Mrz 142018
 

(dge) Mit der steigenden Zahl an Vegetariern nimmt die Nachfrage nach vegetarischen Gerichten in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) kontinuierlich zu. So sind vegetarische gleich nach regionalen Speisen die Trendangebote der GV im letzten Jahr. Um Einrichtungen und Caterer bei der Gestaltung einer gesundheitsfördernden vegetarischen und vielfältigen Verpflegung zu unterstützen, hat die DGE Kriterien für eine ovo-lacto-vegetarische Menülinie in der Gemeinschaftsverpflegung entwickelt. Am 13. März 2018 stellte die DGE diese Kriterien im „Forum Schulcatering“ auf der Internorga vor.

Die Kriterien für die ovo-lacto-vegetarische Menülinie ergänzen die DGE-Qualitätsstandards . Basis sind die Anforderungen an die Lebensmittelqualitäten und -häufigkeiten aus den DGE-Qualitätsstandards. Der Fokus liegt auf den notwendigen Veränderungen bei einer vegetarischen Menülinie.

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Mrz 082018
 

(dge) Am 7. März 2018, dem bundesweiten Tag der gesunden Ernährung, ist die DGE für ihre JOB&FIT-Zertifizierung mit dem Dr. Rainer Wild-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Die Basis für diese Zertifizierung ist der „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“, den die DGE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt hat. Betriebe, die festgelegte Kriterien in den Qualitätsbereichen Lebensmittel, Speiseplanung und -herstellung sowie lebensweltbezogene Kriterien erfüllen, sind berechtigt, das JOB&FIT-Zertifikat zu tragen. Prof. Dr. Margit Bölts nahm die Silbermedaille und den mit 5 000 EUR dotierten Preis für die DGE von Prof. Dr. Rainer Wild in Berlin entgegen.

Die Leiterin des Referats Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung der DGE bedankte sich für die Würdigung des Engagements und betonte: „Es liegt uns sehr am Herzen, mit den DGE-Qualitätsstandards die Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen zu verbessern. Ein ausgewogenes Speisenangebot am Arbeitsplatz leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit und nimmt als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung einen bedeutenden Stellenwert ein.“ Bölts begrüßte in ihrer Preisrede die Nominierung von zwei Betrieben, die in vorbildlicher Weise eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Betriebsverpflegung in der Praxis umsetzen. „Sie unterstützen damit unser Ziel, Berufstätige „anzustupsen“ und zu überzeugen, täglich ein gesundheitsförderndes Speisenangebot zu wählen.“ sagte sie.

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Feb 272018
 

Fasten ist zum Abnehmen ungeeignet

Wer fastet, verzichtet freiwillig völlig oder teilweise auf Nahrung. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten. Fasten eignet sich nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme. Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig seinen Lebensstil. Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr gefährdet sein. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten. Weit verbreitet sind hierzulande das Heil-, Basen- und Intervallfasten.

Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und zielt darauf ab, Körper, Geist und Seele zu reinigen. Es wird sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet. Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7-10 Tage. Zudem sollten ein Vorbereitungstag mit ca. 1.000 kcal/Tag inklusive Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin sowie nach dem Fasten drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens eingeplant werden. Während der Fastentage wird dem Körper nur eine sehr geringe Energiemenge von max. 500 kcal/Tag in Form flüssiger Nahrung zugeführt. Vorteilhafte Effekte des Heilfastens sind bei bestimmten Krankheiten, beispielsweise für das Metabolische Syndrom, chronische Entzündungen oder psychosomatische Krankheiten wissenschaftlich belegt. Gesunde Menschen können diese Fastenart als Einstieg in eine Gewichtsabnahme nutzen; zum dauerhaften Abnehmen ist sie aber ungeeignet.

Durch Basenfasten soll der Körper entsäuert werden – eine Methode, die häufig in der Alternativmedizin angewendet wird. Basenfastende dürfen nur Lebensmittel verzehren, die als basisch gelten, wie Gemüse, Obst sowie einige Nüsse und hochwertiges Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Als Getränke stehen Quellwasser sowie verdünnte Kräutertees zur Verfügung. Wissenschaftliche Beweise für die Wirkung dieser Fastenmethode fehlen jedoch: Weder die Existenz von Schlacken im Körper ist nachgewiesen noch die Annahme, dass säurebildende Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören. Weil lebenswichtige Nährstoffe auf Dauer in zu geringen Mengen zugeführt werden könnten, rät die DGE von langfristigem Basenfasten ab.

