Jan 082019
 

Mit aktuellen Erkenntnissen der Ernährungsforschung unterstützte die DGE die Überarbeitung der Handlungsempfehlungen des Netzwerks „Gesund ins Leben“

Anhand neuer wissenschaftlicher Studien überprüfte und aktualisierte das Netzwerk „Gesund ins Leben“ die deutschlandweit einheitlichen Handlungsempfehlungen für die Schwangerschaft[1] . Dabei wurde die Beratungsgrundlage um wichtige Empfehlungen für die präkonzeptionelle Phase erweitert. Als Mitglied des Netzwerkes lieferte die DGE umfassendes wissenschaftlich fundiertes Know-how zu allen Ernährungsfragen.

„Die gemeinsamen Handlungsempfehlungen sorgen dafür, dass Ernährungsberater, Diätassistenten, Hebammen, Ärzte und viele weitere relevanten Berufsgruppen, die sich um Kinder und Familien kümmern, an einem Strang ziehen und einheitlich informieren“, sagte Kiran Virmani, Geschäftsführerin der DGE.

Ernährung und Lebensstil stehen im Mittelpunkt der wissenschaftlich fundierten Empfehlungen. Erstmals wird die Schwangerschaft umfassend betrachtet: vom Zeitpunkt des Kinderwunsches bis zur Geburt des Kindes.

„Unser Ziel ist es, Menschen von Anfang an die besten Grundlagen mitzugeben. Frauen mit Kinderwunsch oder werdende Eltern sollen befähigt werden, sich gesundheitsfördernd nach aktuellem Stand der Wissenschaft zu ernähren. Die Handlungsempfehlungen bieten hierfür eine hervorragende Basis“, führte Virmani aus.

Die übersichtlich strukturierten und kurzgefassten Empfehlungen sprechen Themen wie den Energie- und Nährstoffbedarf und die Ernährungsweise, inklusive einer vegetarischen und veganen Ernährung an. Alkohol, koffeinhaltige Getränke, das Körpergewicht sowie eine eventuelle Gewichtsreduktion vor der Schwangerschaft oder die Rolle der Väter in Bezug auf eine gesundheitsfördernde Ernährung werden darin ebenso behandelt. Continue reading »

Jan 072019
 

DGE, DAG und DDG veröffentlichen gemeinsames Konsensuspapier

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG) veröffentlichen heute gemeinsam ein Konsensuspapier[1] mit einer Empfehlung zur maximalen Zufuhr freier Zucker in Deutschland. Mit dem Konsensuspapier schließen sich die drei Fachgesellschaften der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015 an und sprechen sich für eine maximale Zufuhr freier Zucker von weniger als 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus. Bei einer Gesamtenergiezufuhr von 2 000 kcal/Tag entspricht diese Empfehlung einer maximalen Zufuhr von 50 g freien Zuckern/Tag. Dazu zählen Monosaccharide und Disaccharide, die Hersteller oder Verbraucher Lebensmitteln zusetzen sowie in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten natürlich vorkommende Zucker. Die quantitative Empfehlung der drei Fachgesellschaften ist nicht im Sinne einer empfohlenen Zufuhr zu verstehen, sondern als maximale Obergrenze. Continue reading »

Dez 182018
 

Die Bevölkerung des Bundeslandes Mecklenburg Vorpommern wird sich in den folgenden Jahren aus immer weniger jungen Menschen und deutlich mehr älteren Menschen zusammensetzten. Laut Demographie- Bericht von 2014 wird sich der Anteil der Bevölkerung  in der  Altersgruppe  der  20 bis  65 Jährigen  von  63 Prozent  auf  rund 50 Prozent reduzieren,  der Anteil  der  über  65 Jährigen  steigt  dagegen  von 22 Prozent  auf fast 32 Prozent. Während bei gesunden jüngeren Senioren Übergewicht/Adipositas und damit verbundene Erkrankungen dominieren, stellt für die Gruppe der Hoch- und Höchstbetagten Mangel- oder sogar Unterernährung aufgrund unbemerkter Nährstoff- und Flüssigkeitsdefizite, häufig einhergehend mit Erkrankungen wie Demenz, ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Die Ernährungssituation selbstständig lebender Senioren ist in der Regel besser als die von älteren Menschen in Heimen. Da die Therapie der Mangelernährung im hohen Alter sehr schwierig und mühsam ist, kommt der Prävention eine entscheidende Rolle zu. Continue reading »

Nov 272018
 

130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten am 22.11.2018 die diesjährige Ernährungsfachtagung zu dem Thema „Süß im Geschmack – bitter in der Wirkung? Aktuelle Daten und Fakten zu Kohlenhydraten in der Ernährung“. Nach dem Grußwort von Dr. Dirk Freitag, Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V, würdigte Dr. Kiran Virmani, Geschäftsführerin der DGE, das 25-jährige Jubiläum der DGE-Sektion MV mit einem interessanten Rückblick auf die Anfänge. Auch Prof. Dr. Jörg Meier, der seit 20 Jahren die DGE-Sektion ehrenamtlich wissenschaftlich leitet, wurde im Anschluss von Prof. Dr. Heseker geehrt. Continue reading »

Nov 142018
 

(BZfE) – Zwar wissen die meisten Menschen, dass es sich bei Diabetes mellitus um die sogenannte „Zuckerkrankheit“ handelt, nicht aber, dass es bei Diabetes um weit mehr als nur um Zucker geht. Durch verändertes Essverhalten und gezielte Lebensmittelauswahl wird die Basis für eine Lebensstilveränderung gelegt. Eine Ernährungsfachkraft kann diesen Prozess hilfreich begleiten.

Für die Ernährungstherapie bei nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ 2 gibt es pünktlich zum Weltdiabetestag ein neues Medienpaket, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) entwickelt und herausgegeben wird. „Gebündelte Ernährungskompetenz, verlässliche Ernährungsinformationen, wissenschaftliche Forschungsförderung, aber auch die praktische Wissensvermittlung im Alltag. Dafür stehen wir beide, das BZfE in der BLE und die DGE. Das neu entwickelte Medienpaket zu Diabetes mellitus ist nur ein Beispiel für die intensive und gute Zusammenarbeit unserer Institutionen“, betont BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden. „Es zeigt einmal mehr, dass sich die Kompetenzen des BZfE im Bereich der Ernährungsbildung und Didaktik und die wissenschaftliche Expertise der DGE erfolgreich ergänzen.“ Continue reading »

Nov 072018
 

DGE veröffentlicht KuPS-Studie zu Kosten der Schulverpflegung

Auf dem  Bundeskongress Schulverpflegung in Berlin stellte die DGE erste Ergebnisse zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS) vor. Damit liegen neben Modellrechnungen zu Kosten für die Bereitstellung der Schulessen erstmals Daten vor, welche Kosten beim Schulträger für Verwaltungsaufgaben rund um die Schulverpflegung entstehen. An der KuPS-Befragung zur Organisation der Schulverpflegung haben bundesweit 488 Schulträger teilgenommen.

Mehr als drei Millionen Schüler in Ganztagsschulen haben Anspruch auf ein Mittagessen in der Schule. Um eine ausgewogene Schulverpflegung anbieten zu können, müssen entsprechende Strukturen beim Schulträger und in den Schulen vorhanden sein bzw. geschaffen werden. „Es lohnt sich, bundesweit in die Infrastruktur zu investieren, damit alle Schulen eine ausgewogene Verpflegung anbieten können. Ob gut gebildete oder bildungsferne Schichten, Schule und Teilhabe am Schulessen vereint alle miteinander und sorgt für Chancengleichheit“, sagte Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Präsidentin der DGE. Continue reading »

Okt 232018
 

Am 18.Oktober 2018 veranstaltete die DGE-Sektion MV ein weiteres Seminar mit der erfahrenen Dozentin Dipl.-Ökotr. Christiane Schäfer. 20 Teilnehmerinnen erfuhren, wie klein die Zahl an gesicherten ernährungstherapeutischen Interventionsempfehlungen ist und welche Schwachstellen die aktuelle Leitlinie in diesem Bereich hat, sodass auch auf Erfahrungen zurückgegriffen werden musste.

Divertikel sind Darmausstülpungen, die größtenteils im absteigenden Dickdarm auftreten. Im Alter von über 60 Jahren trägt fast jeder Dritte Divertikel im Darm, ab 85 Jahren hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung Divertikel. 75 % der Divertikelträger bleiben lebenslang ohne Symptome. Problematisch wird es erst, wenn sich die Divertikel entzünden (=Divertikulitis). Dann können Schmerzen, Blutungen, Stenosen und Fisteln zu anderen Darmabschnitten oder anderen Organen entstehen. Gesicherte Risikofaktoren sind zunehmendes Alter, ein hohes Körpergewicht, starkes Heben und Tragen und Immunsuppression; diskutiert werden aber auch Hypothyreose, arterielle Hypertonie, Diabetes und die chronische Einnahme von nichtsteroidalen antientzündlichen Medikamenten. Continue reading »

Sep 272018
 

(dge) Sechs Journalisten wurden am 26. September 2018 für wissenschaftlich fundierte, investigative und zielgruppengerechte Beiträge zu aktuellen Ernährungsthemen mit dem DGE Journalisten-Preis 2018 ausgezeichnet. Zum 29. Mal honoriert die Fachgesellschaft damit das Engagement der Gewinner im Bereich Ernährungsaufklärung. Über 80 Medienvertreter hatten sich für die mit insgesamt 10 000 EUR dotierten Preise beworben, die in fünf Medienkategorien vergeben wurden. Dagmar von Cramm, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, überreichte die Auszeichnungen.

In der Kategorie Tages- und Wochenzeitungen zeichnete die DGE Stefan Schmitt für seinen Artikel in DIE ZEIT „Mit guten Ratschlägen versüßt“ aus. Ein Zettel am schwarzen Brett in der Kita „Alternativen zu Zucker“ veranlasste ihn, zu recherchieren, ob Honig, Agavendicksaft, Stevia, Reissirup, Kokosblüten- oder Birkenzucker wirklich Alternativen zum Haushaltszucker sind. Ein toller, praxisnaher Serviceartikel, gut recherchiert mit nützlichen Einkaufstipps und Preisvergleichen, in dem der Autor die Fakten auf den Punkt bringt und Klarheit zu den Mythen um Zucker und vermeintliche oder tatsächliche Alternativen schafft. Continue reading »

Sep 272018
 

In jedem Alter vollwertig verpflegt

Am 25. September 2018 verlieh die DGE an insgesamt 16 Betriebe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung (GV) das DGE-Logo für ein vollwertiges Mittagessen bzw. eine vollwertige Rundum-Verpflegung. Damit profitieren mehr als 37 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusätzlich von einem ausgewogenen und schmackhaften Verpflegungsangebot.

Die Logoübergabe fand während der Arbeitstagung zur Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung in Bonn statt. Die zertifizierten Betriebe und Einrichtungen sind repräsentativ für den gesamten GV-Bereich. Die Bandbreite reicht von einer Kindertageseinrichtung mit 41 Tischgästen über Caterer von Kitas und Schulen, die mehrere Tausend Essen täglich liefern bis hin zu Einrichtungen der Betriebsgastronomie mit täglich 20 000 Tischgästen. Auch karitative und medizinische Einrichtungen wie stationäre Senioreneinrichtungen, Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken werden dieses Mal ausgezeichnet.

Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Präsidentin der DGE, betonte während der Logoübergabe: „Von einer guten Gemeinschaftsverpflegung profitieren alle, weil so ein aktiver Beitrag zur Gesundheitsförderung und -erhaltung der Gäste geleistet wird“. Besonders stellte sie heraus, dass ein Krankenhaus sowie eine Rehaklinik gleichzeitig auch das Verpflegungsangebot für die Mitarbeiter haben zertifizieren lassen.

Vollwertig essen und trinken trägt zur Erhaltung der Gesundheit bei. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, nicht nur Zuhause, sondern ebenso bei Mahlzeiten der Gemeinschaftsverpflegung. Die Gemeinschaftsverpflegung bietet für alle Altersgruppen eine gute Möglichkeit, Primärprävention durch ein ausgewogenes vollwertiges Angebot an Speisen und Getränken in die Praxis umzusetzen. Damit dies gelingen kann, hat die DGE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sieben DGE-Qualitätsstandards für Kitas, Schulen und Betriebe, Krankenhäuser, Kliniken, stationäre Senioreneinrichtungen sowie für „Essen auf Rädern“ veröffentlicht. Sie geben Orientierung und ihre Umsetzung stellt ein ausgewogenes Angebot sicher. Die zertifizierten Betriebe haben ihr Verpflegungsangebot in einem mehrmonatigen Prozess in puncto Lebensmittelauswahl, Speisenzubereitung und -herstellung sowie die Essatmosphäre an die DGE-Qualitätsstandards angepasst. Bislang sind bereits über 1 400 Betriebe aus allen Lebenswelten zertifiziert. Continue reading »

Sep 272018
 

DGE-Arbeitstagung in Bonn am 25./26. September 2018

(dge) Etwa 16,5 Millionen Menschen unterschiedlichen Alters nehmen in Deutschland täglich Leistungen der Gemeinschaftsverpflegung (GV) in Anspruch – Tendenz steigend. Dafür sind neben gesellschaftlichen und demographischen Entwicklungen, die es erfordern, eine steigende Zahl älterer Menschen in bzw. durch institutionelle Einrichtungen zu verpflegen, auch das gestiegene Verpflegungsangebot im Kita und Schule verantwortlich. „Die GV rückt seit Jahren immer mehr in den Fokus gesundheitspolitischer Diskussionen und Aktivitäten“, sagt Prof. Dr. Margit Bölts, Leiterin des DGE-Referats Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung, und betont die vielfältigen positiven Einflussmöglichkeiten auf das Ernährungsverhalten aller Bevölkerungsgruppen. Gleichzeitig steht die Gemeinschaftsverpflegung unter ökonomischen Zwängen und leidet massiv unter dem Fachkräftemangel, der eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft ist. Die Kochausbildung ist davon besonders betroffen: Im Zeitraum von 2006 bis 2016 ist die Zahl der Auszubildenden um 56 % Prozent gesunken, wovon etwa die Hälfte die Ausbildung abbricht. Neben Gesundheit, Genuss und Qualität gewinnen auch Aspekte der Nachhaltigkeit und neue Technologien zunehmend an Bedeutung. Die diesjährige DGE-Arbeitstagung widmet sich daher am 25. und 26. September 2018 dem Thema „Konzepte, Lösungen, Perspektiven: Wie entwickelt sich die Gemeinschaftsverpflegung in Zukunft?“ in der Stadthalle Bad Godesberg. In verschiedenen Themenblöcken werden Aspekte der Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit sowie der Umgang mit dem Fachkräftemangel und neuen Technologien vorgestellt und diskutiert. Continue reading »