Jun 282016
 

IMG_0555_kleinIn Greifswald bot die DGE e. V. am 23. Juni 2016 eine Regionalveranstaltung zum Thema „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ des Projekts „Fit im Alter“ an. Die kostenfreie Veranstaltung fand in Kooperation mit der DGE-Sektion MV in der Beruflichen Schule an der Universitätsmedizin Greifswald statt.

Mit der Veranstaltung wurden allen Teilnehmenden grundlegende Informationen zu dem DGE-Qualitätsstandard sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geboten. Die Veranstaltung richtete sich an alle Verantwortlichen für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen, wie Heimleiter/ -innen, Küchenleiter/ -innen, Küchenfachkräfte, Ernährungsfachkräfte und Personal aus Hauswirtschaft und Pflege. Die Veranstaltung war mit etwa 40 Personen ausgebucht.

Mai 312016
 

IMG_0241Da Bauchgrimmen und Blähungen sehr häufig in den Ernährungsprotokollen von Patienten auftauchen und therapeutische Interventionen wie Darmsanierung oder Symbioselenkungen kostenintensiv sind und oft auf lange Sicht wirkungslos bleiben, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Grundernährung und das Ernährungsmuster des Patienten. So könnte der Grund unter anderem eine Dysbiose oder eine bakterielle Fehlbesiedlung sein. Doch wie wird der Unterschied erkannt? Können Pro- und Präbiotika helfen? Und welchen Sinn machen FODMAP oder glutenfreie Ernährung?

Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg stellte den Teilnehmern des Tagesseminars effiziente Ernährungsstrategien für diese Blähpatienten vor. Zusätzlich erhielten sie einen sehr ausführlichen und interessanten Einblick über die Warenkunde von Milchprodukten und vielen anderen auf dem Markt erhältlichen Lebensmitteln und deren möglichen Auswirkungen auf das Mikrobiom.

Auf Grund der sehr hohen Nachfrage wurde das Seminar zwei Mal durchgeführt. Es fand am 18. April und am 30. Mai 2016 in der AOK Schwerin statt. Es nahmen jeweils 18 Ernährungsfachkräfte teil.

Apr 282016
 

Am 14. April 2016 fand zum 3. Mal der Fachtag „Das 1×1 der Kinderernährung“ an der Hochschule Neubrandenburg statt. 100 Pädagoginnen und Pädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen sowie der Ernährungsfachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nahmen an der Veranstaltung teil. Mit den Fachvorträgen zur Kinderernährung, Vollverpflegung in den Kitas, Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten im Kindesalter und der Kennzeichnungspflicht in der Gemeinschaftsverpflegung bekamen die Teilnehmer einen umfassenden und aktuellen Einblick Rund um die Ernährung der Kinder. Im Anschluss der Fachvorträge stellte Prof. Dr. Jörg Meier Hintergründe und praxisnahe Konzepte vor, wie in Kindertageseinrichtungen der Genuss von Lebensmitteln mit allen oder auch gezielt nur mit einzelnen Sinnen erlebbar gemacht werden kann.

Die Fachvorträge stehen unter folgendem Link zum Download bis Ende Mai zur Verfügung.

http://www.dgevesch-mv.de/index.php?id=28

Jan 272016
 

Ernährungsmitbedingte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Adipositas, Diabetes mellitus und einige Tumorkrankheiten, nehmen weltweit zu. Ihnen kann nur adäquat begegnet werden, wenn sie als physische und soziale Probleme gleichermaßen verstanden und interdisziplinär bearbeitet werden. Der Wissenschaftliche Kongress der DGE hat das Ziel, unterschiedliche disziplinäre Perspektiven der Natur- und Sozialwissenschaften mit Blick auf Ernährung zu integrieren. Mit dem Thema: „Der Mensch ist, was er isst – Ernährung als integratives Forschungsgebiet der Natur- und Sozialwissenschaften“ soll vom 2.-4. März 2016 an der Hochschule Fulda die interdisziplinäre Ernährungsforschung gestärkt werden und zu effektiven Lösungen für die Gesundheitsprobleme der Bevölkerung beitragen.

Continue reading »

Nov 042015
 

Am 29. Oktober 2015 fand im Hotel Sportforum in Rostock die DGE-Regionalveranstaltung zum DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen statt. An der Veranstaltung nahmen 60 Personen teil.

