Mrz 042021
 

Kostenfreier DGE-Folder „Essen, wenn andere schlafen“ gibt Tipps für gesundheitsfördernde Verpflegung


Flyer: Essen wenn andere schlafenArbeiten, wenn andere schlafen: Das betrifft in Deutschland laut Eurostat 16 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren, die im Wechselschichtmodell arbeiten. Dazu zählen zum Beispiel Pflegekräfte, medizinisches Personal, Beschäftigte in der Produktion oder Polizei- und Feuerwehrpersonal. Nicht nur das Arbeiten, auch das Essen, wenn andere schlafen, ist eine Höchstleistung für den Körper. Es ist gegen den natürlichen Rhythmus und kann daher langfristig Folgeerkrankungen mit sich ziehen. Wie die Verpflegung bei Nacht- oder Schichtarbeit trotzdem gesundheitsfördernd gelingen kann, darüber gibt die Neuauflage des DGE-Folders: „Essen, wenn andere schlafen“ Auskunft. Der Folder informiert auf der Basis aktueller, ausgewerteter Studien und leitet Empfehlungen dazu ab – je nachdem, ob Mahlzeiten in die Frühschicht, Spätschicht oder Nachtschicht fallen. Neben Tipps zeigt er leicht umsetzbare Rezeptvorschläge.

Nachts zu essen bedeutet: Blutdruck, Atmung und Herzschlag müssen aktiv wie am Tag sein, obwohl Puls, Verdauung und Stoffwechsel normalerweise im Schlafmodus sind. Mehrfache Schichtwechsel erschweren zudem regelmäßige Mahlzeiten. Zu den Rhythmusänderungen gehört auch, dass sich Schichtarbeitende an freien Tagen wieder umstellen, um Zeit für Familie und Freunde zu haben. Das bringt den Körper erneut aus dem Takt. Häufige Folgen sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Völlegefühl sowie Verstopfung. Als mögliche langfristige Folgen drohen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 oder Adipositas.

Auch jahrelanger Schichtwechsel ändert den natürlichen Rhythmus nicht

„Da sich der Verdauungstrakt normalerweise nachts im Ruhezustand befindet und auf schwer Verdauliches nicht eingestellt ist, sollte besonders die Mahlzeit in der Nachtschicht möglichst leicht sein“, rät Susanne Leitzen, DGE-Expertin für Betriebsverpflegung des Fachbereichs „JOB&FIT – mit Genuss zum Erfolg“. Das ändert sich auch dann nicht, wenn Berufstätige jahrelang Schichtdienst leisten. Weiterhin sind die Portionsgröße und Menge entscheidend. Empfehlenswert sind vor allem leichte Gemüsesuppen, Sandwiches oder Wraps, die sich an Snack-Portionen orientieren – am besten bis Mitternacht. In der zweiten Nachthälfte ist es vorteilhaft, Mahlzeiten zu vermeiden oder auf einen kleinen Snack auszuweichen. Damit das Hungergefühl nicht im Schlaf kommt, ist alternativ ein Frühstück nach der Nachtschicht ratsam.

Der 12-seitige Folder steht kostenfrei zum Download zur Verfügung oder kann gegen Versandkostenpauschale im DGE-Medienshop bestellt werden. Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen von „JOB&FIT“, einem Teil des Projekts „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

Feb 252021
 
Essensausgabe Kantine

Foto: © DGE/iStock_zoranm

Wie lassen sich Aktionen zur Gesundheit mit der Verpflegung in Betrieben erfolgreich verknüpfen? Das zeigt ein Online-Workshop des DGE-Projekts IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung Entscheider*innen in Unternehmen und Institutionen am 25. März. Das Ziel: das Team so zu verpflegen, dass Gesundheit, Klima und Umwelt davon nachhaltig profitieren.

Immer schnellere Abläufe in Wirtschaft und Gesellschaft fordern Betriebe und Beschäftigte heraus. Wer dauerhaft gesund ist und es bleibt, ist eher im Vorteil. Längst hat sich durchgesetzt, dass sich Investitionen in das betriebliche Gesundheitsmanagement auszahlen. Eine gesundheitsfördernde Verpflegung ist dabei ein wichtiger Baustein. Ein Apfel als Pausensnack reicht hier nicht. Die optimale Verpflegung umfasst deutlich mehr: Mitarbeitende sollten beispielsweise die Möglichkeit haben, gesundheitsfördernde Speisen in der Betriebsverpflegung zu wählen.

