Sep 282016
 

(dge) In einer qualifizierten Ernährungsberatung helfen Lebensmittelfotos, grafische Abbildungen oder Modelle, eine vollwertige Ernährung zu veranschaulichen und konkrete Empfehlungen zu geben. Die dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide ist ein solches Modell, das den intensiven Austausch zwischen Berater und Klient fördert.

Die DGE hat für Ernährungsfachkräfte die Broschüre „Die Dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide – Fachinformation“ überarbeitet. Auf 24 Seiten erläutert sie den Aufbau und die inhaltlichen Aussagen der Pyramide. Neu sind vorformulierte Beratungstipps, die der Fachkraft bei der Vermittlung von Empfehlungen helfen. Beispiele zeigen, wie das Modell in Einzel- oder Gruppenberatungen, bei Veranstaltungen oder Vorträgen einsetzbar ist. Arbeitsblätter erleichtern dem Klienten die Beratungsziele festzulegen und einzuhalten. Jeder Broschüre liegt ein ca. 14 cm hohes Faltmodell zum Zusammenkleben bei. Continue reading »

Sep 232016
 

14. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE

(dge) Am 6. und 7. Oktober 2016 lädt die DGE zur 14. Dreiländertagung der Ernährungsgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Hamburg ein. Auf der zweitägigen Veranstaltung stellen namhafte Wissenschaftler aus den drei Ländern und den USA aktuelle Forschungsergebnisse zu kontroversen Ernährungsthesen in drei verschiedenen Themenblöcken vor.

Im ersten Block geht es um Makronährstoffe wie Zucker und die Referenzwerte für die Zufuhr von Fett und Protein. Auf der Ebene der Mikronährstoffe gehen Experten auf die Knochengesundheit und den Zusammenhang mit Vitamin D, Calcium und Bewegung ein. Auch die Speisesalzzufuhr und Prävention chronischer Krankheiten sowie der Sinn oder Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln werden beleuchtet. Der dritte Themenblock widmet sich kontrovers diskutierten Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten, rotem Fleisch und „Frei von“-Produkten.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion mit dem Titel „Geschmack versus Gesundheit – Brauchen wir neue Lebensmittel?“ diskutieren Vertreter aus Politik, Verbraucherschutz, Wirtschaft und Wissenschaft, ob veränderte Produktrezepturen zu einer gesundheitsfördernden Ernährung beitragen können.

Ernährungswissenschaftler, Mediziner, Diätassistenten und Interessierte aus der Ernährungswirtschaft können sich am 6. und 7. Oktober über aktuelle Forschungsergebnisse zu kontrovers diskutierten Ernährungsthesen in Hamburg austauschen. Die Tagung findet an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Berliner Tor 5 und 21, 20099 Hamburg statt. Die Tagungsgebühren für Frühbucher liegen bis zum 25.09.2016 bei 60 bis 150 EUR. Weitere Informationen und Anmeldung bei der DGE, Godesberger Allee 18, 53175 Bonn, Tel.: +49 228 3776-631, E-Mail: veranstaltung(at)dge.de.

Aug 022016
 

Herz-Kreislauf-Krankheiten sind in Deutschland immer noch die Todesursache Nummer 1. Die Ernährung ist ein Faktor, der diese Krankheiten beeinflussen kann. Insbesondere n-3 Fettsäuren können das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten mindern. Welchen gesundheitlichen Nutzen hat der Verzehr von Fisch, der reich an langkettigen n-3 Fettsäuren ist? Grund für die DGE, das Lebensmittel genauer unter die Lupe zu nehmen.

In einer umfassenden Literaturrecherche analysierte sie mehr als 50 Studien zum Fischverzehr und deren Einfluss auf ernährungsmitbedingte Krankheiten und kommt zu dem Schluss: Ein regelmäßiger Fischverzehr – insbesondere von fettreichem Fisch – kann das Risiko für tödlichen Herzinfarkt, ischämischen Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen mindern.

Letzteres ist dadurch bedingt, dass regelmäßiger Fischverzehr die Triglyceridkonzentration im Blut reduziert und die HDL-Cholesterolkonzentration erhöht. Der Einfluss auf das Bluthochdruckrisiko ist derzeitig nicht eindeutig. Hierzu sind weitere Studien nötig, um mögliche Effekte nachzuweisen. Die DGE empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche, davon 70 g fettreichen Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering. Continue reading »

Jun 282016
 

IMG_0555_kleinIn Greifswald bot die DGE e. V. am 23. Juni 2016 eine Regionalveranstaltung zum Thema „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ des Projekts „Fit im Alter“ an. Die kostenfreie Veranstaltung fand in Kooperation mit der DGE-Sektion MV in der Beruflichen Schule an der Universitätsmedizin Greifswald statt.

Mit der Veranstaltung wurden allen Teilnehmenden grundlegende Informationen zu dem DGE-Qualitätsstandard sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geboten. Die Veranstaltung richtete sich an alle Verantwortlichen für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen, wie Heimleiter/ -innen, Küchenleiter/ -innen, Küchenfachkräfte, Ernährungsfachkräfte und Personal aus Hauswirtschaft und Pflege. Die Veranstaltung war mit etwa 40 Personen ausgebucht.

Jun 222016
 

Sie punkten mit Proteinen und Ballaststoffen

Ein Einkauf auf dem Markt lohnt sich an einem wolkenlosen Sommermorgen besonders. Denn nur in den Monaten Juni und Juli bieten heimische Landwirte frische Erbsen, dicke Bohnen oder Zuckerschoten an. Buschbohnen sind noch bis in den September hinein zu haben. Aber auch Hülsenfrüchte in getrockneter Form haben einiges zu bieten.Gerade die klassischen Vertreter Linsen, Bohnen und Erbsen sind nährstoffreich, lassen sich vielfältig zubereiten und eignen sich gut für die Vorratshaltung. Sie haben einen hohen Anteil an Protein, was sie zu einer guten Fleischalternative macht. Die ebenfalls enthaltenen Ballaststoffe sorgen für eine lang anhaltende Sättigung. Deshalb rät die DGE, Hülsenfrüchte häufiger in den Speisenplan zu integrieren. Ihre Vielfalt lädt zum Ausprobieren ein und lässt uns kulinarisch um die Welt reisen: Weiße Bohnen bereichern die italienische Minestrone. Kidneybohnen kennt jeder aus Tex-Mex-Gerichten, wie Chili con Carne oder auch als „sin“ Carne. Schwarze Bohnen gehören in eine brasilianische Feijoada. Der Erbseneintopf ist ein traditionelles Gericht aus Omas Zeiten. Linsen eignen sich, um Suppen zu binden, als Salat und bekommen in orientalischen Gerichten einen völlig neuen Geschmack. Auch Kichererbsen sind mittlerweile bei uns als Hummus, Falafel oder in Curry-Gerichten beliebt. Für eine Portion werden 60 bis 70 g rohe getrocknete bzw. 125 g gegarte Hülsenfrüchte benötigt. Continue reading »

Jun 202016
 

In Deutschland werden rund 29 % der Pflegebedürftigen, überwiegend ältere Menschen, vollstationär in Heimen versorgt – mit steigender Tendenz. Verantwortliche für die Verpflegung sind mit diversen Ernährungsproblemen der Pflegeheimbewohner konfrontiert. So sind Appetitlosigkeit oder Kau- und Schluckbeschwerden weitverbreitet und es besteht häufig ein Risiko für Mangelernährung. Daher spielt in Heimen die Qualität der Ernährung eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Doch wie steht es um die aktuelle Situation in deutschen Einrichtungen?

Hierzu evaluierte das Institut für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zusammen mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg bundesweit den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen. Die Studie legt erstmals umfangreiche Informationen über die Verpflegungssituation in deutschen Seniorenheimen sowie zur Bekanntheit, Verbreitung und Akzeptanz des DGE-Qualitätsstandards selbst vor. Das Forschungsprojekt ist Teil des 13. DGE-Ernährungsberichts und wurde von der DGE mit Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben. Continue reading »

Mai 312016
 

IMG_0241Da Bauchgrimmen und Blähungen sehr häufig in den Ernährungsprotokollen von Patienten auftauchen und therapeutische Interventionen wie Darmsanierung oder Symbioselenkungen kostenintensiv sind und oft auf lange Sicht wirkungslos bleiben, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Grundernährung und das Ernährungsmuster des Patienten. So könnte der Grund unter anderem eine Dysbiose oder eine bakterielle Fehlbesiedlung sein. Doch wie wird der Unterschied erkannt? Können Pro- und Präbiotika helfen? Und welchen Sinn machen FODMAP oder glutenfreie Ernährung?

Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg stellte den Teilnehmern des Tagesseminars effiziente Ernährungsstrategien für diese Blähpatienten vor. Zusätzlich erhielten sie einen sehr ausführlichen und interessanten Einblick über die Warenkunde von Milchprodukten und vielen anderen auf dem Markt erhältlichen Lebensmitteln und deren möglichen Auswirkungen auf das Mikrobiom.

Auf Grund der sehr hohen Nachfrage wurde das Seminar zwei Mal durchgeführt. Es fand am 18. April und am 30. Mai 2016 in der AOK Schwerin statt. Es nahmen jeweils 18 Ernährungsfachkräfte teil.

Mai 122016
 

Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich. Um Menschen, die sich vegan ernähren möchten, Tipps und praktische Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben, veröffentlicht die DGE ergänzend zu ihrer Position zu veganer Ernährung [1] ein FAQ-Papier [2] mit 22 Fragen und Antworten zu veganer Ernährung. Zu diesen gehören u. a.:

Welche Möglichkeiten hat ein Veganer, um seinen Proteinbedarf zu decken?

Der Handel bietet ein reichhaltiges Sortiment an Fleischersatzprodukten auf Sojaeiweißbasis an. Sind diese eine Alternative? Einerseits enthalten diese Lebensmittel oftmals hohe Gehalte an Zucker, Speisesalz und Fett sowie zum Teil auch viele Zusatzstoffe und sind daher nicht als ernährungsphysiologisch günstig einzustufen. Andererseits sind sie mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und können somit einen Beitrag zur Nährstoffversorgung leisten. Die DGE empfiehlt Veganern als Alternative, vielfältige pflanzliche Proteinquellen wie Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Nüsse und Sojaprodukte bei gleichzeitig ausreichender Energiezufuhr über den Tag verteilt zu verzehren. Durch die gezielte Kombination verschiedener proteinreicher Lebensmittel wie Linsengemüse mit Reis oder Erbseneintopf mit Brot kann die Proteinqualität erhöht werden. So kann der Proteinbedarf bei einer veganen Ernährung ohne Ersatzprodukte gedeckt werden. Continue reading »

Apr 282016
 

Am 14. April 2016 fand zum 3. Mal der Fachtag „Das 1×1 der Kinderernährung“ an der Hochschule Neubrandenburg statt. 100 Pädagoginnen und Pädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen sowie der Ernährungsfachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nahmen an der Veranstaltung teil. Mit den Fachvorträgen zur Kinderernährung, Vollverpflegung in den Kitas, Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten im Kindesalter und der Kennzeichnungspflicht in der Gemeinschaftsverpflegung bekamen die Teilnehmer einen umfassenden und aktuellen Einblick Rund um die Ernährung der Kinder. Im Anschluss der Fachvorträge stellte Prof. Dr. Jörg Meier Hintergründe und praxisnahe Konzepte vor, wie in Kindertageseinrichtungen der Genuss von Lebensmitteln mit allen oder auch gezielt nur mit einzelnen Sinnen erlebbar gemacht werden kann.

Die Fachvorträge stehen unter folgendem Link zum Download bis Ende Mai zur Verfügung.

http://www.dgevesch-mv.de/index.php?id=28

Apr 132016
 

In Deutschland interessieren sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung. Die Angaben, wie viele Menschen sich vegan ernähren, schwanken zwischen 0,1 % und 1 % der Bevölkerung. Veganer essen ausschließlich pflanzliche Lebensmittel, sie lehnen alle tierischen Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Produkte und Zusatzstoffe ab.

Bei einer veganen Ernährung fehlen ohne die Zufuhr entsprechender Alternativen die in tierischen Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe. In ihrem aktuellen Positionspapier[1] zur veganen Ernährung rät die DGE daher Menschen, die sich vegan ernähren möchten, dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einzunehmen, gezielt nährstoffdichte Lebensmittel und angereicherte Lebensmittel auszuwählen, die Versorgung mit Nährstoffen regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen und ggf. zu Nährstoffpräparaten zu greifen sowie sich von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft informieren und beraten zu lassen. Continue reading »