Jul 262018
 

Peel it, boil it or leave it

(dge) „Schäl es, koch es oder lass es“ – ein gängiger Ratschlag bei Reisen in tropische oder subtropische Gebiete. Zwar lockt hier frisches Gemüse und Obst von Straßenständen, nach ungeschältem und rohem Verzehr führt es aber häufig zu gesundheitlichen Problemen. Gerade bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit vermehren sich Mikroorganismen, auch auf der Schale, besonders gut. Selber schälen lautet hier die Devise, denn auch Vorgeschnittenes kann verunreinigt sein. Continue reading »

Jul 172018
 

Grillen erfreut sich unbestritten großer Beliebtheit. An einem schönen Sommerabend kann man aus jeder Richtung Grillgerüche wahrnehmen; diese Röstaromen entstehen durch das Erhitzen der entsprechenden Lebensmittel und sorgen für den typischen Geschmack. Beim Grillen gilt es aber, bestimmte Tipps einzuhalten, damit das Grillvergnügen unbeschwert genossen werden kann. Denn es entstehen durch das Erhitzen von Lebensmitteln auf dem Grill nicht nur schmackhafte Aromen, sondern bei falscher Handhabung auch gesundheitsschädliche Stoffe. Die Hauptvertreter sind die heterozyklischen aromatischen Amine (HAA) und die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Beide Stoffgruppen können eine krebserregende Wirkung haben.

Die HAA entstehen, wenn das Fleisch bei zu großer Hitze zu lang gegrillt wird. Je dunkler und verkohlter das Fleisch, desto mehr HAA sind entstanden. Daher sollten Lebensmittel nicht zu lang auf dem Grill verbleiben. Sehr dunkle bzw. verkohlte Stellen am Grillgut sollten immer entfernt und nicht mitgegessen werden. Auch sollte auf einen angemessenen Abstand zwischen Grillgut und Kohle geachtet werden. Als Faustformel gilt mindestens eine Hand breit Abstand. Grillprofis errichten sich verschiedene Zonen auf dem Grill. Eine Zone mit der Holzkohle und eine Zone ohne Kohle bzw. mit einem hitzefesten Gefäß, welches mit Wasser gefüllt wurde. Über der Holzkohle wird das Grillgut kurz angebraten, um die Röstaromen zu erhalten. Über der anderen Zone wird es dann durch die Resthitze durchgegart.

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Jul 132018
 

Vom 25. bis 26. September 2018 lädt die DGE zu ihrer Arbeitstagung mit dem Thema „Konzepte, Lösungen, Perspektiven: Wie entwickelt sich die Gemeinschaftsverpflegung in Zukunft?“ in der Stadthalle Bad Godesberg ein. Über 16 Millionen Gäste täglich in Kitas, Schulen, Betrieben, Heimen und anderen Einrichtungen haben vielfältige Erwartungen und Anforderungen an die Gemeinschaftsverpflegung (GV). Sie soll z. B. ausgewogene, schmackhafte Mahlzeiten anbieten sowie Räume, in denen sich die Gäste wohlfühlen. Kompetentes, freundliches Personal ist ebenso gefragt wie die Berücksichtigung gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen.

Wo steht die GV heute, welche Entwicklungen sind zu erwarten, welche Lösungen gibt es schon, was braucht es, um zukünftige Herausforderungen zu meistern? Die vier Schwerpunktthemen Gesundheitsförderung, Nachhaltigkeit, Arbeitskräfte sowie Technik und Digitalisierung greifen diese Fragestellungen auf.

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Jul 062018
 

Kompetent beraten mit der DGE-App

Jederzeit und unabhängig vom Ort – das macht das DGE-Online-Tool „Mein Ess-Coach“ für qualifizierte Ernährungsberater besonders attraktiv. Mit einem Klick und sicher überträgt das Tool sensible Klientendaten. Ernährungs-, Bewegungs- oder Gewichtsprotokolle präsentiert Mein Ess-Coach übersichtlich, analysiert und speichert sie. Sobald Klienten die dazugehörige DGE-App installiert haben, stehen Ernährungsberater und Klienten im persönlichen Dialog. Ein direktes Feedback zu Mahlzeitenfotos oder eine schnelle Antwort auf Ernährungsfragen ist ganz einfach per Smartphone-Chat möglich. Dadurch bleiben Berater und Klienten flexibel und längerfristig in Kontakt.

Werden Sie Ernährungsfachkraft in der Datenbank von Mein Ess-Coach und gewinnen Sie neue Kunden. Fachkräfte mit DGE-Zertifikat oder gleichwertigen Zertifikaten für Ernährungsberatung und -therapie können das Online-Tool nutzen, wenn sie in Deutschland tätig sind. Mein Ess-Coach wird in Zusammenarbeit mit Oviva angeboten.

Informationen zu Leistungsumfang, Lizenzgebühren und zur Testversion finden Sie unter www.mein-ess-coach.de oder im DGE-Medienservice.

 Mein Ess Coach in der Beratungspraxis (DGEinfo 05/2018)

Jun 292018
 

Regel 1

(dge) Die im letzten Jahr aktualisierten 10 Regeln der DGE für eine vollwertige Ernährung stehen ab sofort in einer ausführlichen Version ansprechend gestaltet mit Tipps und Informationen online. Diese ausführlichere Version der 10 Regeln enthält Hintergrundinformationen zu den empfohlenen Lebensmittelmengen und wie sie erreicht werden können. Auch präventive Aspekte stellt sie dar und ergänzt sie um Tipps zur Nachhaltigkeit und weiterführende Links.