Doch woran sollte sich die optimale Verpflegung orientieren? Der neu aufgelegte DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung hilft bei der praxisgerechten Umsetzung. Er vermittelt, was Küchenpersonal, Gäste und Entscheider*innen dazu wissen müssen. Der DGE-Qualitätsstandard ist inzwischen die zentrale wissenschaftlich verlässliche Grundlage, die bundesweit als Referenz genannt wird, wenn es um die Verpflegungsqualität geht. Im Zentrum stehen Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Viele Vorteile für Unternehmen und Beschäftigte

Unternehmen können damit ihre Betriebsverpflegung zu einem Aushängeschild machen. Denn auch das hilft, Arbeitskräfte zu binden und neue leichter zu gewinnen. Zudem können Betriebe damit zeigen, dass ihnen das Wohlergehen künftiger Generationen, die Gesundheit, die Ökologie und das Tierwohl am Herzen liegen. Diese Dimensionen sind Grundlage des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Betrieben.

Wie sich das alles im eigenen Unternehmen Schritt für Schritt einbeziehen lässt, darüber informiert die DGE in einem kostenfreien Online-Workshop für Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement am 25. März. Der Workshop bietet zudem die Möglichkeit sich zu vernetzen, Ideen zu entwickeln und sich mit anderen Verantwortlichen auszutauschen.

Zur Anmeldung: hier

Feb 252021
 

Wissenschaftlicher Kongress im Onlineformat mit 750 Teilnehmenden


Vergangenen Freitag endet der 58. Wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit dem Titel: „Ernährung heute – individuelle Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung“. Rund 750 internationale Teilnehmende besuchten die Online-Tagung mit 40 Vorträgen und 62 Posterpräsentationen zu aktuellen Forschungsergebnissen vom 17. bis 19. Februar 2021. Die Veranstaltung richtete sich sowohl an den wissenschaftlichen Nachwuchs als auch an erfahrene Wissenschaftler*innen. Die DGE veranstaltete den Kongress in Kooperation mit dem Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

„Das außerordentlich große Interesse an gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Ernährungsbereich zeigt uns, dass wissenschaftliche Fakten mehr denn je benötigt werden, um die Gesundheit der Bevölkerung unter nachhaltigen Aspekten langfristig zu fördern und zu erhalten. Mit diesem Kongress fördert die DGE die Wissensentwicklung und -verteilung. Sie sorgt dafür, dass sich Wissenschaftler*innen vernetzen, Fakten austauschen sowie Strategien diskutieren und ausloten“, sagte DGE-Präsident Prof. Dr. Jakob Linseisen zum Abschluss des 58. DGE-Kongresses.

Am ersten Kongresstag verlieh DGE-Vize-Präsident Prof. Dr. Bernhard Watzl, den mit 5.000 Euro dotierten Hans Adolf Krebs-Preis für besondere Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Ernährungs-und Lebensmittelwissenschaft an Dr. Yanislava Karusheva vom Deutschen Diabetes-Zentrum. Die Medizinerin erhielt die Auszeichnung für ihre im American Journal of Clinical Nutrition erschienene Originalarbeit zum Thema „Short-term dietary reduction of branched-chain amino acids reduces meal-induced insulin secretion and modifies microbiome composition in type 2 diabetes: a randomized controlled crossover trial“.

DGE-Präsident Prof. Jakob Linseisen würdigte am zweiten Kongresstag Dr. Eva Leschik-Bonnet und Prof. Michael Krawinkel für ihre langjährigen Verdienste und herausragendes Engagement. Er verlieh ihnen im Namen der DGE-Mitgliederversammlung die DGE-Ehrenmitgliedschaft.