Bettina Wegener, aus dem Referat Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung der DGE, stellte die in dem Standard festgelegten Kriterien für ein vollwertiges Speisen- und Getränkeangebot und die Anforderungen an die Rahmenbedingungen vor.

Im darauf folgenden Vortrag berichtete Hauke Stalmann, Küchenleiter des Altenpflegeunternehmens domino-world in Berlin über die Erfahrungen und Ergebnisse während der Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards. Das Haus Club Tegel von Domino World hat 180 Einwohner und 5 Mitarbeiter in der Küche. Seit 2011 hat das Haus die Fit im Alter-PREMIUM-Zertifizierung für zwei Menü-Linien.

Innerhalb eines Jahres mit intensiver Projektarbeit und ohne Hilfe eines Mentors hat das Team um Hauke Stalmann die Zertifizierung in Eigenregie umgesetzt. So erstellten sie eigenständig die Rezepturen für zwei Menülinien und die dazugehörende Nährwertberechnung. Die Hinterlegung jeden Gerichts mit einer genauen Rezeptur hat einige Vorteile. So ist beispielsweise die Produktion einheitlicher Gerichte unabhängig vom jeweiligen Koch möglich. Außerdem kann bedarfsgerechter produziert werden, die Gerichte haben einen Wiedererkennungseffekt und der Einkauf ist wesentlich erleichtert. Continue reading »

Okt 012015
 

 Am 17. September 2015 fand an in der Zeit von 10:00-17:00 Uhr das Seminar: „Die Bedeutung des Ernährungsmanagements in der Behandlung von Essstörungen“ statt. Das Ernährungsmanagement ist ein komplexer Bereich bestehend aus therapeutischer Tischbegleitung, „Ruheraum“, Essprotokolle, Gewichtsvereinbarungen, Wiegen und Lehrküche mit dem Therapieziel ein angemessenes Essverhalten wieder aufzubauen. Die Referentin Dr. Sylvia Beisel, Leitende Psychologin der Salus Klinik Lindow, stellte praxisnah und mit vielen Fallbeispielen vor,wie z.B. Vereinbarungen von Essmengen geschlossen werden, welche Aufgaben der Therapeut am Mahlzeitentisch hat, wie ein Essprotokoll ausgewertet wird oder wie ein Expositionstraining in Küche verlaufen kann.

Die 22 Seminarteilnehmer bekamen einen umfassenden Eindruck aus der Praxis und  nutzten die Gelegenheit Fallbeispiele vorzustellen, die dann in der Seminargruppe bearbeitet wurden.

Sep 292015
 

Am 29.09.2015 fand im Schweriner Schloss die 18. Ernährungsfachtagung der DGE Sektion MV „Alarm im Darm – Das Mikrobiom im Fokus der Ernährungstherapie“ statt. Mit 140 Teilnehmern war die Veranstaltung komplett ausgebucht.

Die Veranstaltung begann mit dem Vortrag: „Der Einfluss der intestinalen Mikrobiotika auf die Gesundheit“ von  Dr. Maike Groeneveld. Fragen zum Aufbau des Mikrobioms, welche Faktoren das Mikrobiom beeinflussen und welche Wechselbeziehungen es zwischen dem Mikrobiom und der Gesundheit gibt, wurden anschaulich beantwortet.

Das Mikrobiom ist ein offenes Ökosystem mit ca. 100 Billionen Mikroorganismen. Ein gesundes Mikrobiom hat eine möglichst hohe Diversität bzw. es beinhaltet  möglichst viele verschiedene protektive Bakterienkulturen. .  Protektive Bakterien sind meist gram-positiv. Außerdem bauen sie Kohlenhydrate ab und bilden kurzkettige Fettsäuren, vor allem Butyrat. Des Weiteren synthetisieren sie Vitamine, stabilisieren die Darmbarriere und regulieren das Immunsystem.  Schädliche Bakterien hingegen sind eher gram-negativ, bilden Lipopolysaccharide, fördern Entzündungen, bauen Proteine ab und bilden Toxine. Ein gesundes Mikrobiom enthält z. B. ca. 3% der Bakterienart Akkermansia muciniphila. Diese Bakterien leben in der Schleimschicht des Darms, regen diese Zellen zur Schleimbildung an und stärken somit die Darmbarriere. In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass bei Personen mit Diabetes mellitus und Adipositas das Mikrobiom mit weniger protektiven Bakterien besiedelt ist als bei gesunden Personen mit normalem BMI. Es überwiegen die gram-negativen Bakterien, die den Lipopolysaccharidspiegel steigen lassen. In Folge dieser chronischen Inflammation sinkt die Insulinsensitivität.

