Jan 172020
 

Zielgruppengerechte Wissenshappen

Fahnen der Internationalen Grüne Woche

© Messe Berlin GmbH

Die DGE und das Projekt „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ präsentieren sich mit ihren Themen und Medien auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 17. bis 26. Januar 2020 in Halle 23a. Gemäß dem Hallenmotto „Du entscheidest“ informieren sie über Möglichkeiten ausgewogener, gesundheitsfördernder und nachhaltiger Ernährung in den verschiedenen Lebenswelten und die Qualitätssicherung. Die DGE-Experten freuen sich auf die Gespräche und Fragen zur zeitgemäßen KiTa- und Schulverpflegung, zu Essen und Trinken in Kliniken, Senioreneinrichtungen sowie Betrieben.

Zum Auftritt gehört auch die Beteiligung am Rahmenprogramm der Halle 23a: So können beispielsweise ab 20. Januar 2020 Kinder und Jugendliche beim Schülerquiz ihr Wissen über Ernährung, Gesundheit und kluge Verpflegung testen. Beim Bühnenprogramm zeigen die Gemeinschaftsverpflegungs-Experten durch spannende Liveschalten in Senioreneinrichtungen und KiTas, dass eine gute Verpflegung funktionieren kann.

Wie Ernährungstrends aus den sozialen Medien wissenschaftlich zu bewerten sind, beleuchtet die DGE am Montag, den 20. Januar um 15.15 Uhr und am Dienstag, den 21. Januar um 16.15 Uhr im Talk auf der Bühne. Wissenschaftsjournalistin und Oecotrophologin Dr. Gunda Backes steht dort Rede und Antwort und serviert Moderatoren und Besuchern diese Informationen als leicht verdauliche Wissenshappen. Außerdem informiert sie, wie Verbraucher einen Ernährungsberater finden können und auf welche Qualifikationen sie achten sollten.

Weitere Presseinformationen zu Aktionen vom DGE-Projekt IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung

Dez 302019
 

DGE-Kommentar zu den Veröffentlichungen der NutriRECS-Gruppe

©janews094/Fotolia

[/caption] Unter dem Namen NutriRECS* ist eine neue Gruppe von internationalen, medizinisch orientierten Methodikern angetreten, Ernährungsempfehlungen abzugeben. Ende September 2019 trat sie mit ihrer Bewertung der gesundheitlichen Bedeutung eines (hohen) Konsums von rotem Fleisch und daraus hergestellten Fleischerzeugnissen an die Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Die Aussagen der NutriRECS Experten zum Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch – Implikationen für die Evidenzfindung im Ernährungsbereich?“kommentiert die DGE die Veröffentlichungen der NutriRECS-Gruppe zum Fleischverzehr.

*Nutritional Recommendations and Accessible Evidence Summaries Composed of Systematic Reviews

Dez 132019
 
Verpflegung eines Patienten

©didesign – stock.adobe.com

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes mellitus Typ 2, die zum großen Teil durch eine unausgewogene Ernährung ausgelöst werden. Die Ernährung beeinflusst auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Der ernährungsmedizinischen Versorgung kommt eine immer größere Bedeutung bei der Behandlung von Krankheiten zu.

Daher erfolgte jetzt eine grundlegende Neufassung des bisher in der Ernährungstherapie angewandten Rationalisierungsschema von 2004 durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM), in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM), dem Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e. V. (BDEM), der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG), dem Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) und dem BerufsVerband Oecotrophologie e. V. (VDOE). Gemeinsam haben die Autoren es sich zum Ziel gesetzt, auf Grundlage evidenzbasierter Leitlinien einen aktuellen Leitfaden für die praktische Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) zu verfassen. Der Leitfaden erscheint heute erstmals in der Aktuellen Ernährungsmedizin.