Posterpreise – DGE und Ernährungs Umschau fördern junge Wissenschaftler*innen

Am letzten Kongresstag lobte Prof. Dr. Stefan Lorkowski, Wissenschaftlicher Leiter des DGE-Kongresses, gemeinsam mit Stella Glogowski, Redaktion Ernährungs Umschau, unter allen angenommenen Abstracts insgesamt fünf Posterpreise aus. Die drei Posterpreise der DGE, die mit jeweils 100 € und einem Jahresabonnement der Ernährungs Umschau dotiert sind, gingen an:

  • Theresa Jeremias, Universität Hohenheim
  • Linda Tschanz, ETH Zürich
  • Martin Schubert, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die beiden Posterpreise der Ernährungs Umschau erhielten:

  • Carolina Diana Rossi, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)
  • Mareike Krämer, Hochschule Fulda

Alle prämierten Arbeiten stellt die Zeitschrift Ernährungs Umschau in einer der nächsten Ausgaben vor. Mit den Posterpreisen zeichnet die DGE herausragende Beiträge aus, die sowohl in der Gestaltung des Posters als auch im experimentellen Ansatz der Studie und der Relevanz der Ergebnisse überzeugen.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich DGE-Präsident Linseisen bei den Kongress-Teilnehmenden und lud zur nächsten Veranstaltung – dem Wissenschaftlichen Symposium der DGE zum Thema Mikrobiom und Ernährung am 29. September 2021 im Rahmen der 5. Bonner Ernährungstage ein.

Feb 112021
 

Empfehlungen für ein nährwertoptimiertes Essensangebot in der Kita

In dem kürzlich gestarteten Projekt Start Low entwickeln und überprüfen die Projektbeteiligten aus Wissenschaft und Praxis Maßnahmen, um den Einsatz und Verbrauch von Salz und Zucker im Essensangebot der Kitaverpflegung zu reduzieren und den Einsatz von Fett zu optimieren.

Das Ziel sind Empfehlungen für nährwertoptimierte Reformulierungen von Standardrezepturen und Ideen für Nudging-Maßnahmen zu entwickeln, auch um die Akzeptanz von nährwertoptimierten Speisen zu fördern.

Das bis Oktober 2023 angelegte Projekt ist ein Kooperationsmodell von Wissenschaft und Praxis. Die Projektkoordination obliegt der DGE im Referat Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung.

Gefördert wird Start Low vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Beteiligt an der Durchführung sind die Hochschule Albstadt-Sigmaringen (HSAS) und das Unternehmen Pro Care Management GmbH (PCM). Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

Feb 082021
 

DGE begrüßt die Förderung gesunder und nachhaltiger Ernährung

Die neue Vernetzungsstelle, die sich für eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährung für Senior*innen einsetzt, nahm im September 2020 ihre Arbeit auf. Gefördert wird sie mit rund 206.000 Euro vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Vernetzungsstelle soll die praktische Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung mit „Essen auf Rädern“ und in Senioreneinrichtungen in Schleswig-Holstein vorantreiben. Ziel ist es, Mitarbeitende in der Seniorenernährung zu schulen und Akteur*innen der Seniorenarbeit im Bereich der Ernährung besser zu vernetzen.

Da das Hunger- und Durstgefühl bei vielen älteren Menschen abnimmt und damit die Risiken für Mangelernährung oder Übergewicht steigen, ist ein bedarfs- und bedürfnisgerechtes Angebot für Senior*innen von großer Bedeutung. „Vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft in Deutschland wird es immer wichtiger, die Ernährungskompetenz älterer Menschen zu stärken. Die Verpflegungsqualität von „Essen auf Rädern“ und in Senioreneinrichtungen muss nach wissenschaftlichen Standards verbessert werden. Unsere DGE-Qualitätsstandards unterstützen hier praxisnah Verantwortliche für die Verpflegung“, sagt Kiran Virmani, DGE-Geschäftsführerin.

Damit fördert die DGE die Gesundheit von Senior*innen. Sie unterstützt sie dabei, ihre Lebensqualität zu erhalten, gegebenenfalls auch dabei, länger zu Hause leben zu können. Denn Essen und Trinken spielen hierfür und auch hinsichtlich der sozialen Teilhabe von Senior*innen eine entscheidende Rolle. Seit Jahren treibt die DGE das Thema Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung voran. Ihre kürzlich überarbeiteten DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in der Seniorenverpflegung leiten vom ersten Planungsschritt bis zur Essensausgabe und Entsorgung dazu an, eine gesundheitsfördernde Verpflegung zugleich umweltschonender und klimafreundlicher zu gestalten.