Die Ernährung ist eine der größten Einflussfaktoren auf die Zusammensetzung und Aktivität des Mikrobioms. Dr. Maike Groeneveld zeigte anhand von Studien wie  die Nährstoffrelation (Anteil von Kohlenhydraten, Fett und Proteinen), sowie der Anteil an Ballaststoffen, sekundäre Pflanzenstoffen und fermentierten Lebensmitteln, das Mikrobiom verändern. Als Ernährungsempfehlung für ein gesundes Mikrobiom lässt sich zusammenfassend sagen, dass besonders auf den Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse,Vollkornprodukte und fermentierte Lebensmittel geachtet werden sollte, da diese unter anderem das Wachstum der protektiven Bakterien wie z. B.  Bifidobakterien fördern. Da bestimmte Zusatzstoffe wie z. B. Süßungsmittel die Anzahl der Akkermansia muciniphila senken, sollten unverarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden. Zusätzlich sollte auf eine gute Lebensmittelhygiene beachtet werden, um aggressive Bakterien wie Campylobacter jejuni zu meiden, da diese die Entstehung des Reizdarmsyndroms begünstigen. Continue reading »

Jan 292015
 

In Kooperation mit dem Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg lädt die DGE zum 52. Wissenschaftlichen Kongress nach Halle (Saale) ein. Vom 11.-13. März 2015 werden Fragen und Diskussionen rund um das Thema „Ernährung und Umwelt – Determinanten unseres Stoffwechsels“ im Mittelpunkt stehen.

Das Kongressprogramm umfasst neben Plenarvorträgen 71 Vorträge und 122 Posterpräsentationen zu verschiedensten ernährungswissenschaftlichen Themen. Minisymposien verschiedener DGE-Fachgruppen, zur Nationalen Verzehrsstudie, zum EFSA Focal Point sowie eine Informationsveranstaltung zu Karrieremöglichkeiten für Ernährungswissenschaftler runden die Veranstaltung ab.

 

Nov 112014
 

Am 16.10.2014 hatte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung-Sektion MV zu ihrer 17. Ernährungsfachtagung „Wenn die Seele hungert – Essstörungen im Fokus“ in das Rathaus Rostock eingeladen. Die Veranstaltung fand unter Schirmherrschaft des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in MV und in Kooperation mit dem „Gesunde Städte-Projekt Hansestadt Rostock“ statt. Wie wichtig das Thema Essstörung ist, zeigte die hohe Anzahl der Teilnehmer, die aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern kamen. Rund 140 Teilnehmer, wie Mediziner, Ernährungsfachkräfte, Psychotherapeuten, Lehrkräfte, Schüler und Studenten, sowie Bildungs- und Entscheidungsträger in Verwaltungseinrichtungen und Ministerien, folgten der Einladung.  Continue reading »

Okt 132014
 

Am 6. Oktober fand  auf Grund der hohen Nachfrage im April zum zweiten Mal das Seminar „Adipositas-Chirurgie: Ernährungstherapie vor und nach der Operation“ statt. An dieser Fortbildung nahmen 18 Ernährungsberater aus MV und angrenzenden Bundesländern teil.

Die Teilnehmer erhielten in diesem Seminar einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Operationsmethoden, mit ihren möglichen Problemen und Therapieverläufen und den entsprechenden Ernährungstherapien. Es wurde deutlich gemacht, wie wichtig die Begleitung des Patienten durch ein multiprofessionelles Team ist, um den Patienten beim Erlernen den neuen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu unterstützen. Anhand von Fallbeispielen konnten die Teilnehmer sich in Beratungssituationen ausprobieren und ihr erlerntes Wissen anwenden. Weitere wichtige Themen waren:

• Zielsetzung der Klienten, der Adipositas-Zentren und der Krankenkassen

• Chancen eines multimodalen Konzeptes bzw. der interdisziplinären Beratung: Bewegung, Ernährung und Psychologie

• Qualitäts-und Erfolgsparameter

• Leitlinien der Fachgesellschaften

• Einsatz von Spurenelementen

• Nachsorge und Selbsthilfe