Intervallfasten bedeutet tage- oder stundenweise auf Nahrung zu verzichten. Es gibt unterschiedliche Konzepte mit zwei aufeinander folgenden Fastentagen bzw. zwei festgelegten Fastentagen pro Woche oder alternierendes Fasten. Empfehlungen, welche Lebensmittel an den restlichen Tagen ausgewählt werden sollten, sucht der Fastende meist vergeblich. Intervallfasten soll als Dauerkost angewendet werden und in der Regel will der Fastende damit langfristig Gewicht reduzieren. Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien zu Langzeitfolgen des Intervallfastens liegen nicht vor. Bisherige Daten deuten auf eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewichtsabnahme hin. Die DGE hält Intervallfasten für nicht sinnvoll, um sein Gewicht langfristig zu regulieren, da konkrete Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl fehlen. Eine Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl findet dadurch in der Regel nicht statt.

 Heilfasten, Basenfasten, Intervallfasten – ein Überblick (DGEinfo 02/2018)

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Feb 132018
 

Hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Pfannkuchen (Berliner oder Krapfen), Mutzen oder Donuts werden frittiert. Dabei können sich trans-Fettsäuren bilden, deren Verzehr sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Eine hohe Zufuhr an trans-Fettsäuren steigert das LDL-Cholesterol im Blut, das das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheit erhöht. Die DGE empfiehlt daher, möglichst wenig trans-Fettsäuren zu sich zu nehmen, am besten weniger als 1 % der Nahrungsenergie. Bei Erwachsenen entspricht dies nicht mehr als 2 bis 3 g pro Tag.

Trans-Fettsäuren entstehen sowohl durch natürliche als auch lebensmitteltechnologische Prozesse. Sie entwickeln sich unter anderem bei der unvollständigen Härtung von Pflanzenölen oder deren starkem Erhitzen. So gelangen trans-Fettsäuren nicht nur in zahlreiche Lebensmittel wie Margarine und Bratfette, sondern auch in damit hergestellte Produkte wie frittierte Speisen, Blätterteig, Fertiggerichte wie Pizzen, Kartoffelchips oder andere Snackartikel.

In Deutschland müssen trans-Fettsäuren nur auf Lebensmitteln deklariert werden, die der Diät-Verordnung unterliegen. Bei anderen Lebensmitteln beachten Verbraucher am besten die Zutatenliste: Angaben wie „enthält gehärtete Fetten“ deuten auf einen trans-Fettsäurengehalt hin. In welchen Mengen ist allerdings nicht ersichtlich. Bei Unverpacktem ist kaum herauszufinden, ob trans-Fettsäuren überhaupt enthalten sind.

Obwohl auf dem deutschen Markt seit 2012 der Gehalt an trans-Fettsäuren lebensmitteltechnologischer Herkunft in Lebensmitteln rückläufig ist, kommen bei der Herstellung von Siedegebäck teilweise noch Fette mit hohen Anteilen an trans-Fettsäuren zum Einsatz. In Europa gibt es bisher keine gesetzliche Regelung dafür.

Pfannkuchen sind kalorien- und fettreich. Je nach Größe, Füllung und Zuckerbestreuung enthält ein Pfannkuchen etwa 200 Kalorien und knapp zehn Gramm Fett. Wählen Sie also auch in der Karnevalszeit Ihre Lebensmittel bewusst aus! Essen Sie vollwertig und abwechslungsreich nach den 10 Regeln der DGE!

Feb 052018
 

(dge) Vom 7.-9. März 2018 findet der 55. Wissenschaftliche Kongress an der Universität Hohenheim statt. Zum Thema „Nachhaltige Entwicklungsziele–Ernährungssicherung für die Zukunft“ diskutieren Experten über bestehende Ernährungsprobleme in Deutschland und weltweit. Welchen Beitrag die Ernährungswissenschaft dazu leisten kann, steht im Fokus der Veranstaltung. Neben Vorträgen und Posterpräsentationen von Nachwuchswissenschaftlern laden verschiedene Minisymposien zu Themen wie Ernährungsarmut in der Gemeinschaftsverpflegung, Insekten als Lebens- und Futtermittel oder Ernährungstherapie bei Diabetes ein, mit den Fachkräften ins Gespräch zu kommen.
www.dge.de/wk55

Nov 142017
 

(dge) Diabetes mellitus ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen. Weltweit sind über 400 Mio. Menschen davon betroffen, laut Deutschem Gesundheitsbericht Diabetes 2017 in Deutschland etwa 6,7 Mio. In westlichen Ländern sind 90% der Diabeteserkrankungen auf übermäßige Gewichtszunahme zurückzuführen. Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- und Augenerkrankungen wären durch Prävention und rechtzeitige Behandlung reduzierbar.
Die DGE empfiehlt daher einen aktiven Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Bewegung, vollwertige Ernährung und eine Normalisierung des Körpergewichts.
Zum Thema „Ernährungstherapie bei Diabetes. Beratung von nicht insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern“ hat die DGE in Kooperation mit dem BZfE ein Medienpaket für die Beratung von Diabetespatienten entwickelt. Es wird ab Anfang 2018 verfügbar sein.

Okt 172017
 

Am 12. Oktober 2017 veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – Sektion MV mit großer Resonanz die 20. Ernährungsfachtagung im Rittersaal des Finanzministeriums Schwerin.

Es nahmen über 140 Fachkräfte aus dem Bereich der Ernährungsberatung und –therapie, Multiplikatoren aus den Bereichen Gesundheit, Politik, Prävention und Public Health, sowie Lehrkräfte, Studierende und Auszubildende der ansässigen Diätschulen und Hochschulen an der Fachtagung teil.

Zunächst richtete Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Thema Fett spielt insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle. Im bundesweiten Vergleich hat Mecklenburg-Vorpommern den höchsten Anteil Übergewichtiger. Mit steigendem Übergewicht und der vorangegangenen Fehlernährung kann auch das Risiko für Fettstoffwechselstörungen ansteigen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Mecklenburger unter schlechten Blutfettwerten leiden bzw. bereits Folgeerkrankungen entwickelt haben.

Die diesjährige Ernährungsfachtagung hatte daher zum Ziel, diese Thematik von allen Seiten zu beleuchten. Continue reading »

Sep 052017
 

(dge) Seit 1956 formuliert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. in 10 Regeln, wie sich Verbraucher ausgewogen und genussvoll im Alltag ernähren können. Nun hat die DGE die 10 Regeln auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse angepasst, sprachlich überarbeitet und konkretisiert. Kurz und prägnant fassen sie praktische Empfehlungen für eine optimale Lebensmittelauswahl zusammen und geben den Verbrauchern einfache Verhaltensregeln an die Hand. Neben ernährungsphysiologischen Kriterien berücksichtigen sie auch präventive sowie nachhaltige Aspekte. Dabei lassen die Empfehlungen Platz für individuellen Spielraum und sind nicht als starre Ge- oder Verbote zu verstehen. Continue reading »

Sep 052017
 

(dge) Die zwölf Module wurden aktualisiert und erweitert. Nach wie vor beinhaltet der Lehrgang rund 300 Unterrichtseinheiten mit sechs neuen Themenbereichen – darunter Einkaufstraining und Praxiseinheiten in der Lehrküche, Kollegiale Beratung, der German-Nutrition Care Process und Betriebliche Gesundheitsförderung. Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Ernährungsfachkräfte, die ihre Fach- und Beratungskompetenz vertiefen möchten. Der Abschluss Ernährungsberater/DGE steht für qualitätsgesicherte Ernährungsberatung. Darüber hinaus bietet er die Voraussetzung, dass die gesetzlichen Krankenkassen sich anteilig an den Kosten einer Ernährungsberatung beteiligen.

Seit 2017 wird nach dem neuen Curriculum qualifiziert. Für bereits zertifizierte Ernährungsberater/DGE bietet das Referat Fortbildung 2018 ein 2-tägiges Seminar zu den neuen Themen an.

Jun 282017
 

Erfolgreiche Prüfung durch die Zentrale Prüfstelle Prävention

(dge) Das von der DGE entwickelte Kurskonzept „ICH nehme ab“ wurde von der Zentralen Prüfstelle Prävention geprüft und ist bis April 2020 zertifiziert. Ernährungsfachkräfte können nun auf ein fertiges Konzept für ihre eigenen Kurse zurückgreifen. Dies reduziert nicht nur einen Großteil ihres Arbeitsaufwands für die Kurskonzeption, sondern sichert auch die Qualität des Kurses. „Die Ernährungsfachkräfte profitieren von einem wissenschaftlich fundierten und evaluierten Programm in einem bewährten Kurskonzept“ freut sich Dr. Ute Brehme, Leiterin des Referats Fortbildung der DGE. „Die Zertifizierung ist auch für die Kursteilnehmer ein großes Plus. Sie können für einen „ICH nehme ab“-Kurs eine anteilige Kostenübernahme von ihrer gesetzlichen Krankenkasse erlangen,“ so Brehme weiter. Das Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz mit ernährungsphysiologischen sowie psychologischen Aspekten. Es verbindet die Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung. Ziel des Programms ist es, Klienten zu unterstützen, ihr Körpergewicht durch eine vollwertige Ernährung langfristig verringern und halten zu können.

Damit Ernährungsfachkräfte das „ICH nehme ab“-Konzept nutzen können, ist eine sogenannte Einweisung ins Programm laut „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbands erforderlich. Der Leitfaden definiert die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention. Das 3-tägige Seminar zu „ICH nehme ab“, das dieser Einweisung entspricht, wird an verschiedenen Orten deutschlandweit angeboten. Über 1.000 Ernährungsfachkräfte haben es bereits absolviert. Continue reading »