Mitarbeiter*innen der Vernetzungsstelle Schleswig-Holstein beraten, informieren und vernetzen Akteur*innen in der Seniorenarbeit. Sie verbessern damit die Ernährungskompetenz von Senior*innen, pflegenden Angehörigen und Verantwortlichen für die Verpflegung älterer Menschen. Die Mitarbeiter*innen der Vernetzungsstelle sind kompetente Ansprechpartner*innen, wenn es um die Qualität der Verpflegungsangebote in Senioreneinrichtungen und von mobilen Menüdiensten geht. Sie unterstützen in allen Fragen zur Verpflegungssituation von Senior*innen, die sich zu Hause oder in ambulanten Wohngemeinschaften selbst versorgen oder dort von Angehörigen betreut werden.

Ziel ist, die Qualität der Verpflegung zu verbessern. Hierfür sollen flächendeckend die DGE-Qualitätsstandards angewendet werden. Bereits in neun Bundesländern arbeiten die Vernetzungsstellen für Seniorenernährung daran, für diese Zielgruppe eine vollwertige, gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährung umzusetzen.

Feb 042021
 

DGE gibt Überblick zur aktuellen Studienlage – keine pauschale Empfehlung für eine Vitamin-D-Supplementation möglich

© VectorMine – stock.adobe.com

Vitamin D hat neben den zentralen Funktionen für die Knochengesundheit auch regulatorische Effekte auf das Immunsystem. Derzeit wird intensiv über den Nutzen von Vitamin D in der Prävention und Behandlung von COVID-19-Erkrankungen diskutiert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat in einer Fachinformation hierzu aktuell vorliegende Studien (Stand 11. Januar 2021) gesichtet und eingeordnet, die seit Beginn der Pandemie veröffentlicht wurden.

Tatsächlich lässt die aktuelle Studienlage einen potenziellen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Serumspiegel und einem erhöhten Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion bzw. für einen schweren COVID-19-Verlauf vermuten. Die Ergebnisse reichen jedoch nicht aus, um eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung nachzuweisen. Pauschal kann daher keine Empfehlung für eine Vitamin D-Supplementation gegeben werden, um einer SARS-CoV-2-Infektion vorzubeugen oder den Schweregrad einer COVID-19-Erkrankung zu verringern. Dies stützen auch die Aussagen anderer Fachinstitutionen wie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) oder des Robert Koch-Instituts (RKI).

Die Häufigkeit einer unzureichenden Versorgung mit Vitamin D in Deutschland ist jedoch hoch. Gerade in den Wintermonaten reicht in unseren Breitengraden die UVB-Strahlung für die Vitamin-D-Synthese in der Haut nicht aus. „Eine Supplementation von Vitamin D in Höhe des Referenzwerts von täglich etwa 20 µg (800 IE) kann daher zur Sicherstellung eines adäquaten Vitamin-D-Status erforderlich sein. Unter der Voraussetzung, dass ein kausaler Zusammenhang besteht, hätte ein adäquater Vitamin-D-Status einen präventiven Effekt auf das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion bzw. eines schweren COVID-19-Verlaufs“, sagt Prof. Dr. Jakob Linseisen, Präsident der DGE.

Bei Personen mit adäquatem Vitamin-D-Status von ≥ 50 nmol 25(OH)D/l im Serum ist bisher nicht nachgewiesen, dass die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates einen diesbezüglichen Zusatznutzen hat. Eine andauernde Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten (>100 µg/Tag) ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Nierensteinen, Nierenverkalkungen sowie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems führen können.

Grundsätzlich empfiehlt die DGE eine adäquate Versorgung mit Vitamin D am besten durch die körpereigene Bildung durch Sonnenbestrahlung und über die Ernährung zu erreichen. Wenn das nicht ausreicht, sollten täglich Vitamin-D-Präparate in Höhe des Referenzwertes (20 µg/Tag) eingenommen werden. Höhere Dosierungen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung des individuellen Vitamin-D-Status erfolgen. Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel existieren derzeit weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene verbindliche Höchstmengen für den Vitamin-D-Gehalt.

Die ausführliche Einordnung der Studienergebnisse hat die DGE in der Fachinformation „Zum Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Zufuhr bzw. dem Vitamin D-Status und dem Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion sowie der Schwere des Verlaufs einer COVID-19-Erkrankung – ein Überblick über die aktuelle Studienlage“ (Stand 11. Januar 2021) veröffentlicht.

