Mai 312021
 

Aktualisierte DGE-Infothek für die Beratung


Cover Infothek LebensmittelallergienLebensmittelallergien können vielfältige Beschwerden verursachen. Sie reichen von Reaktionen an der Haut und Schleimhaut über Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich oder im Magen-Darm-Trakt bis hin zu einem anaphylaktischen Schock. Eine generelle Allergiediät gibt es nicht, die Ernährung muss individuell an die Allergieauslöser und die Bedürfnisse der*s Betroffenen angepasst werden. Ca. 4 % der Bevölkerung in Deutschland haben schätzungsweise eine Allergie auf Lebensmittel. Kreuzreaktionen, die aufgrund einer bestehenden Pollenallergie auftreten, kommen hingegen weitaus häufiger vor.

Die aktualisierte und vollständig überarbeitete DGE-Infothek für die Beratung „Essen und Trinken bei Lebensmittelallergien“ erläutert neben Ursachen, Symptomatik und Diagnostik auch die häufigsten Allergien im Jugend- und Erwachsenenalter. Hierzu gehören pollenassoziierte Lebensmittelallergien und Allergien gegenüber Nüssen, Erdnüssen, Soja, Lupinen sowie Fisch, Krebs- und Weichtieren. Die Broschüre ist für Ernährungsfachkräfte ein ideales Medium zur Weitergabe an Betroffene. Sie finden darin Tipps zur Lebensmittelauswahl und Hinweise auf Produkte, in denen die Allergieauslöser ggf. zum Einsatz kommen. Auch Begriffe, die in der Zutatenliste auf die Allergieauslöser hinweisen, werden beschrieben. Infos zur Allergenkennzeichnung sowie nützliche Adressen zur qualifizierten Ernährungsberatung und Organisationen ergänzen die Infothek.

Die 36-seitige Broschüre ist zum Preis von 1,00 € zzgl. Versandgebühren im DGE-MedienService erhältlich.

Mai 272021
 

Ob Einkaufstraining mit Kindern, Erwachsenen oder im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements – das Einkaufstraining ist ein interaktives Tool, das die Ernährungsberatung sinnvoll ergänzt. Es ist wichtig, denn das, was eingekauft wird, wird in der Regel auch gegessen. Doch was muss ich als Ernährungsberater bei der Durchführung im Vorfeld beachten? Wie viel Zeit plane ich ein, wie rechne ich die Kosten ab, welchen Schwerpunkt lege ich. Wo gehe ich überhaupt hin? Wie kann ich meinen Patienten dafür begeistern und auch die kleinen Patienten ansprechen? Dies sind Entscheidungen, die individuell zum Patienten passend geplant werden müssen. Im Online-Seminar „Einkaufstraining – praxisnahes Instrument in der Ernährungsberatung“ wurden die Vorbereitung und Durchführung mit verschiedenen Zielgruppen vorgestellt. Ergänzt durch viele Beispiele und Tipps aus der Praxis mit einem Blick auf das Etikett und in die Warenkunde vermittelte die Referentin Claudia Thienel einen großen Fundus an Wissen und ließ die Teilnehmerinnen immer wieder in Gruppenarbeit Gelerntes umsetzen. Das ausgebuchte Online-Seminar der DGE Sektion MV fand am 19. und 20. Mai 2021 mit 28 Diätassistent*innen und Ernährungswissenschaftler*innen statt.

Mai 272021
 

Im Zuge der Digitalisierung und der aktuellen Pandemie werden Online-Beratungen stetig wichtiger. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, einem Flächenland, sollten die Ernährungsfachkräfte diese Chance nutzen, ihr Angebot der analogen Beratung um das der Live-Online-Beratung zu erweitern. Simone Krotz, Referentin des Online-Seminars prognostizierte sogar: „Zukünftige Generationen werden Online-Beratungen als selbstverständlich ansehen.“ Doch welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich? Wie kann eine Online-Beratung interaktiv und empathisch gestaltet werden? Welche Werkzeuge und Methoden gibt es dafür? Was ist bei der Wirkung vor der Kamera auf dem Bildschirm zu beachten? Um diese Fragen zu klären, führte die DGE Sektion MV am 4. und 5. Mai 2021 das Online-Seminar „Ernährungsberatung 2.0 – flexibel und sicher online beraten“ durch. In diesem Methodenseminar stellte Simone Krotz verschiedene Software-Programme, Tools und Funktionen vor und animierte die Teilnehmer*innen diese gemeinsam zu testen. Ausgestattet mit viel praktischem Wissen ging es dann in die Umsetzung einer Online-Beratungssequenz. Somit hatte jeder die Möglichkeit in diesem geschützten Rahmen die ersten Schritte zu gehen und sich auszuprobieren. An dem ausgebuchten Online-Seminar nahmen 18 Diätassistent*innen und Ernährungswissenschaftler*innen teil.

