Apr 092015
 

DGE unterstützt Forderungen des WWF nach verringertem Fleischverzehr

(dge) Eine Umstellung des Ernährungsverhaltens kann erheblich zum Klimaschutz beitragen. Der World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF) ging in einer Studie der Frage nach, welche Auswirkungen unsere Lebensmittelauswahl auf den globalen Ressourcenverbrauch sowie das Treibhauspotenzial hat. Insbesondere eine fleischbetonte Ernährung kann dazu beitragen, dass naturbelassene Regionen in Agrarland umgewandelt, die Artenvielfalt der Erde gemindert und wichtige Lebensräume zerstört werden, so die Studienergebnisse des WWF, die er am 1. April 2015 in Berlin vorstellte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) begrüßt die Offensive zum verringerten Fleischverzehr und spricht sich sowohl aus Gründen der Gesundheitsförderung als auch der Nachhaltigkeit für einen geringeren Verzehr von Fleisch, Fleischwaren und Wurst aus.  Continue reading »

Mrz 242015
 

(dge) Über die Zusammenhänge zwischen der Zufuhr von Fett und dem Risiko für bestimmte Krankheiten ist schon immer viel spekuliert worden. Die evidenz-basierte Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) geht der Frage nach, welchen Einfluss die Zufuhr von Nahrungsfett und Fettsäuren auf die Entstehung der chronischen Krankheiten Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipoproteinämie, Hypertonie, Metabolisches Syndrom, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall sowie Krebskrankheiten hat. Die aktuelle 2. Version der erstmals Ende 2006 erschienenen Leitlinie bestätigt im Wesentlichen die bekannten lebensmittelbezogenen Empfehlungen: Für die Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten spielen sowohl die Menge des verzehrten Fettes als auch die Qualität eine entscheidende Rolle. Continue reading »

Feb 182015
 

DGE veröffentlicht 2. Auflage der „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“

(dge) Die neue Auflage der „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ enthält neben redaktionellen Korrekturen die aktualisierten Referenzwerte für die Zufuhr von Energie, den Vitaminen Thiamin, Riboflavin, Niacin, Vitamin C und dem Mineralstoff Selen. Für diese Kapitel wurden die Texte komplett neu strukturiert und inhaltlich überarbeitet. Die Basis für die Ableitung der Referenzwerte wurde überprüft und gegebenenfalls geändert.

Mit der 2. Auflage liegen die Inhalte des bekannten Werks in einem neu gestalteten Ringordner als Loseblattsammlung vor. So sind zukünftig einzelne Kapitel austauschbar, bei denen sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse Änderungen ergeben. Der Ringordner enthält neben den Referenzwerten für die Zufuhr der Nährstoffe auch die Erläuterungen der Ableitung der Referenzwerte sowie Hintergrundinformationen zu den Nährstoffen.

Seit dem Jahr 2000 geben die wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE), Österreich (ÖGE) und der Schweiz (SGE) die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr gemeinsam heraus. Sie bilden die Basis für die praktische Umsetzung einer vollwertigen Ernährung. Derzeit erfolgt eine fortlaufende Überarbeitung der Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr in Zusammenarbeit mit Experten bzw. in Arbeitsgruppen sowie in Abstimmung mit den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Nach Vitamin D im Jahr 2012 sowie Calcium und Folat im Jahr 2013 liegen nun fünf weitere Nährstoffe und Energie umfassend inhaltlich überarbeitet vor. Weitere Überarbeitungen von Nährstoffen werden folgen und als Ergänzungslieferungen erhältlich sein.

Der Ringordner „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ ist unter der Artikel-Nr. 120012 (ISBN 978-3-88749-242-7) zum Preis von 35,00 EUR zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService, www.dge-medienservice.de, Tel.: 0228 9092626, Fax. 0228 9092610, E-Mail: info(at)dge-medienservice.de erhältlich.

Apr 162014
 

„Die Nährwerttabelle“ liefert umfassende Daten zu den in Deutschland am häufigsten verzehrten ca. 1300 Lebensmitteln und Gerichten. Neben den Gehalten an Energie, Protein, Fett, Fettsäuren und Cholesterol, Kohlenhydraten und Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen finden sich Angaben zur Energiedichte sowie zu üblichen Portionsgrößen. Erstmalig wird für sämtliche Lebensmittel zusätzlich zum Natriumgehalt auch der Kochsalzgehalt angegeben. Für ausgewählte Lebensmittel informieren Übersichtstabellen über die Gehalte an Lactose, Fructose, Purin und Jod sowie an trans-Fettsäuren. Ergänzend sind die aktuellen Empfehlungen der DGE für die Umsetzung einer vollwertigen Ernährung aufgeführt. Für die 3. Auflage der Tabelle wurden alle Nährstoffangaben aktualisiert und die neuen Referenzwerte der DGE für Vitamin D, Folat und Calcium berücksichtigt.

Inhaltlich haben sich gegenüber der 2. Auflage folgende Änderungen ergeben:

–       Erstmalig wird für sämtliche Lebensmittel zusätzlich zum Natriumgehalt auch der Kochsalzgehalt angegeben; daher ist die Übersichtstabelle zu Kochsalz überflüssig und wurde gestrichen.

–       Neu ist die Übersichtstabelle zum Puringehalt ausgewählter Lebensmittel.

Die Nährwerttabelle (Format 22 x 14 cm, 144 S., Art.-Nr. 120240) kann zum Preis von 9,90 € zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService bestellt werden:

DGE-MedienService

www.dge-medienservice.de

Feb 012013
 

(dge) „Die Deutschen verbrauchen seit dem Jahr 2000 mehr Gemüse. Der Verbrauch steigt um 1,1 kg pro Kopf und Jahr. Diesen positiven Trend begrüßen wir sehr. Er dürfte zu einer besseren Versorgung mit einigen Vitaminen sowie mit sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen beitragen.“ So lautet ein Fazit von Prof. Helmut Heseker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), zu den Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch im Ernährungsbericht 2012 auf einer Pressekonferenz in Berlin. Dem steht allerdings ein Rückgang beim Obstverbrauch von 800 g pro Kopf und Jahr gegenüber, der Getreideverbrauch steigt mit 1,2 kg nur noch verhalten. „Um das gesundheitsfördernde Potenzial einer Ernährung mit reichlich pflanzlichen Lebensmitteln auszuschöpfen, sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher bei Gemüse und Obst sowie Getreide aus dem vollen Korn noch mehr zugreifen“ betont Heseker. So können Menschen dem Ziel näher kommen, täglich 5 Portionen Gemüse und Obst zu essen und mindestens 30 g Ballaststoffe aufzunehmen. Der Verbrauch von Fleisch ist in den letzten Jahren konstant, lediglich der Verbrauch von Geflügelfleisch steigt um ca. 120 g. Damit essen die Deutschen nach wie vor zu viel Fleisch. Mehr als 300 bis 600 g pro Woche sollten es nicht sein.