„Die Ernährung spielt nicht nur in der Prävention von Erkrankungen, sondern auch in der Therapie eine wichtige Rolle“, sagt Privatdozent Dr. med. Frank Jochum, Präsident der DGEM und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau. „Wissenschaftliche Studien belegen, dass die gezielte Ernährungsintervention im medizinischen Alltag bei vielen Erkrankungen eine vergleichbare Bedeutung hat wie die Verordnung krankheitsspezifischer Medikamente.“

Eine erfolgreiche Behandlung beruht nach Ansicht der Experten auf wissenschaftlich gesicherten Ernährungsempfehlungen. „Wir haben LEKuP entwickelt, um allen in der Klinik, Praxis und Pflege Tätigen eine einfache Orientierungshilfe für eine moderne ernährungsmedizinische Versorgung an die Hand zu geben“, erklärt Professor Dr. med. Hans Hauner, Institut für Ernährungsmedizin der TU München, für die DGE und als Sprecher der Autorengruppe. „Im Leitfaden sind die vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der DGE sowie – alternativ – die mediterrane oder vegetarische Kost als Grundkostformen definiert“.

„In unserem ursprünglichen Rationalisierungsschema wurden die Besonderheiten der Ernähnrungstherapie für bestimmte Krankheitsbilder dargestellt. Dies gilt nun in besonderem Maße auch für LEKuP, der spezifische Handlungsempfehlungen, zum Beispiel bei Nierenkrankheiten, bei Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei entzündlich-rheumatischen und orthopädischen Diagnosen oder bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen auflistet“, so Professor Dr. med. Gerd Bönner, Präsident der DAEM.

Die Empfehlungen im Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis richten sich an alle Verantwortlichen für die Ernährungstherapie und die Patientenverpflegung, insbesondere Ernährungsfachkräfte, Ärzte, Träger von und Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen, Verantwortliche in den Küchen, im Service, in der Therapie und in der Pflege. Der Leitfaden soll zudem eine Orientierung für Kostenträger im Gesundheitswesen darstellen.

Der Leitfaden kann hier abgerufen werden.

Nov 222019
 

22. Ernährungsfachtagung

 „Prävention, Prävention und noch einmal Prävention- das ist das einzige das hier hilft! “ so Prof. Dr. Domink Schulte vom UKSH Campus Kiel auf der 22. Ernährungsfachtagung am 21.11.2019 in Rostock. Bei starkem Übergewicht kommt es zu einer Einwanderung von Entzündungszellen in das Fettgewebe. Dies kann zu Insulinresistenz und Typ 2 Diabetes führen. Und zwar unbemerkt. Es gibt keine Schwellung, Rötungen oder Schmerzen, wie bei Entzündungsreaktionen mit bakteriellem oder viralem Ursprung.  Einmal angestoßen, läuft die Entzündungsreaktion immer weiter fort. Zwar lasse sich durch eine Gewichtsreduktion für eine gewisse Zeit eine Remission erreichen, aber die Entzündungsreaktion werde nicht gestoppt. Auch bei Patienten mit bariatrischen Eingriffen wurde keine Verringerung der Entzündungen beobachtet. Deshalb ist es so wichtig, dass starkes Übergewicht von Anfang an verhindert wird.  

Aber nicht nur in den Fettzellen, sondern auch in anderen Organen laufen entzündliche Prozesse ab. So wurden auf der 22. Ernährungsfachtagung in spannenden und informativen Vorträgen die Leber, die Bauchspeicheldrüse und der Darm genauer  betrachtet. Wie kommt es zu den Entzündungen und welche Möglichkeiten und Grenzen hat die Ernährungstherapie. Es zeigt sich jedoch immer wieder deutlich, dass im Praxisalltag die Ernährungstherapie nicht ausreichend in Anspruch genommen wird. Hier sind nun Politik und Kostenträger gefragt, um diesen wichtigen Part der Ernährung effektiv und präventiv besser umzusetzen.

An der Veranstaltung nahmen 120 Fachkräfte aus dem Bereich der Ernährung und Gesundheit teil.

Okt 292019
 
Ringordner „ICH nehme ab“Ernährungsfachkräfte aufgepasst: Ab sofort erhalten Sie den Ringordner „ICH nehme ab“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zum Vorzugspreis von 20,00 Euro (zzgl. Versand) anstatt 35,00 Euro. Es handelt sich um die 6. Auflage (8. unveränderter Nachdruck). Im nächsten Jahr legt die DGE einen korrigierten Nachdruck auf, der Layout- und Formulierungsänderungen enthält. Der grundsätzliche Aufbau und der Inhalt dieses bewährten Mediums werden sich aber nicht wesentlich ändern.

Der Ringordner enthält ein wissenschaftlich basiertes Gewichtreduktions-Programm in zwölf Schritten, ein Ernährungstagebuch, ein Notizblock und eine Broschüre mit Rezepten. Das Programm „ICH nehme ab“ ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Es richtet sich an mäßig übergewichtige Personen (BMI 25 – 30 kg/m²), die keine Komorbiditäten aufweisen, sowie nach ärztlicher Rücksprache auch an Menschen mit Adipositas Grad I.

Ziel des Programms ist es das Körpergewicht schrittweise und nachhaltigzu senken, und eine vollwertige Ernährungsweise gemäß den Empfehlungen der DGE umzusetzen. Das Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt neben ernährungsphysiologischen und psychologischen Aspekten auch Bewegung und Entspannung. In 12 Schritten werden Teilnehmende durch das Programm begleitet und u. a. bei der Analyse ihres Essverhaltens unterstützt.

Das Angebot gilt solange der Vorrat reicht.

Okt 292019
 

 „Am liebsten würde ich gleich zu meinen Patienten fahren und mit der Umsetzung der neuen Erkenntnissen und Ideen beginnen“, so der abschließende Kommentar einer Teilnehmerin aus dem Seminar Diarrhoe & imperative Stühle vom 25.10.2019 in Schwerin.

Ein weicher, flüssiger Stuhl und unvorhergesehene, plötzliche Stuhlentleerungen verunsichern Patienten. Diese Ereignisse beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen und haben massivste Auswirkungen auf das Essverhalten. Daher spielt hier die Ernährungstherapie neben der medikamentösen Begleitung eine sehr wichtige Rolle. Die Diplom Oecotrophologin Christiane Schäfer schärfte wieder den Blick für die unterschiedlichen physiologischen und pathophysiologischen Verdauungsprozesse, die hinter diesen Stuhlunregelmäßigkeiten stehen und durchleuchtete die unterschiedlichen ernährungstherapeutischen Tools in ihrer Wirkung und Anwendung. An dem ausgebuchten Seminar nahmen 27 Ernährungsfachkräfte teil.

Okt 182019
 

DGE-Referat Fortbildung bietet umfangreiches Programm an

Die DGE bietet Ernährungsfachkräften im kommenden Jahr wieder ein interessantes Fort- und Weiterbildungsprogramm. An den Standorten Bonn, Esslingen, Stuttgart, Friedrichsdorf und München werden über 30 Seminare angeboten. Die Anmeldung ist hier ab sofort möglich.

Vermittelt werden sowohl ernährungstherapeutische Themen wie Lebensmittelallergien und -intoleranzen, das Reizdarmsyndrom oder FODMAPs-arme Ernährung als auch präventive Aspekte wie Module zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement oder Essen bei Schichtarbeit. 

Das DGE-Referat Fortbildung ist zertifiziert nach „Lernerorientierter Qualitätstestierung in der Weiterbildung“ (LQW). Mit dem LQW-Qualitätssiegel verfügt die DGE über ein anerkanntes Qualitätstestierungsverfahren. Dadurch sind DGE-Fortbildungen in zahlreichen Bundesländern als Bildungsurlaub anerkannt.

Die Termine für die Fortbildungen der DGE Sektion M-V werden auf dieser Internetseite (www.dge-mv.de) unter Fortbildungen veröffentlicht.

Okt 182019
 

Auswertung der nutritionDay-Daten für den 14. DGE-Ernährungsbericht zeigt Handlungsbedarf


(dge) In deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind bis zu 30 % der Patienten und bis zu 25 % der Bewohner mangelernährt. Dies ergab die Auswertung der nutritionDay-Daten, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) als Vorveröffentlichung zum 14. DGE-Ernährungsbericht1 herausgibt.

Während international zahlreiche Studien zur Ernährungssituation in Kliniken und Pflegeheimen vorliegen, ist die Datenlage in Deutschland spärlich. Ziel des von der DGE und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) gemeinsam initiierten und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Vorhabens für den 14. DGE-Ernährungsbericht war es daher, die Ernährungssituation in deutschen Kliniken und Pflegeheimen zu bewerten und international zu vergleichen. Dafür wurden die von 2006 bis 2018 erhobenen nutritionDay-Daten zur Häufigkeit von Mangelernährung sowie zu bestehenden Versorgungsstrukturen in Kliniken und Pflegeheimen in Deutschland erstmals systematisch ausgewertet. „Die Ergebnisse zeigen deutlich Handlungsbedarf auf. Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind dringend erforderlich, um der Entwicklung von Mangelernährung vorzubeugen und bestehende Ernährungsprobleme angemessen zu behandeln“, sagt Prof. Dr. Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie hat das Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit nutritionDay Wien, DGEM und DGE durchgeführt.

Defizite bei Ernährungsstrukturen und Fachkompetenz

Im europäischen Vergleich schneiden deutsche Einrichtungen hinsichtlich standardmäßig vorhandener Ernährungsstrukturen deutlich schlechter ab: 2018 verfügten nur 10 % der deutschen Kliniken und 30 % der Pflegeheime über eine Diätassistenz, in den anderen teilnehmenden Ländern Europas waren es 63 % und 86 %. Ein Ernährungsteam bzw. eine Ansprechperson für Ernährung gab es in 58 % der Kliniken und 45 % der teilnehmenden Wohnbereiche in Pflegeheimen in Deutschland, in Europa waren es 82 % bzw. 71 %. Dabei zeigte sich, dass Ernährungsmaßnahmen wie die Gabe von angereicherter Kost oder Trinknahrung deutlich häufiger ergriffen wurden, wenn Ernährungsfachkräfte verfügbar und ein routinemäßiges Screening auf Mangelernährung etabliert waren. Ernährungsmaßnahmen wurden zwar mit zunehmender Schwere der Mangelernährung häufiger eingesetzt, dennoch erhielt selbst bei schwerer Mangelernährung nur ein Teil der Betroffenen eine Intervention. Mit abnehmender Essmenge und mit schlechter werdendem Ernährungszustand nahmen die Mortalität und im Krankenhaus auch die weitere Aufenthaltsdauer zu. Ein Viertel der teilnehmenden Stationen führte klinische Ernährung ohne Richtlinien oder Standards durch. Da am nutritionDay vermutlich vor allem ernährungsmedizinisch interessierte und engagierte Institutionen teilnehmen, ist davon auszugehen, dass sich die Situation in deutschen Kliniken und Pflegeheimen insgesamt noch schlechter darstellt.

Dringend notwendig: Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung

Um die Ernährungsversorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu verbessern, empfehlen die Autoren ernährungsmedizinische Leitlinien und Standards flächendeckend zu implementieren und umzusetzen. Die routinemäßige Erfassung der Ernährungssituation bei Klinikaufnahme sollte flächendeckend erfolgen, um Mangelernährung bzw. das Risiko dafür zu identifizieren. Um eine gute ernährungsmedizinische Versorgung sicherzustellen, ist qualifiziertes Personal – von ernährungsmedizinisch ausgebildeten Ärzten über Pflegekräfte bis zur Diätassistenz und interdisziplinären Ernährungsteams – in jeder Einrichtung in ausreichendem Umfang zwingend notwendig. Die ernährungsmedizinische Fachkompetenz ist auszubauen, z. B. indem ernährungsmedizinische Inhalte stärker in die Ausbildung von Gesundheitsberufen integriert werden. Als Grundvoraussetzung für eine bedarfsdeckende Ernährung muss ein hochwertiges, attraktives Essensangebot in Kliniken und Pflegeheimen zum Standard jeder Institution gehören. Das beinhaltet auch texturmodifizierte Kostformen sowie angereicherte Mahlzeiten mit hoher Energie- und Nährstoffdichte, um Menschen mit Mangelernährung bzw. Risiko für Mangelernährung eine ausreichende Energie- und Nährstoffaufnahme zu ermöglichen.

Für den 2020 erscheinenden 14. DGE-Ernährungsbericht stellt die DGE vorab die Ergebnisse einzelner BMEL-geförderter Forschungsvorhaben mit besonderer Aktualität vor. Das Kapitel 2 „Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland“ ist als Vorveröffentlichung zum 14. DGE-Ernährungsbericht online verfügbar.

Sep 262019
 

Neue DGE-Fachgruppe gestaltet Science Slam

Die neu gegründete DGE-Fachgruppe der „Early Career Scientists“ (ECS) möchte die Zukunft der DGE aktiv mitgestalten. Ihr Ziel ist es, neben der interdisziplinären Vernetzung junger Wissenschaftler*innen, den wissenschaftlichen Austausch zwischen Early Career Scientists im In- und Ausland zu fördern. Die neue DGE-Fachgruppe besteht aus Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und PostDocs. Sie versteht sich als Sprachrohr für die Interessen junger Wissenschaftler*innen innerhalb der DGE.

Die Ausrichtung eines Science Slams ist das erste Projekt, mit dem die ECS-Gruppe sichtbar wird. Im Rahmen des 57. DGE-Kongresses, der vom 11.–13. März 2020 in Jena stattfindet, bietet sie ihren Mitgliedern die Chance, eigene Arbeiten vor einem breiten Publikum zu präsentieren. Early Career Scientists aller Disziplinen sind eingeladen, sich auf einen der fünfminütigen Vorträge zu bewerben. Bis zum 1. November 2019 können sie per E-Mail (ecs(at)dge.de) ihre Abstracts einreichen. Insgesamt sind neun Vorträge zu vergeben.

Wenn Sie Mitglied der Early Career Scientists Group werden möchten, füllen Sie den Antrag zur Aufnahme in die Fachgruppe aus. Voraussetzung ist die DGE-Mitgliedschaft.

Sep 052019
 

Prof. Dr. Jakob Linseisen ist neuer DGE-Präsident

v.l.n.r: Prof. Dr. Britta Renner, Prof. Dr. Jakob Linseisen und Prof. Dr. Bernhard Watzl. ©DGE / Foto: Bastian Géza Aschoff[

Auf ihrer Jahresversammlung am 3. September 2019 in Bonn wählten die DGE-Mitglieder Prof. Dr. Jakob Linseisen von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) für die nächsten drei Jahre zu ihrem Präsidenten. Er löst damit Prof. Ulrike Arens-Azevêdo ab, die seit 2016 die Geschicke der DGE lenkte. Prof. Dr. Britta Renner von der Universität Konstanz und Prof. Dr. Bernhard Watzl vom Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe übernehmen gemeinsam das Amt des Vizepräsidenten.

Jakob Linseisen ist stellvertretender geschäftsführender Direktor des Universitären Zentrums für Gesundheitswissenschaften am Klinikum Augsburg (UNIKA-T). Er leitet seit 2018 die „Selbstständige Forschungsgruppe Klinische Epidemiologie“ am Helmholtz Zentrum München (HGMU). Davor wirkte er maßgeblich an der Planung und Realisierung der NAKO-Gesundheitsstudie, der derzeit größten Langzeit-Bevölkerungsstudie in Deutschland, mit. Sein wissenschaftlicher Fokus liegt auf der Erforschung des Zusammenspiels von Ernährung, Stoffwechsel und der Entstehung bzw. dem Verlauf chronischer Krankheiten. Seit 2016 lehrt er am Lehrstuhl für Epidemiologie der LMU am UNIKA-T. Linseisen ist Mitglied des Leitungsgremiums des Kompetenzclusters der Ernährungsforschung enable zur Förderung einer gesunden Ernährung in allen Lebensphasen. Er ist langjähriges Präsidiumsmitglied und seit 2016 Vizepräsident der DGE.