Mai 172021
 

Kompetenzcluster der Ernährungsforschung präsentieren Ergebnisse und Erfolge


Kompetenzcluster KonferenzDietBB, enable, NutriAct, nutriCARD – vier Kompetenzcluster, ein Ziel: Die Bekämpfung nicht übertragbarer Zivilisationskrankheiten. In den zurückliegenden sechs Jahren haben Forscher*innen dieser Forschungsverbünde in vier Regionen Deutschlands wichtige Ergebnisse in der Grundlagenforschung erreicht und leicht umsetzbare Ernährungsstrategien und gesundheitsförderliche Lebensmittelprodukte entwickelt. Dies ermöglicht Bürger*innen einen gesünderen Lebensstil.

Bei einem dreitägigen, virtuellen Kongress vom 17. bis 19. Mai, zum Ende der sechsjährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), präsentieren die Wissenschaftler*innen zentrale Ergebnisse der gemeinsamen interdisziplinären Forschungsaktivitäten. Inhaltlich spannt die Tagung den Bogen von Grundlagenforschung bis zu alltagstauglichen Strategien für eine gesundheitsfördernde Ernährung aller Bevölkerungsgruppen. Wie interdisziplinär, innovativ und vielfältig die Cluster arbeiten, zeigt die Bandbreite der Leuchtturmprojekte:

  • Bei DietBB stehen Analysen zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirngesundheit im Fokus. Als Grundlage für die Untersuchungen, wie sich Ernährung auf das Risiko für die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen auswirkt, wurde eine umfassende Biobank mit Proben mehrerer Kohortenstudien sowie der DietBB-Interventionsstudie erstellt. Mittels der Interventionsstudie wird die Auswirkung verschiedener Ernährungsweisen auf das Erkrankungsrisiko sowie das Immunsystem und das Darmmikrobiom untersucht. Zur besseren Erfassung der Nahrungsaufnahme in Studien wurde die App NutriDiary entwickelt.
  • Der enable-Cluster steht für die Entwicklung altersangepasster Ernährungskonzepte – von Geburt bis ins Seniorenalter, unter anderem durch den Einsatz von IT-Lösungen und 3D-gedrucktem Essen. Ein weiterer Fokus ist die Entwicklung gesünderer Convenience-Produkte wie Fast Food-Erzeugnisse (z.B. Burger, Pizza oder Leberkässemmel).
  • NutriAct-Highlights sind unter anderem die ersten Zwischenergebnisse der großangelegten dreijährigen NutriAct-Ernährungsstudie, welche die Wirksamkeit und Akzeptanz einer Ernährungsempfehlung für gesünderes Altern untersucht. Zudem wurden in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen dazu passende Lebensmittel entwickelt sowie Strategien für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung gerade im familialen Kontext erarbeitet.
  • nutriCARD hat zahlreiche ernährungsphysiologisch optimierte Lebensmittel bis zur Marktreife entwickelt, darunter Wurstwaren, Patties für Burger, Backwaren und mehrere Speiseeissorten. Mit der nutriCARD-App wurde der Einsatz des Handys als mobiler Ernährungsberater initiiert. Im Bereich Ernährungskommunikation und Bildung reicht das Spektrum von Social-Media-Studien über Unterrichtsbegleitmaterialien bis hin zur Entwicklung von Qualitätskriterien für guten Ernährungsjournalismus.

weiter lesen unter: www.dge.de

Mai 172021
 

Freiburger Forschende untersuchten Einfluss der Ernährung auf Lebensmittelabfälle und Umweltindikatoren


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Unter dem Titel „Eating healthy or wasting less? Reducing resource footprints of food consumption” veröffentlichten Forschende der Freiburger Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen im April 2021 einen Vergleich der Umweltauswirkungen verschiedener Ernährungsweisen.

