Mai 152018
 

Kooperation mit Special Olympics Deutschland

(dge) Die DGE veröffentlicht zum ersten Mal die 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung in Leichter Sprache. Dadurch schafft sie bei Menschen mit geistiger Behinderung nicht nur ein Bewusstsein für eine gesundheitsfördernde Ernährung, sondern integriert diese Menschen auch aktiv. Denn die 10 Regeln vermitteln handlungsorientiertes Ernährungswissen. Dieses Wissen befähigt Menschen mit geistiger Behinderung mitzubestimmen, wenn es um ihre Ernährung geht. Mit der Einführung der 10 Regeln in Leichter Sprache will die DGE die gesundheitliche Chancengleichheit von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung verbessern. Ermöglicht wurde die Übersetzung in Leichte Sprache durch eine Kooperation im Rahmen des Gesundheitsprogramms Healthy Athletes® mit Special Olympics Deutschland. Zur Eröffnung des Gesundheitsprogramms wurde heute in Kiel der Kooperationsvertrag mit der DGE unterzeichnet.

Gemeinsam mit Special Olympics will die DGE Menschen mit geistiger Behinderung stärker an der eigenen Gesundheitsfürsorge beteiligen. Dadurch können sie selbstbestimmter leben und sich gesundheitsfördernd ernähren und bewegen.

Hier können die 10 Regeln der DGE in leichter Sprache heruntergeladen werden:

https://www.dge.de/uploads/media/LS-10-Regeln-der-DGE.pdf

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Mai 152018
 

(dge) Anerkannte Ernährungsberater sind qualifizierte Fachkräfte mit einer Ausbildung oder einem Studium. Ihr Beruf erfordert vielfältige Kenntnisse und Kompetenzen, denn sie beraten Menschen in Bezug auf ihre Ernährung und ihre Gesundheit.
Die anspruchsvolle Qualifizierung durch eine Ausbildung oder ein Studium in Kombination mit einem Zertifikat bürgt für die hohe Qualität der Beratungsleistung. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann nicht von kurzfristig geschulten Menschen übernommen werden.

Die Berufsbezeichnung „Ernährungsberater“ ist rechtlich nicht geschützt. Dadurch ist es für Verbraucher einerseits schwierig, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Andererseits stehen Interessierte, die den Beruf des Ernährungsberaters ergreifen wollen, vor einer Fülle von teilweise zweifelhaften Bildungsangeboten. Continue reading »

Apr 252018
 

(dge) Aus den Ergebnissen einer kürzlich erschienenen Studie im Lancet (Wood et al. 2018) schließen die Autoren, dass ein Grenzwert für den Alkoholkonsum unter Berücksichtigung des geringsten Risikos für die Gesamtsterblichkeit bei 100 g/Woche liegt. Für kardiovaskuläre Erkrankungen, mit Ausnahme des Herzinfarktes, kann kein Grenzwert benannt werden. Ein niedrigerer Alkoholkonsum war immer auch mit einem geringeren Krankheitsrisiko assoziiert. Für die Studie wurden die Daten zur Alkoholzufuhr von knapp 600 000 Personen im Zusammenhang mit dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie zur Mortalität ausgewertet. Die Daten stammen aus drei großen Kohortenstudien (the Emerging Risk Factor Collaboration, EPIC-CVD, UK Biobank).

Diese Ergebnisse stehen nicht im Widerspruch zu den Referenzwerten für Alkohol der DGE. Sie gibt als Richtwert für eine maximal tolerierbare Alkoholzufuhr 10 g/Tag für gesunde Frauen und 20 g/Tag für gesunde Männer an. Dabei entsprechen 20 g Alkohol ca. 0,5 l Bier, 0,25 l Wein oder 0,06 l Weinbrand. Diese Angaben dürfen allerdings nicht als Aufforderung verstanden werden, täglich Alkohol zu konsumieren. Es kann jedoch keine Alkoholmenge angegeben werden, die bei regelmäßigem Konsum als unbedenklich bezüglich verschiedener negativer gesundheitlicher Folgen bezeichnet werden kann.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen gibt an, dass auch bei einem risikoarmen Konsum mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden sollten.

Bildquelle: Fotolia / arborpulchra

Apr 252018
 

Der Flyer „Vegan essen – klug kombinieren und ergänzen“ bringt auf den Punkt, worauf Veganer achten sollten, um sich ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Bei der veganen Ernährungsweise steht die Versorgung mit Protein, langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen sowie Vitamin B12, B2 und Vitamin D im Fokus.
Leicht verständlich, mit IN FORM-Rezeptidee und Tipps für eine bedarfsdeckende Ernährung, eignet sich der Flyer auch für den Einsatz in der Ernährungsberatung. „Vegan essen – klug kombinieren und ergänzen“ gibt es kostenfrei als PDF zum Download. Beratungskräfte können ihn im 10er Pack zum Preis von 2,00 € zzgl. Versandkosten im DGE-MedienService bestellen.

DGE-Position Vegane Ernährung
FAQs Vegane Ernährung

Apr 242018
 

Im Alter rückt der Ernährungszustand häufig ungewollt in den Hintergrund. Bestehende Erkrankungen zu behandeln hat meist Vorrang. Doch auch das Erkennen bzw. Vermeiden eines Mangelernährungs-Risikos trägt wesentlich zur Genesung bzw. Abmilderung eines Krankheitsverlaufes bei. Nicht zuletzt ist die Lebensqualität im Alter stark mit einem angemessenen Ernährungszustand verknüpft. Wie aber erkenne ich das Risiko einer Mangelernährung und wie kann ich dem entgegenwirken? Antworten auf diese Fragen, sowie die Themen Ernährung bei Krebserkrankungen, Demenz und Nierenerkrankungen wurden von der Referentin Svenja Huhndorf in dem Seminar „Vermeidung von Mangelernährung im Alter – Was können wir tun?“ ausführlich und praxisnah gegeben. Ein besonderes Highlight des Seminars war die Praxiseinheit. In der konnten die Teilnehmer die unterschiedlichen Formen der Zusatzkost probieren und durch eine Alterssimulation nachempfinden, welche Herausforderungen sich für ältere Personen beim Essen ergeben.

Das Seminar fand am 20.4.2018 in der Zeit von 10:00- 16:30 Uhr mit 13 Personen in Schwerin statt.

Apr 242018
 

Mindestens zwei Mal im Jahr trifft sich das Netzwerk Ernährungsberatung MV, um sich fachlich auszutauschen, Fallbeispiele durchzugehen oder sich in Mini-Workshops fortzubilden. Das Netzwerk ist offen für alle Ernährungsfachkräfte, die zertifiziert sind bzw. sich im Zertifizierungsprozess befinden. Am Montag den 23.4.2018 stand das Thema Social Media im Vordergrund. Welche Möglichkeiten und welche Grenzen haben Social Media für das Netzwerk? Mit welchem redaktionellen Aufwand muss gerechnet werden und wen wollen wir tatsächlich erreichen? Diese und weitere Fragen wurden in einem Mini-Workshop bearbeitet mit dem Ergebnis, dass das Netzwerk zukünftig auch in den sozialen Medien unter Netzwerk Ernährungsberatung MV präsent ist. Somit ist eine weitere Plattform für den fachlichen, schnell verfügbaren Informationsaustausch entstanden, der gerade in einem Flächenland, wie Mecklenburg-Vorpommern es ist, sehr hilfreich ist.

Mrz 142018
 

(dge) Mit der steigenden Zahl an Vegetariern nimmt die Nachfrage nach vegetarischen Gerichten in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) kontinuierlich zu. So sind vegetarische gleich nach regionalen Speisen die Trendangebote der GV im letzten Jahr. Um Einrichtungen und Caterer bei der Gestaltung einer gesundheitsfördernden vegetarischen und vielfältigen Verpflegung zu unterstützen, hat die DGE Kriterien für eine ovo-lacto-vegetarische Menülinie in der Gemeinschaftsverpflegung entwickelt. Am 13. März 2018 stellte die DGE diese Kriterien im „Forum Schulcatering“ auf der Internorga vor.

Die Kriterien für die ovo-lacto-vegetarische Menülinie ergänzen die DGE-Qualitätsstandards . Basis sind die Anforderungen an die Lebensmittelqualitäten und -häufigkeiten aus den DGE-Qualitätsstandards. Der Fokus liegt auf den notwendigen Veränderungen bei einer vegetarischen Menülinie.

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Mrz 082018
 

(dge) Am 7. März 2018, dem bundesweiten Tag der gesunden Ernährung, ist die DGE für ihre JOB&FIT-Zertifizierung mit dem Dr. Rainer Wild-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Die Basis für diese Zertifizierung ist der „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“, den die DGE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt hat. Betriebe, die festgelegte Kriterien in den Qualitätsbereichen Lebensmittel, Speiseplanung und -herstellung sowie lebensweltbezogene Kriterien erfüllen, sind berechtigt, das JOB&FIT-Zertifikat zu tragen. Prof. Dr. Margit Bölts nahm die Silbermedaille und den mit 5 000 EUR dotierten Preis für die DGE von Prof. Dr. Rainer Wild in Berlin entgegen.

Die Leiterin des Referats Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung der DGE bedankte sich für die Würdigung des Engagements und betonte: „Es liegt uns sehr am Herzen, mit den DGE-Qualitätsstandards die Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen zu verbessern. Ein ausgewogenes Speisenangebot am Arbeitsplatz leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit und nimmt als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung einen bedeutenden Stellenwert ein.“ Bölts begrüßte in ihrer Preisrede die Nominierung von zwei Betrieben, die in vorbildlicher Weise eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Betriebsverpflegung in der Praxis umsetzen. „Sie unterstützen damit unser Ziel, Berufstätige „anzustupsen“ und zu überzeugen, täglich ein gesundheitsförderndes Speisenangebot zu wählen.“ sagte sie.

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Feb 272018
 

Fasten ist zum Abnehmen ungeeignet

Wer fastet, verzichtet freiwillig völlig oder teilweise auf Nahrung. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten. Fasten eignet sich nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme. Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig seinen Lebensstil. Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr gefährdet sein. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten. Weit verbreitet sind hierzulande das Heil-, Basen- und Intervallfasten.

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Feb 132018
 

Hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Pfannkuchen (Berliner oder Krapfen), Mutzen oder Donuts werden frittiert. Dabei können sich trans-Fettsäuren bilden, deren Verzehr sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Eine hohe Zufuhr an trans-Fettsäuren steigert das LDL-Cholesterol im Blut, das das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheit erhöht. Die DGE empfiehlt daher, möglichst wenig trans-Fettsäuren zu sich zu nehmen, am besten weniger als 1 % der Nahrungsenergie. Bei Erwachsenen entspricht dies nicht mehr als 2 bis 3 g pro Tag.

Trans-Fettsäuren entstehen sowohl durch natürliche als auch lebensmitteltechnologische Prozesse. Sie entwickeln sich unter anderem bei der unvollständigen Härtung von Pflanzenölen oder deren starkem Erhitzen. So gelangen trans-Fettsäuren nicht nur in zahlreiche Lebensmittel wie Margarine und Bratfette, sondern auch in damit hergestellte Produkte wie frittierte Speisen, Blätterteig, Fertiggerichte wie Pizzen, Kartoffelchips oder andere Snackartikel.

In Deutschland müssen trans-Fettsäuren nur auf Lebensmitteln deklariert werden, die der Diät-Verordnung unterliegen. Bei anderen Lebensmitteln beachten Verbraucher am besten die Zutatenliste: Angaben wie „enthält gehärtete Fetten“ deuten auf einen trans-Fettsäurengehalt hin. In welchen Mengen ist allerdings nicht ersichtlich. Bei Unverpacktem ist kaum herauszufinden, ob trans-Fettsäuren überhaupt enthalten sind.

Obwohl auf dem deutschen Markt seit 2012 der Gehalt an trans-Fettsäuren lebensmitteltechnologischer Herkunft in Lebensmitteln rückläufig ist, kommen bei der Herstellung von Siedegebäck teilweise noch Fette mit hohen Anteilen an trans-Fettsäuren zum Einsatz. In Europa gibt es bisher keine gesetzliche Regelung dafür.

Pfannkuchen sind kalorien- und fettreich. Je nach Größe, Füllung und Zuckerbestreuung enthält ein Pfannkuchen etwa 200 Kalorien und knapp zehn Gramm Fett. Wählen Sie also auch in der Karnevalszeit Ihre Lebensmittel bewusst aus! Essen Sie vollwertig und abwechslungsreich nach den 10 Regeln der DGE!