Feb 042021
 

Separate interaktive Checklisten zusätzlich herunterladbar

Broschüren

© DGE

Die aktualisierten Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind ab sofort auch als gedruckte Broschüren bestellbar. Die fünf Werke für die Lebenswelten Kita, Schule, Betrieb und Klinik sowie Senioreneinrichtungen inklusive „Essen auf Rädern“ sind die Basis für alle Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, die eine ausgewogene Teil- oder Vollverpflegung anbieten. Sie enthalten in der neuen Fassung noch mehr alltagsnahe Details und Hintergründe aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen, aufbereitet für die Praxis.

Die rund 90 bis 120 Seiten starken Broschüren haben je sechs Kapitel und als roten Faden zwei Leitgedanken: Ziel ist eine geschmackvolle Verpflegung, die dazu beiträgt, die Gesundheit und zugleich die Nachhaltigkeit zu fördern.

Das überarbeitete Layout mit strukturgebenden Elementen lotst das Lesepublikum leicht durch den Text. So markieren zum Beispiel Symbole ausgewählte Inhalte, damit diese auf den ersten Blick zu erkennen sind. Eine kleine Weltkugel verweist auf weitere Informationen im Internetangebot der DGE und darüber hinaus interessante Quellen. Textkästen lenken den Blick gezielt auf Kriterien zur optimalen Verpflegungssituation. Grafisch hervorgehobene Tipps regen dazu an, Lebensmittel wie z. B. Hülsenfrüchte, Fisch und Nüsse vielseitig und in jeder Lebenswelt kreativ einzusetzen. Ein grünes Blatt verweist auf besondere Aspekte der nachhaltigen Ernährung. Zentrale Begriffe sind erstmals in einem Glossar erklärt.

Die gesamten Kriterien zur Gestaltung der Verpflegung orientieren sich an der Prozesskette, um die Handhabe im Verpflegungsalltag von der Planung bis zur Essensausgabe und Entsorgung zu erleichtern. Alle Kriterien sind in den bewährten Checklisten zusammengefasst, die nun auch digital ausgefüllt werden können. Diese stehen jetzt als interaktive Dateien zum Download auf den Lebensweltseiten des DGE-Projektes „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ bereit.

Die DGE entwickelte die Qualitätsstandards im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Projekts „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ und hat sie unlängst einem Fachpublikum vorgestellt.

Auf den Webseiten der genannten Lebenswelten lassen sich die DGE-Qualitätsstandards als PDF-Datei mit Verlinkungen zu weiterführenden Informationen bereits seit Dezember 2020 herunterladen. Die gedruckten Fassungen sind über den DGE-Medienservice kostenfrei gegen Versandgebühr zu beziehen.

www.dge-medienservice.de

Jan 222021
 

Ernährung heute – individuelle Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung

Publikum eines VortragsVom 17.-19. Februar 2021 lädt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zusammen mit dem Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum 58. Wissenschaftlichen Kongress ein. Der jährliche Ernährungskongress findet erstmals online statt. Interessenten können sich ab sofort online registrieren und bis zum 10. Februar 2021 einen Frühbucherrabatt nutzen.

Unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Lorkowski, Prof. Dr. Anna Kipp und Prof. Dr. Lars-Oliver Klotz bietet das 2 ½-tägige Kongressprogramm eine Plattform zum wissenschaftlichen Austausch und Netzwerken. Über 100 Wissenschaftler*innen geben in 40 Vorträgen und 65 Postern einen Überblick zum derzeitigen Stand der Forschung der Ernährungswissenschaften und angrenzender Disziplinen. Im Mittelpunkt der Tagung und der Plenarvorträge steht die Frage, wie es gelingen kann das Wohlbefinden und die Gesundheit des Einzelnen, aber auch der Gesellschaft insgesamt in Einklang zu bringen und die Nachhaltigkeitsziele dabei nicht aus dem Blick zu verlieren. Prof. em. Dr. Hannelore Daniel aus München gibt einen Überblick zum Sachstand und die Perspektiven personalisierter Ernährung. Über die Bedeutung der Ernährung für eine nachhaltige Welt spricht Dr. Alexander Popp vom Potsdam Institute for Climate Impact Research. Peter von Philipsborn vom Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München hält einen Impulsvortrag zur Evidenz regulatorischer Maßnahmen und Nachhaltigkeitsaspekte in der Ernährung. Darin geht es u.a. auch um Aspekte, was Politik und Gesellschaft für eine gesündere und nachhaltigere Ernährung tun können.

