansteigen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Mecklenburger unter schlechten Blutfettwerten leiden bzw. bereits Folgeerkrankungen entwickelt haben.

Die diesjährige Ernährungsfachtagung hatte daher zum Ziel, diese Thematik von allen Seiten zu beleuchten. Continue reading »

Sep 052017
 

(dge) Seit 1956 formuliert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. in 10 Regeln, wie sich Verbraucher ausgewogen und genussvoll im Alltag ernähren können. Nun hat die DGE die 10 Regeln auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse angepasst, sprachlich überarbeitet und konkretisiert. Kurz und prägnant fassen sie praktische Empfehlungen für eine optimale Lebensmittelauswahl zusammen und geben den Verbrauchern einfache Verhaltensregeln an die Hand. Neben ernährungsphysiologischen Kriterien berücksichtigen sie auch präventive sowie nachhaltige Aspekte. Dabei lassen die Empfehlungen Platz für individuellen Spielraum und sind nicht als starre Ge- oder Verbote zu verstehen. Continue reading »

Sep 052017
 

(dge) Die zwölf Module wurden aktualisiert und erweitert. Nach wie vor beinhaltet der Lehrgang rund 300 Unterrichtseinheiten mit sechs neuen Themenbereichen – darunter Einkaufstraining und Praxiseinheiten in der Lehrküche, Kollegiale Beratung, der German-Nutrition Care Process und Betriebliche Gesundheitsförderung. Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Ernährungsfachkräfte, die ihre Fach- und Beratungskompetenz vertiefen möchten. Der Abschluss Ernährungsberater/DGE steht für qualitätsgesicherte Ernährungsberatung. Darüber hinaus bietet er die Voraussetzung, dass die gesetzlichen Krankenkassen sich anteilig an den Kosten einer Ernährungsberatung beteiligen.

Seit 2017 wird nach dem neuen Curriculum qualifiziert. Für bereits zertifizierte Ernährungsberater/DGE bietet das Referat Fortbildung 2018 ein 2-tägiges Seminar zu den neuen Themen an.

Jun 282017
 

Erfolgreiche Prüfung durch die Zentrale Prüfstelle Prävention

(dge) Das von der DGE entwickelte Kurskonzept „ICH nehme ab“ wurde von der Zentralen Prüfstelle Prävention geprüft und ist bis April 2020 zertifiziert. Ernährungsfachkräfte können nun auf ein fertiges Konzept für ihre eigenen Kurse zurückgreifen. Dies reduziert nicht nur einen Großteil ihres Arbeitsaufwands für die Kurskonzeption, sondern sichert auch die Qualität des Kurses. „Die Ernährungsfachkräfte profitieren von einem wissenschaftlich fundierten und evaluierten Programm in einem bewährten Kurskonzept“ freut sich Dr. Ute Brehme, Leiterin des Referats Fortbildung der DGE. „Die Zertifizierung ist auch für die Kursteilnehmer ein großes Plus. Sie können für einen „ICH nehme ab“-Kurs eine anteilige Kostenübernahme von ihrer gesetzlichen Krankenkasse erlangen,“ so Brehme weiter. Das Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz mit ernährungsphysiologischen sowie psychologischen Aspekten. Es verbindet die Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung. Ziel des Programms ist es, Klienten zu unterstützen, ihr Körpergewicht durch eine vollwertige Ernährung langfristig verringern und halten zu können.

Damit Ernährungsfachkräfte das „ICH nehme ab“-Konzept nutzen können, ist eine sogenannte Einweisung ins Programm laut „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbands erforderlich. Der Leitfaden definiert die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention. Das 3-tägige Seminar zu „ICH nehme ab“, das dieser Einweisung entspricht, wird an verschiedenen Orten deutschlandweit angeboten. Über 1.000 Ernährungsfachkräfte haben es bereits absolviert. Continue reading »

Mrz 232017
 

Was und wie viel wird in Deutschland gegessen? Wie verändert sich das Ernährungsverhalten und werden Ernährungsempfehlungen umgesetzt? Auf der Basis wissenschaftliche fundierter Beschreibungen und Bewertungen dokumentiert der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung seit 1969 die Veränderungen der Ernährungssituation in Deutschland. Diese Dokumentation und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind Grundlage für die Ernährungs-und Gesundheitspolitik, sowie eine unverzichtbare, objektive Quelle für die Beratung, Bildung, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft.