Anlass für die Untersuchung war das von Deutschland angestrebte Ziel, im Rahmen der Sustainable Development Goals bis 2030 die Lebensmittelverschwendung zu halbieren. Vor dem Hintergrund, dass die Ernährungsweise selbst einen erheblichen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck des Ernährungssystems hat, untersuchten die Wissenschaftler*innen Auswirkungen verschiedener Ernährungsweisen auf Lebensmittelabfälle und die Indikatoren Biomasse-, Ackerland- und Blauwasserfußabdruck.

Die Forschenden verglichen eine omnivore und eine vegetarische Ernährungsweise nach den 2019 von der EAT-Lancet Kommission vorgestellten globalen Empfehlungen für eine Planetary Health Diet sowie einer selbst entwickelten und als Guideline Diet bezeichneten Referenzernährung. Diese ist an die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE angelehnt – mit dem wichtigsten Unterschied, dass die Wissenschaftler*innen eine deutlich höhere Energiezufuhr zugrunde legten sowie Zucker und Alkohol mit 10 % der Gesamtenergie berücksichtigten.

Für die bezeichnete Guideline Diet wird zudem eine Fleischzufuhr von mehr als 600 g pro Woche berücksichtigt. Diese Menge liegt knapp über dem oberen Ende der von der DGE angegebenen Spanne. Obwohl die Empfehlungen von DGE und EAT-Lancet hinsichtlich der empfohlenen Fleischmenge vergleichbar sind, haben die Freiburger Forschenden in der omnivoren Version der EAT-Lancet-Ernährungsweise 400 g Fleisch pro Woche einbezogen. Dies ist bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Eine pflanzenbasierte Ernährungsweise entlastet die Umwelt

Die Ergebnisse der Berechnungen zeigen, dass bei allen Ernährungsweisen der Biomasse- und Ackerlandfußabdruck sinkt, während der Einfluss auf das Blauwasser eher gering ist. Mit einer höheren Zufuhr an Gemüse und Obst sowie Getreide und Kartoffeln entstehen jedoch höhere Lebensmittelabfälle. Fazit der Untersuchung ist, dass mit einer Transformation hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung die Umweltlast dennoch gesenkt wird.

Die DGE empfiehlt in ihren 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung eine pflanzenbezogene Ernährungsweise. Aspekte zum nachhaltigen Essen und Trinken sind fester Bestandteil dieser Regeln. Ebenso bieten die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung konkrete Handlungsanleitungen für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährungsweise.

Mai 172021
 

Teilweise unnötiger und gefährlicher Verzicht auf Lebensmittel


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Der Beitrag „Unseriöse Allergiediagnostik“ auf DGEblog erklärt das Vorgehen bei einer Allergieabklärung und die Bedeutung einer fundierten Ernährungsberatung. Er bietet zudem einen Überblick an ungeeigneten und unwissenschaftlichen Methoden der Allergieabklärung. Um eine Allergie festzustellen, erfolgt die Diagnose über mehrere Stufen. Es gibt nicht den einzelnen Labortest, der eine Allergie nachweisen kann. Anderes lautende Behauptungen, dass es mit einem einzigen Test möglich sei eine Allergie festzustellen, sind unseriös.

Dennoch führen Einzeltest dazu, dass auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird. Diese Ernährungsumstellungen sind oft rigoros. Eine qualifizierte Ernährungsberatung fehlt dazu in der Regel. Dabei kann der Verzicht von Lebensmittelgruppen langfristig zu einer Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen führen.

Weitere Informationen zum Thema Allergien und Ernährung:

Das DGE-Wissenschaftsmagazin informierte in der Märzausgabe zudem umfassend zum Thema Allergien und Allergiediagnostik. Es erscheint alle 2 Monate, d. h. 6 mal pro Jahr. DGE-Mitglieder erhalten das DGE-Wissenschaftsmagazin zusammen mit der Ernährungs Umschau.

Die Broschüre „Essen und Trinken bei Lebensmittelallergien“, 5. vollständig überarbeitet Auflage 2021, enthält weiterführende Informationen und Empfehlungen für die Praxis.