Die DGE selbst präsentiert sich mit einem Minisymposium zum Thema: „Wie entstehen Aussagen der DGE? – Aus der Arbeit des Referats Wissenschaft.“ Weitere Minisymposien bieten die DGE-Fachgruppen zu aktuellen Ernährungsthemen wie Sarkopenie: Ist Muskel wichtiger als Fett? oder Stillförderung in Deutschland?! Status und Herausforderungen an. Die Fachgruppe Early Career Scientists präsentiert einen Science Slam. Die Kompetenzcluster der Ernährungsforschung Diet-Body-Brain, enable, NutriAct und nutriCARD stellen aktuelle Ergebnisse sowie partizipative Veranstaltungen in 2021 vor.

Der Kongress richtet sich an Studierende, Wissenschaftler*innen und Ernährungsfachkräfte aus Forschung und Praxis sowie Mediziner*innen, Vertreter*innen aus Verbänden, Unternehmen und Politik. Weitere Informationen und Anmeldung sowie das Programm zur Veranstaltung sind zu finden unter www.dgekongress.de

Jan 212021
 
DGExpertBildungseinrichtungen, die eine DGExpert-Bildungslizenz (Art.-Nr. 900240) besitzen, können für Studierende und Schüler*innen kostenlose Einzelplatz-Lizenzen bestellen. Die DGE vergibt sie ausschließlich an Bildungseinrichtungen wie Universitäten, Diätschulen und Fachhochschulen. Die Lizenzen sind für ein Jahr gültig.

Vor allem auch in der Corona-Pandemie, in der angehende Ernährungsfachkräfte vermehrt im Homeoffice tätig sind, unterstützt sie die DGE damit beim Erreichen der Studienziele.

In der Gemeinschaftsverpflegung erstellt DGExpert Speisepläne für verschiedene Einrichtungen wie Tageseinrichtungen für Kinder, Mensen oder für die Betriebsverpflegung sowie für Kliniken und Senior*inneneinrichtungen. Es deckt Aufgabenbereiche von der Speiseplanberechnung bis hin zur Beratung von Einzelpersonen und Gruppen ab. Das leistungsstarke Programm ist zudem intuitiv bedienbar.

Das Nährwertberechnungs-Programm DGExpert unterstützt in der Ernährungsberatung und -therapie, von der Anamnese über die Dokumentation bis hin zum Erstellen von Speiseplänen. Im Mittelpunkt des Programms steht die leistungsstarke Klient*innen-Verwaltung. Dazu zählt die zuverlässige Auswertung von Verzehrprotokollen. Durch eigene Einstellungen und individuelle Sammlungen bildet das Programm die Arbeitsumgebung der Nutzer*innen optimal ab. Im Mittelpunkt des Programms steht die praxisorientierte Klient*innen-Verwaltung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Herrn Klaus Schäbethal, E-Mail: schaebethal(at)dge.de .

Jan 082021
 

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) schreibt Forschungsvorhaben über Ernährungssituation armutsgefährdeter Familien aus

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlichte am 11. Dezember als zuständiger Projektträger die Bekanntmachung für ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben mit dem Titel „Multidisziplinäre Erhebung der Ernährungs- und Gesundheitssituation von Personen in armutsgefährdeten Haushalten mit Kindern“.

Das Forschungsprojekt soll auf 30 Monate angelegt sein und ist als Zuwendung auf Ausgabenbasis organisiert. Die Erstveröffentlichung der Forschungsergebnisse erfolgt in einem Kapitelbeitrag zum 15. DGE-Ernährungsbericht. Das Einreichen der Projektskizzen ist bis Montag, 1. Februar 2020, 12 Uhr, möglich.

Das BMEL gibt im Rahmen der Ausschreibung an, dass es weiterführende Erkenntnisse über das tatsächliche Ausmaß benötigt, in welchem armutsgefährdete Haushalte in Deutschland materielle und soziale Beeinträchtigungen im Bereich der Ernährung erfahren. Die Ergebnisse werden als Entscheidungshilfe gebraucht, um passgenauere ernährungsbezogene Unterstützungsangeboten zu gestalten und um diese für die Planung und Umsetzung zukünftiger Interventionen zu nutzen.

Alle weiteren Informationen zur Antragsstellung können der Bekanntmachung entnommen oder beim Projektträger BLE (ptble) erfragt werden: