Nov 272020
 

Neue Daten zu Vitamin D im 14. DGE-Ernährungsbericht

Auswirkungen von Vitamin D bei verschiedenen Erkrankungen(dge) Eine gute Versorgung mit Vitamin D ist nicht nur wichtig für die Knochengesundheit, sie kann auch vor akuten Atemwegsinfektionen wie Erkältungen schützen und wirkt sich positiv auf die Behandlung von Asthma- bzw. COPD-Patient*innen mit einem Vitamin-D-Mangel aus. Das zeigt eine umfassende Übersichtsarbeit (Umbrella Review), in der Wissenschaftler*innen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Zusammenhänge zwischen Vitamin D und Atemwegs- und Autoimmunerkrankungen sowie dem Auftreten von neurodegenerativen und psychischen Krankheiten untersuchten. Die DGE veröffentlicht die Ergebnisse in ihrem 14. DGE-Ernährungsbericht.

Wissenschaftliche Daten weisen zunehmend darauf hin, dass Vitamin D sich vorteilhaft auf verschiedene Erkrankungen auswirken könnte. Prof. Dr. Jakob Linseisen, DGE-Präsident und Vorsitzender der DGE-Arbeitsgruppe Vitamin D, ordnet die vorliegenden Ergebnisse des Umbrella Reviews ein: „Die hohen Erwartungen hinsichtlich der Effektivität einer Supplementation von Vitamin D lassen für die meisten untersuchten Krankheiten keine eindeutigen Schlussfolgerungen zu. Anhand von bisher publizierten Umbrella Reviews und weiterer aktueller Studien haben wir für den Ernährungsbericht außerdem die Datenlage für Vitamin D und weitere chronische Krankheiten zusammengefasst. Danach ist nach wie vor nicht belegt, dass Vitamin D vor Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 schützt. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf.“

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Nov 242020
 

Auszeichnungen für herausragendes Engagement in der Ernährungsaufklärung


Preisträger*innen DGE Journalisten-Preis 2020(dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat zum 31. Mal den Journalisten-Preis für wissenschaftlich fundierte, investigative und zielgruppengerechte Beiträge zu aktuellen Ernährungsthemen verliehen. In fünf Medienkategorien honoriert die Fachgesellschaft damit herausragendes journalistisches Engagement im Bereich Ernährungsaufklärung. Dagmar von Cramm, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, überreichte die Auszeichnungen heute, am 20. November 2020, erstmals digital auf der 15. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE.

Kategorie Tages- und Wochenzeitungen

Der Preis in der Kategorie Tages- und Wochenzeitungen ging an Kerstin Mitternacht für ihren Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 11.08.2019 „Beim siebten Mal schmeckt es endlich“. Welche Hürden Eltern und Kinder im Essalltag nehmen müssen, damit der Esstisch nicht zum Stresstisch wird, beschreibt die Autorin mit einem ganzheitlichen, entspannten Blick auf die Entwicklung der Essgewohnheiten von Kindern. Der*die Leser*in erhält in diesem serviceorientierten Beitrag fundierte Antworten, ob es möglich ist, gesundes Essen zu erlernen und praktische Tipps was zu tun ist, wenn Kinder immer das Gleiche essen wollen.

Kategorie Publikumszeitschriften

In dieser Kategorie zeichnete die Jury zwei Beiträge aus.

Bernhard Albrecht und sein Team mit Angelika Dietrich, Constance Löffler, Frank Ochmann, Nicole Simon, Manuel Meyer und Maren Amini (Illustrationen) erhielten den Preis für ihren Beitrag „Das Beste kommt zum Schluss“, erschienen in der Zeitschrift Stern vom 12.12.2019. Darin geht es um die Erforschung des Mikrobioms. Unterhaltsam und mit detaillierten Illustrationen wird der*die Leser*in auf einer Reise durch den Darm begleitetet und erfährt, wie die Darmflora die Gesundheit, bestimmte Krankheiten oder gar die Psyche beeinflusst. Ein origineller, anschaulicher Artikel, der komplexe wissenschaftliche Sachverhalte verständlich vermittelt.

Vanessa Schrader bekam die Auszeichnung für ihren Artikel „Neuer Trend: Pflanzenproteine“ in der Zeitschrift Eat smarter vom 27.02.2019. In ihrem vielseitigen Serviceartikel stellt die Autorin gute Proteinquellen, ideale Proteinkombinationen und wichtige Nährstoffe bei pflanzlicher Ernährung vor. Ein schöner Übersichtsbeitrag, der wesentliche Aspekte und Wissenswertes rund um pflanzliche Proteinquellen zusammenfassend vorstellt.

Kategorie Hörfunk

Die Jury zeichnete Caroline Nokel für ihren Beitrag „Nachhaltiges aus dem Labor – Was wir in Zukunft essen werden“ im Deutschlandradio Kultur in der Sendung Zeitfragen vom 26.03.2019 aus. In ihrem sachlich-informativen Feature nimmt die Autorin die Auswirkungen einer globalen Ernährung mit einem hohen Fleischkonsum für unsere Gesundheit und Umwelt in den Fokus. Sie stellt verschiedene Fleischalternativen bis hin zum Fleischersatz aus dem Labor vor. Welche Lösungen die Wissenschaft für eine nachhaltigere Ernährung mit mehr pflanzlichen Lebensmitteln bietet, erläutern eine Trendforscherin, Wissenschaftler*innen sowie eine Expertin der EAT-Lancet-Kommission. Ein journalistisch guter und hörenswerter Report mit zahlreichen Facetten zum Thema Fleischkonsum.

Kategorie Fernsehen

Für ihre Reportage „Marktcheck deckt auf: Das Geschäft mit Brot“ im SWR vom 26.11.2019 erhielten Inga Vennemann und Barbara Hirl den Preis in der Kategorie Fernsehen. Die investigative Reportage informiert wie Brot hergestellt wird, welche Zutaten notwendig sind, ob und auf welche Zusatzstoffe verzichtet werden kann. Die Autorinnen recherchieren, warum Brot nicht immer einen guten Ruf hat oder sogar als ungesund bezeichnet wird. Ihre kritische, warenkundliche Dokumentation liefert viele aufklärende Informationen, warum Brot nach wie vor ein wertvolles Lebensmittel ist.

Kategorie Internet/Social Media

Fatima Talalini bekam die Auszeichnung für ihren Beitrag im WDR Doku Kanal vom 03.12.2019 auf youtube „Vegan oder Insekten – Was soll ich essen?“ Eine sachlich-informative, jugendliche Videoreportage, die den Fragen nachgeht, inwieweit Fleischkonsum heute noch vertretbar ist und welche Alternativen wir stattdessen haben. Der Redakteurin ist damit ein offener, neutraler und ausgewogener Beitrag über Vor- und Nachteile der Massentierhaltung sowie vegetarische Ernährungsweisen als mögliche Lösungen gelungen.

Weitere Informationen zu den Preisträger*innen und den prämierten Beiträgen gibt es unter https://www.dge.de/presse/journalisten-preis/

Nov 192020
 

15. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE

Banner der 15. Dreiländertagung(dge) Zum Thema „Update D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – vulnerable Gruppen entlang des Lebenszyklus“ veranstalten die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) am 19. und 20. November 2020 ihre 15. Dreiländertagung. Zu der erstmals digital stattfindenden Tagung meldeten sich rund 350 Teilnehmer*innen an.

Update D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr benennen die Mengen für die Zufuhr von Energie, Nährstoffen, Ballaststoffen und Wasser für gesunde Menschen. Im Jahr 2000 erschienen sie erstmals als Dreiländer-Kooperation und begründen seitdem die wissenschaftliche Verbindung zwischen den drei Ernährungsfachgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Prof. Dr. Karl-Heinz Wagner, Präsident der ÖGE, sagt in seiner Eröffnungsrede zur 15. Dreiländertagung: „Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr tragen entscheidend zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit und Lebensqualität bei. Sie haben sich bei der Planung einer vollwertigen Ernährung und der Beurteilung der Nährstoffzufuhr sowohl in der Ernährungsberatung als auch in der Gemeinschaftsverpflegung bewährt.“

„Die gute langjährige wissenschaftlichen Zusammenarbeit der DGE mit der ÖGE und SGE und die konsequente englischsprachige Publikation in wissenschaftlichen Fachzeitschriften hat die D-A-CH-Referenzwerte zu einem internationalen Standardwerk gemacht“, betont DGE-Präsident Prof. Dr. Jakob Linseisen bei der Begrüßung.

SGE-Präsidentin Cornelia Conrad Zschaber ermuntert die Teilnehmer*innen, sich zu vernetzen, in den Dialog mit den Expert*innen zu treten und länderspezifische Ernährungsempfehlungen auszutauschen. Sie sagt: „Seit der ersten gemeinsamen Veröffentlichung der Referenzwerte im Jahre 2000 hat sich die Ernährungssituation der Menschen in unseren drei Ländern weiter diversifiziert. Jetzt gilt es, stärker einzelne Bevölkerungsgruppen in den Fokus zu nehmen, um Fehlernährung zu vermeiden. Die D-A-CH-Referenzwerte bieten hier verlässliche Orientierung auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand.“

Aktuell wurden für die 5. Ergänzungslieferung (2020) die D-A-CH-Referenzwerte für Vitamin A und Biotin neu strukturiert und überarbeitet. Bisher erfolgte die Ableitung für die Vitamin-A-Zufuhr anhand des durchschnittlichen Tagesbedarfs. In der Überarbeitung gilt jedoch der Vitamin-A-Bedarf zur Aufrechterhaltung adäquater Vitamin-A-Leberspeicher als wichtigstes Kriterium. Dadurch sind die Referenzwerte nun mit 700 µg RAE pro Tag für Frauen und 850 µg RAE pro Tag für Männer niedriger. Für Biotin werden, anders als bisher, für alle Altersgruppen konkrete Werte und nicht mehr Spannen angegeben. Der neue Schätzwert beträgt 40 µg/Tag.

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Nov 172020
 

Pflanzliches Provitamin A trägt zur Versorgung bei

Vitamin A-reiche Lebensmittel

©aamulya – stock.adobe.com

(dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat gemeinsam mit den Ernährungsgesellschaften aus Österreich und der Schweiz die Referenzwerte für die Vitamin-A-Zufuhr überarbeitet. Die empfohlene Zufuhr für Vitamin A beträgt für Frauen 700 µg Retinolaktivitätsäquivalent (RAE) pro Tag und für Männer 850 µg RAE. Der Referenzwert wird nun in RAE angegeben, da er die Verwertung von Provitamin-A-Carotinoiden anders bewertet als die bisher verwendeten Retinoläquivalente (RE). Neu ist auch, dass für β-Carotin kein separater Referenzwert mehr angegeben wird.

Das fettlösliche Vitamin A kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind Leber und daraus hergestellte Wurstwaren sowie Eier, Milch und Milchprodukte und einige Fischarten. Gemüse und Obst tragen durch ihren Gehalt an Provitamin A ebenfalls zur Vitamin-A-Versorgung bei. Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, rote Paprika, Grünkohl, Spinat, Feldsalat sowie Honigmelone, Aprikosen und Mango enthalten nennenswerte Mengen an β-Carotin, das wirksamste Provitamin A.

Provitamin-A-Carotinoide sind nicht essenziell, insbesondere bei überwiegend vegetarischer bzw. veganer Ernährung für die Aufrechterhaltung eines adäquaten Vitamin-A-Status aber von besonderer Bedeutung. Eine rein pflanzliche Ernährung setzt für die Sicherstellung einer angemessen Vitamin-A-Zufuhr eine sehr bewusste Ernährungsweise und Lebensmittelauswahl voraus. Die empfohlene Zufuhr pro Tag lässt sich beispielsweise mit 150 g gegarten Karotten, 150 g gegartem Kürbis und 12 g Rapsöl erreichen. Um Carotinoide optimal zu verwerten, sollten beispielsweise Karotten immer zusammen mit etwas Fett gegessen werden. Pro Mahlzeit reichen 2,4 bis 5 g Fett aus, das entspricht ungefähr einem Teelöffel Öl im Salatdressing oder einem dünn bestrichenen Butterbrot. Vitamin-A-haltige tierische Lebensmittel enthalten natürlicherweise ausreichend Fett.

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Nov 102020
 

Das Standardwerk für die qualifizierte Ernährungsberatung und -therapie

Beratungsstandards Coverbild(dge) Einheitliche und wissenschaftlich fundierte Aussagen sind eine wichtige Grundlage in der Ernährungsberatung und -therapie. Um dieses zu gewährleisten und die Qualität in der Beratung zu sichern, gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Beratungsstandards heraus. Sie basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und bieten allen Akteur*innen, die zum Thema Ernährung informieren, fachliche Orientierung und Wissen kompakt.

Die DGE-Beratungsstandards – was ist neu?

Seit der letzten Überarbeitung sind neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in den Ernährungswissenschaften hinzugekommen und das Medium wurde einem kompletten Relaunch unterzogen. Der neu gestaltete Ringordner erscheint inhaltlich grundlegend überarbeitet, anders strukturiert und im neuen Layout. Schnell und gezielt können sich Beratungsfachkräfte einen Überblick zu einem Thema verschaffen. Farbliche Infoboxen heben Merksätze, Definitionen, Zusammenfassungen und Hinweise zu weiterführenden Informationen hervor. Das ermöglicht eine einfache Handhabung im Praxisalltag.

Multiplikator*innen der Ernährungswissenschaft erhalten mit dem Medium standardisierte Aussagen zu 69 Themen auf Basis aktuell wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse. Der Ordner informiert u. a. zu nährstoff- und lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen, alternativen Ernährungsformen wie Makrobiotik oder TCM, die Ernährung bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Diätetik. Neu hinzugekommen sind insgesamt 21 Themen wie z. B. Paleo-Ernährung, Intervallfasten, Ernährung und Mikrobiota, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, die Ernährungsberatung von Menschen mit geistiger Behinderung, Mangelernährung sowie Arzneimittel-Lebensmittel-Interaktionen. Die DGE-Beratungsstandards liefern zudem Grundlagen zur Beratungsmethodik in der Ernährungsberatung. Sie werden als Loseblattsammlung herausgegeben. So können die Beratungsstandards laufend aktualisiert und erweitert werden. Regelmäßige Ergänzungslieferungen werden über den DGE-Medien-Service zu beziehen sein. Zur Produktlinie der Beratungsstandards gehören ebenfalls die DGE-Infotheken, die verschiedene diätetische Themen verständlich für Verbraucher*innen zusammenfassen.

Die 1. Auflage 2020 der DGE-Beratungsstandards, Artikel-Nr. 120600, erscheint am 20. November 2020. Wenn Sie die Veröffentlichung nicht verpassen wollen, aktivieren Sie die Verfügbarkeitsbenachrichtigung im DGE-MedienService. Bis zum 31.12.2020 kann der Ringordner zum Sonderpreis von 55,00 € zzgl. 3 € Versandkosten innerhalb Deutschlands bestellt werden. Danach beträgt der reguläre Preis für die Beratungsstandards 67,71 € zzgl. Versandkosten.

Nov 102020
 

Betriebsrestaurant des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums erhält „JOB&FIT-Zertifikat“

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zeichnete das Betriebsrestaurant im niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) mit dem „JOB&FIT-Zertifikat“ aus.

Das Zertifikat bescheinigt, dass das Betriebsrestaurant unter der Leitung von Albin Schadzek, das Essen nach den wissenschaftlich fundierten Kriterien des „DGE-Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung“ anbietet. Die Mitarbeiter*innen erhalten damit ein vollwertiges, ausgewogenes und gesundheitsförderndes Angebot. Die Kriterien beinhalten u. a. die Bereiche Lebensmittel-Auswahl, Speisenplanung und -herstellung. Dazu zählt auch das Vermitteln von Ernährungswissen an die Essensgäste.

Grundlage des „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“ sind die evidenzbasierten Leitlinien zur Fett- und Kohlenhydratzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten sowie die „D A CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ . Darüber hinaus bilden die lebensmittelbezogenen Empfehlungen der DGE, wie der „DGE-Ernährungskreis“, die „Dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide“ und die „10 Regeln der DGE“ die Basis.

Okt 152020
 

D-A-CH-Referenzwerte und vulnerable Bevölkerungsgruppen stehen im Fokus

Papiertüte mit Lebensmittel

© missmimimina – stock.adobe.com

(dge) Am 19. und 20. November 2020 treffen sich die Ernährungsfachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erstmals zu einer digitalen Dreiländertagung. Auf der zweitägigen Online-Veranstaltung zum Thema „Update D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – vulnerable Gruppen entlang des Lebenszyklus“ stellen namhafte Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen der drei Fachorganisationen aktuelle Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zu verschiedenen ernährungsrelevanten Themen vor.

Zu Beginn der Dreiländertagung geht es um die D-A-CH-Referenzwerte, das Herzstück der Zusammenarbeit der Fachgesellschaften: Wie ist die Vorgehensweise und wissenschaftliche Ableitung? Was ist neu? Anschließend geben DGE, ÖGE und SGE ein kurzes Update zu den Ernährungsberichten der Länder. Im zweiten Themenblock widmen sich die Referent*innen Ernährungsproblemen vulnerabler Gruppen entlang des Lebenszyklus – vom Säugling über Kinder und Jugendliche bis hin zu älteren Menschen. Der dritte Themenblock greift das aktuelle Thema Ernährung und COVID-19 auf und stellt es in Zusammenhang mit Übergewicht, Adipositas und Immunsystem. Auch die Frage, ob Ernährungssysteme neu gedacht werden müssen, wird diskutiert. Abschließend beschäftigt sich ein Themenblock mit aktuellen und zukünftigen Fragen u. a. zu Sporternährung, Ernährungsmustern und personalisierter Ernährung.

In Parallelsessions referieren Expert*innen zu transparenter Nährwertkennzeichnung, Nutri-Score, Herkunft von Lebensmitteln, Kaufentscheidungen sowie nachhaltiger Ernährung. Nachwuchswissenschaftler*innen haben in einer eigenen Session die Gelegenheit, Forschungsergebnisse zu aktuellen Themen zu präsentieren.

Ernährungswissenschaftler*innen, Mediziner*innen, Diätassistent*innen und Interessierte aus der Ernährungswirtschaft sowie Studierende können sich am 19. und 20. November virtuell über neue Erkenntnisse und aktuelle Fragestellungen austauschen. Die Tagungsgebühren für die zweitägige Online-Veranstaltung liegen für Frühbucher bis zum 24.10.2020 bei 50 bis 175 EUR. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dge.de/15-dlt.

Okt 062020
 

Ernährungswissenschaften aktiv und interdisziplinär

@DGE_ECS auf Twitter

Am 21. September startete die DGE-Fachgruppe Early Career Scientists (ECS) mit dem Handle @DGE_ESC auf Twitter. Der neue Kanal bietet Studierenden, Promovierenden sowie wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen in frühen Karrierephasen Raum für eine interdisziplinäre Vernetzung im Themenbereich Ernährung. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene findet sich hier unmittelbarer und aktueller Informationsaustauch sowie Hinweise auf Veranstaltungen.

„Die Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Ziel der DGE, das mir auch persönlich sehr am Herzen liegt. Vor allem für Wissenschaftler*innen, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen, ist die Vernetzung und der Austausch sowohl herausfordernd als auch extrem bereichernd. Um dieser sehr wichtigen Zielgruppe mehr Raum zu geben, haben wir für die DGE-Fachgruppe Early Career Scientist auf Twitter einen eigenen Kanal für den Austausch sowohl innerhalb der Ernährungswissenschaft als auch mit angrenzenden Disziplinen geschaffen“, erklärt DGE-Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani.

Betreut wird der Kanal von der DGE, Beitragsgestaltung und Community-Management leisten die Mitglieder der DGE-Fachgruppe weitestgehend eigenständig. „Spannend ist insbesondere der Erfahrungsaustausch, da werden auch schon mal Stellenangebote getwittert. Das bietet wertvolle Chancen und Möglichkeiten im Hinblick auf die Karriereplanung. Im besten Fall trägt es dazu bei, den Berufseinstieg und die ersten Karriereschritte in den Ernährungswissenschaften zu erleichtern und einfacher berufliche Ziele zu verfolgen“, erläutert Virmani.

Fachgruppen der DGE: Raum für lebendige und aktive Wissenschaftsarbeit

Die zehn Fachgruppen bieten DGE-Mitgliedern die Möglichkeit, sich zu engagieren und sich fachspezifisch auszutauschen. Ziel ist es, etablierten Wissenschaftler*innen und erfahrenen Praktiker*innen mit Studierenden und Berufsanfänger*innen zu vernetzen und eine inhaltliche Einbindung in die Arbeit der DGE zu ermöglichen.

Hier finden sich Informationen zur Mitgliedschaft bei der DGE sowie zum Engagement in einer der DGE-Fachgruppen.

Sep 282020
 

Klöckner fordert die verpflichtende Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards

DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für KinderDGE-Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani begrüßt die Forderung der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, dass Kita- und Schulessen wissenschaftlichen Ernährungsstandards genügen muss. Die Ministerin sagte dies auf der digitalen Fachtagung Kita- und Schulverpflegung der Vernetzungsstelle Rheinland-Pfalz am 23.9.2020.

„Essen in Gemeinschaftseinrichtungen soll nicht nur schmecken, sondern auch gesundheitsfördernd und nachhaltig verpflegen“, unterstreicht Virmani Klöckners Forderung nach einer verpflichtenden Umsetzung der praxisbezogen DGE-Qualitätsstandards. Sie sind wissenschaftlich basiert und spiegeln den neuesten Stand der Forschung wider. Was zu einer bedarfs- und bedürfnisorientierten Verpflegung gehört, was eine optimierte Lebensmittelauswahl und -häufigkeit ausmacht, und welche Details zur Speisenplanung und -herstellung zu beachten sind, beschreiben die DGE-Qualitätsstandards ausführlich. Damit unterstützt die DGE Verantwortliche in Kitas, Schulen, Betrieben, Krankenhäusern und Rehakliniken, Senioreneinrichtungen sowie Mitarbeiter*innen von „Essen auf Rädern“. Speisen in der Gemeinschaftsverpflegung können so ausgewogen gestaltet und zubereitet werden.

Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung können sich nach DGE-Qualitätsstandard überprüfen lassen. Sie erhalten bei Erfüllung der Qualitätskriterien ein DGE-Zertifikat für ihr Angebot. Verantwortliche und Fachkräfte in der Gemeinschaftsverpflegung können die DGE-Qualitätsstandards als Broschüre bestellen. Weitere Informationen, einen Film zu den DGE-Qualitätsstandards sowie Unterstützung bei ihrer Umsetzung finden Sie auf den Internetseiten der verschiedenen Lebenswelten.

Sep 242020
 

Still-Studie SuSe II zeigt Informationsbedarf auf

Schwangerschaft und Nahrungsergänzungmittel

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(dge) Bei der Supplementation wichtiger Nährstoffe für die kindliche Entwicklung in der Schwangerschaft und auch schon bei Frauen mit Kinderwunsch besteht weiterhin Aufklärungs- und Informationsbedarf. 81,7 % der 966 in der „Studie zur Erhebung von Daten zum Stillen und zur Säuglingsernährung in Deutschland – SuSe II“ befragten Frauen hatten zwar Folsäure in der Schwangerschaft supplementiert, nur 45,4 %, also knapp die Hälfte von ihnen, hatte damit bereits – wie empfohlen – vor der Schwangerschaft begonnen. Aufgrund des höheren Jodbebarfs sollten Schwangere auch Jod supplementieren. Nur die Hälfte der Studienteilnehmerinnen befolgte diese Empfehlung. „Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig die ärztliche Beratung und Aufklärung von Frauen im gebärfähigen Alter, spätestens aber während der Schwangerschaft ist“, betont die Studienleiterin Prof. Dr. Mathilde Kersting, Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) der Universitätskinderklinik Bochum. Die Ergebnisse sind Teil der Studie SuSe II, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zum 14. DGE-Ernährungsbericht vorveröffentlicht hat.

Schwangere Frauen brauchen wenig zusätzliche Energie, dafür aber mehr Vitamine und Mineralstoffe als vor der Schwangerschaft. Nährstoffe, auf die in der Schwangerschaft besonders geachtet werden sollte, sind Folsäure, Jod, Eisen und auch n-3-Fettsäuren. Pauschal empfohlen wird Schwangeren nur die Supplementation von Folsäure und Jod, da hier eine ausreichende Zufuhr über die normale Ernährung kaum oder nicht möglich ist.

bitte weiter unter:  https://www.dge.de/presse/pm/einnahme-von-nahrungsergaenzungsmitteln-in-der-schwangerschaft/