Mai 102021
 

Teaser IN FORM digital VeranstaltungBeim ersten Online-Kongress IN FORM digital beteiligt sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) mit Impulsen zu den neuen DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen. Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte in Bildungseinrichtungen und Akteur*innen der Kita- und Schulverpflegung sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Langjährige Expert*innen schildern live, wie sich Einsichten und Praxis verändern.

„Gesundheit, Umwelt und Klima im Blick“ – der Titel des ersten Impulses am Mittwoch, 19. Mai, 11 Uhr, nennt einige Hauptaspekte im neuen DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen. Ein allgemeiner Anspruch lautet: Essen soll geschmackvoll, gesund, gemeinschaftlich sein – Verpflegung wiederum soll nachvollziehbar, nachhaltig, naturnah sein. Wie der neue „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen“ dabei helfen kann, stellt Referentin Sabine Lacour vor.

Direkt im Anschluss steht Sarrah Nachi vom Netzwerk e. V. – Soziale Dienste und Ökologische Bildung im Praxis-Talk zur Verfügung. Interessierte können sie live befragen.

Vielfältige Verpflegung beachtet auch Kinderwünsche

Um „Vielfalt, Gesundheit und Nachhaltigkeit von Anfang an!“ geht es am Donnerstag, 20. Mai, ab 14 Uhr und damit um die Frage, wie eine geschmackvolle, gesundheitsfördernde, nachhaltige Verpflegung Kindern ab den ersten Jahren bleibende Eindrücke so vermittelt, dass sie ein vielfältiges Essverhalten auch in späteren Jahren fördert. Dazu spricht Sabine Lacour über den neuen „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas“.

Im Praxis-Talk mit anschließender Live-Diskussion schildert Stephanie Fromme von der Städtischen Kindertagesstätte Wiesbaden Wege zur vielfältigen Verpflegung, die Kindern schmeckt. Frommes Ansatz lautet: „Es geht nicht nur darum, gut und frisch zu kochen, sondern die Küche als Teil der Bildung zu verstehen.“ Um dies fachlich in den Kitas der Stadt Wiesbaden abzusichern, wurde der DGE-Qualitätsstandard dort vor zehn Jahren eingeführt.

Mit dem Kongress IN FORM digital zeigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 18.-21. Mai 2021 Fachleuten und Interessierten, wie wichtig Ernährung und Bewegung im Alltag von Kita, Schule sowie Familie in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus sind.

Zur kostenfreien Anmeldung und zum Programm: www.in-form.de/digital

Apr 272021
 

Umbrella Review im 14. DGE-Ernährungsbericht bestätigt aktuelle Ernährungsempfehlungen


Grafik: Zusammenhang zwischen Lebensmittelverzehr und ausgewählten Erkrankungen(dge) Eine pflanzenbetonte Ernährung mit einem geringen Fleischverzehr ist gut für unsere Gesundheit. Das bestätigen die Ergebnisse einer umfassenden Übersichtsarbeit (Umbrella Review) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die sie im 14. DGE-Ernährungsbericht veröffentlicht hat. Sie stützen damit die aktuellen Ernährungsempfehlungen für eine vollwertige Mischkost, die zum größten Teil aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst besteht, ergänzt durch geringe Mengen tierische Lebensmitteln wie zum Beispiel Fleisch.

Mit viel Gemüse und Obst und wenig Fleisch das Risiko für die häufigsten Todesursachen senken

Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Gemüse-, Obst- und Fleischverzehr und sehr häufig in Deutschland vorkommenden Erkrankungen wie Schlaganfall und koronare Herzerkrankung, Diabetes mellitus Typ 2 sowie Kolorektal- und Brustkrebs. Kardiovaskuläre Erkrankungen zählten 2018 mit 37,2 % zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland, gefolgt von Krebserkrankungen mit ca. 25 % aller Sterbefälle. „Die eingeschlossenen Metaanalysen zeigen, dass mit einem höheren Gemüsekonsum das Risiko, an einem Schlaganfall, koronarer Herzerkrankung oder Dickdarmkrebs zu erkranken, sinkt. Das gilt auch für den Verzehr von Obst und das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung bzw. Brustkrebs“, erläutert Prof. Dr. Bernhard Watzl, Vizepräsident der DGE die Ergebnisse. „Ein hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch wie Wurst hat dagegen einen eher ungünstigen Einfluss auf die untersuchten Krankheitsrisiken. Für weißes Fleisch wie Geflügelfleisch von Huhn oder Pute zeigten die Studien kein erhöhtes Risiko“, so Watzl weiter. Derartige gesundheitsbezogene Effekte einer bestimmten Ernährung zeigen sich oftmals erst über Jahrzehnte hinweg.

Für die Ableitung lebensmittelbezogener Ernährungsempfehlungen werden Lebensmittel hinsichtlich ihres primärpräventiven Potenzials im Hinblick auf ernährungsabhängige Erkrankungen näher untersucht. Dies schärft die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen als ernährungspolitisches Werkzeug, sodass sie noch gezielter auch dafür genutzt werden können, die Krankheitszahlen in Deutschland langfristig zu reduzieren.

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Apr 272021
 

Kinder und Jugendliche gesund und nachhaltig nach DGE-Qualitätsstandards verpflegen


Übergabe Förderbescheid

Der Par­la­men­tar­isch­e Staats­se­kre­tär bei der Bun­des­mi­nis­ter­in für Er­nähr­ung und Land­wirt­schaft, Hans-Joachim Fuchtel, ü­ber­reicht die För­der­ur­kun­de ü­ber 249.000 Eu­ro. © BMEL

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schleswig-Holstein wird für die nächsten zwei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit über 249.000 Euro gefördert. Im Rahmen einer Videokonferenz empfingen am 20. April 2021 Verantwortliche der DGE die Förderurkunde durch den Parlamentarischen Staatssekretär Fuchtel. Die DGE begrüßt die Förderung besonders, denn sie kommt dem Projekt „Qualitätsentwicklung der Verpflegung und Ernährung in Kita und Schule unter Berücksichtigung von Gesundheits- und Nachhaltigkeitsaspekten“ zugute. Das DGE-Projekt will damit die Qualität des Handlungsfelds Ernährung in Modellkitas und -schulen in Schleswig-Holstein verbessern. Den Schwerpunkt bilden die Aspekte Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird zunehmend fester Bestandteil der Pädagogik in Kitas und Schulen. Viele Einrichtungen vermitteln Wissen und Kompetenzen zur Nachhaltigen Entwicklung im Rahmen des Unterrichts oder von Projekten. Gleichzeitig erleben Kinder und Jugendlichen in ihrer Kita oder Schule vielerorts eine Verpflegung, die nachhaltiger gestaltet sein könnte. Als Teil der Lebens- und Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen war und ist die Gemeinschaftsverpflegung schon immer ein Ort für informelles Lernen. Wird sie im Hinblick auf Nachhaltige Entwicklung gestaltet, bietet sie in der eigenen Einrichtung ein ideales Lern- und Erlebnisfeld für BNE. Die räumliche und organisatorische Nähe von Ernährungsbildung und -praxis in der schulischen oder Kita-Verpflegung stellt hierbei eine einzigartige Chance dar. Sie ermöglicht vielfältige Verknüpfungen zwischen der formalen Wissensvermittlung und seiner konkreten Umsetzung.

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schleswig-Holstein organisiert unter anderem Fortbildungsveranstaltungen und vermittelt Expert*innen für die Beratung von Kindertagesstätten und Schulen. Sie vernetzt Behörden, Wirtschaftsbeteiligte, Träger*innen, Leitungen sowie Lehrkräfte und Eltern, wenn es um Qualität, Organisation und die Gestaltung von Kita- und Schulverpflegung geht.

Apr 222021
 

63. Bundeskongress des Verbands der Diätassistenten startet am 22. April 2021


VortragAuf dem diesjährigen digitalen Kongress des Verbands der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) vom 22. bis 24. April 2021 ist die DGE mit einem Vortrag vertreten. Eva Hoffmann vom Projekt INFORM in der Gemeinschaftsverpflegung informiert am 22. April in der Session 2 von 17.00 -17.15 Uhr zum Thema „Verpflegung nach DGE-Qualitätsstandards – gesundheitsfördernd und nachhaltig“. Unter dem Motto „Ernährungstherapie und Prävention – patientennah – auch digital“ bietet der VDD auf seinem 63. Bundeskongress ein umfangreiches dreitägiges Programm mit Workshops, digitalen Diskussionsrunden und zahlreichen Fachvorträgen in Parallelsessions an.