Im 13. Ernährungsbericht war neben den aktuellen Erkenntnissen zur Ernährungssituation – im Besonderen zur Versorgung mit kritischen Nährstoffen wie Jod, Vitamin D oder Folsäure auch die Chancen der Prävention durch die Ernährung von besonderem Interesse. Außerdem wurde die Wirkung bisheriger Verhaltens- und Verhältnisprävention von Adipositas sowie das Koch- und Essverhalten der Deutschen betrachtet.

Um die Bedeutung der Ergebnisse für die praktische Arbeit gemeinsam zu diskutieren und Fragen aus erster Hand  beantworten zu können, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Sektion MV am 15.3.2017 wichtige Autoren des 13. Ernährungsberichtes nach Schwerin in das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt eingeladen. Die Veranstaltung war mit 65 Personen aus den Bereichen der Ernährung, Bildung, Politik und Wissenschaft ausgebucht.

Mrz 202017
 

Fallbesprechungen mit der Referentin Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg beim Seminar: „Gluten: Gemeingefährlich oder ein Hype um Nichts?“

Gluten ist die Ursache für eine Zöliakie. Keine neue Erkenntnis. Inzwischen überschlagen sich aber gastroenterologische Medien, Fachliteratur und die Laienpresse mit zunehmend kontroversen Diskussionen um das Thema Gluten und seine möglicherweise negativen Auswirkung auf die Gesundheit.

Was ist wirklich dran am Gluten, oder ist es doch nur der Weizen? Und was bedeutet „Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität“? Bei gastrointestinaler Symptomatik erwarten Patienten förmlich einen glutenfreien Speiseplan. Die zahlreichen Publikationen und Diskussionen rund um das Gluten zwingen in der Gruppe der Ernährungsfachkräfte sowohl diejenigen, die beratend, als auch diejenigen, die lehrend tätig sind, sich mit dieser Thematik sehr kritisch auseinanderzusetzen.

Aus diesem Grund fand am 17.03.2017 unter der Leitung von Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg das ganztägiges Seminar: „Gluten: Gemeingefährlich oder ein Hype um Nichts?“  statt, an dem 25 Ernährungsberater/innen sowie Mediziner aus Mecklenburg-Vorpommern und Umgebung teilnahmen.

So wurde den Teilnehmer/innen vermittelt, dass vor der Empfehlung einer solch rigiden Kostform, die Auseinandersetzung mit den möglichen pathologischen Auswirkungen einer Gluten-Karenz stehen sollte. Einfach weglassen wäre in den seltensten Fällen eine kluge Entscheidung. Außerdem wurden Fallbeispiele zu Patienten mit einer Zöliakie oder einer „Glutensensitivität“ bearbeitet, die S2K Leitlinie: „Zöliakie – Nichtzöliakie Weizensensitivität“ kritisch betrachtet sowie aktuelle Veröffentlichungen auch hinsichtlich ihrer Empfehlungen, der Inhaltstiefe und wissenschaftlichen Relevanz beleuchtet. Das Tagesseminar gab Einblicke, schärfte kritische Blickweisen und zeigte Ausblicke auf, die eine fundierte Basis für den therapeutischen Alltag liefern.

Mrz 062017
 

(dge) Zahlreiche interdisziplinäre Forschungsprojekte im Bereich der Ernährungs- und Lebensmittelforschung in Deutschland und Europa sind in den letzten Jahren erheblich durch Drittmittel gefördert worden. Der diesjährige wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vom 1.-3. März 2017 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stellt daher die kritische Frage: „Ernährungs- und Lebensmittelforschung – werden wir den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht?“ Die wissenschaftliche Leitung des Kongresses, den die DGE in Kooperation mit dem Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde an der Universität Kiel durchführt, haben CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Karin Schwarz und ihre Kollegen Prof. Dr. Manfred J. Müller und Prof. Dr. Gerald Rimbach inne. „An dieErnährungs- und Lebensmittelforschung ist stets eine große gesellschaftliche Herausforderung geknüpft. Gerade in unseren öffentlich geförderten und fachübergreifenden Forschungsverbünden müssen wir sicherstellen, dass unsere Arbeit den Kampf gegen weit verbreitete gesundheitliche Probleme wie zum Beispiel Fettleibigkeit oder Diabetes tatsächlich voranbringt“, brachte Schwarz das übergreifende Thema der Tagung auf den Punkt. Continue reading »