Foto: ©Daniel Vincek – stock.adobe.com

Unverändert ist die wissenschaftliche Basis für die 10 Regeln. Dazu gehören u.a. die D-A-CH-Referenzwerte, Erkenntnisse aus evidenzbasierten Leitlinien, wissenschaftlichen Stellungnahmen und Positionen. Eine vollwertige Ernährung liefert bei entsprechender Lebensmittelauswahl eine bedarfsgerechte Menge an Kalorien und Nährstoffen, ist gut sättigend und gesundheitsfördernd. Außerdem lässt sie Spielraum für individuelle Vorlieben.

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Jun 252018
 

Vorschnelle Schlagzeilen verunsichern Verbraucher und Patienten


Im August 2017 erschien in THE LANCET eine Auswertung der Prospective Urban Rural Epidemiology (PURE)-Studie von Dehghan et. al. Die Autoren untersuchten, wie die Fett- und Kohlenhydrataufnahme mit der Nahrung mit kardiovaskulären Erkrankungen bzw. kardiovaskulärer Mortalität assoziiert ist. Für die prospektive Kohortenstudie wurden Daten von 135 335 Probanden aus 18 Ländern und 5 Kontinenten ausgewertet, die für große mediale Aufmerksamkeit sorgte.

Fach- und Publikumsmedien propagierten, dass die gängigen Ernährungsempfehlungen widerlegt und zukünftig mehr Fett und weniger Kohlenhydrate zu empfehlen seien. Dies nährte die seit einiger Zeit geführte öffentliche Diskussion um die zu empfehlende Relation der energieliefernden Nährstoffe an der Gesamtenergiezufuhr und zur Frage, ob die Menge an gesättigten Fettsäuren das Mortalitätsrisiko und kardiovaskuläre Risiko beeinflusst.

Experten der DGE haben mit einem Leserbrief an THE LANCET reagiert, der Ende April 2018 erschien. Ausführlicher kommentierten sie die Ergebnisse in einem Fachartikel, der jetzt in der Aktuellen Ernährungsmedizin veröffentlicht wurde. Sie sehen die Ergebnisse aus verschiedenen Gründen kritisch:

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Jun 062018
 

Am 04.06.2018 veranstaltete die DGE-Sektion Mecklenburg-Vorpommern mit 26 Teilnehmerinnen aus dem Bereich der Ernährungstherapie, Ernährungsberatung sowie Seniorenpflege ein Seminar zur Hyperurikämie.

Diplom-Ökotrophologin Christiane Schäfer referierte über dieses wichtige Thema, welches für immer mehr Menschen, besonders auch in Mecklenburg-Vorpommern, relevant wird. Hyperurikämie bedeutet, dass der Harnsäurewert (Harnsäure entsteht durch den Abbau von Purinen) im Blut über den Grenzwert von 6,5 mg/dl gestiegen ist. Klinisch kann sich dies dann z.B. in einem akuten Gichtanfall manifestieren, bei dem Kristalle aus der Harnsäure in wenig durchbluteten Geweben (v.a. Knorpel) ausfallen und dort für sehr schmerzhafte Entzündungen sorgen. Typischerweise passiert das im Großzehen-Grundgelenk, aber auch andere Gelenkknorpel oder der knorpelige Anteil der Ohrmuschel können betroffen sein. Die Ursachen können sehr vielfältig sein, daher reicht es in der Ernährungstherapie nicht mehr aus, nur auf den Puringehalt der verzehrten Lebensmittel zu achten. Es muss zunächst überblickt werden, aus welchen körpereigenen Quellen vermehrt Harnsäure entsteht, denn nicht nur die übermäßige Zufuhr purinhaltiger Lebensmittel wie Fleisch, Innereinen, Haut oder Hülsenfrüchte können den Harnsäurespiegel erhöhen, sondern – und das teilweise in noch höherem Maß – auch übermäßige Zellabbauprozesse im Körper. Continue reading »

Mai 152018
 

Kooperation mit Special Olympics Deutschland

(dge) Die DGE veröffentlicht zum ersten Mal die 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung in Leichter Sprache. Dadurch schafft sie bei Menschen mit geistiger Behinderung nicht nur ein Bewusstsein für eine gesundheitsfördernde Ernährung, sondern integriert diese Menschen auch aktiv. Denn die 10 Regeln vermitteln handlungsorientiertes Ernährungswissen. Dieses Wissen befähigt Menschen mit geistiger Behinderung mitzubestimmen, wenn es um ihre Ernährung geht. Mit der Einführung der 10 Regeln in Leichter Sprache will die DGE die gesundheitliche Chancengleichheit von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung verbessern. Ermöglicht wurde die Übersetzung in Leichte Sprache durch eine Kooperation im Rahmen des Gesundheitsprogramms Healthy Athletes® mit Special Olympics Deutschland. Zur Eröffnung des Gesundheitsprogramms wurde heute in Kiel der Kooperationsvertrag mit der DGE unterzeichnet.

Gemeinsam mit Special Olympics will die DGE Menschen mit geistiger Behinderung stärker an der eigenen Gesundheitsfürsorge beteiligen. Dadurch können sie selbstbestimmter leben und sich gesundheitsfördernd ernähren und bewegen.

Hier können die 10 Regeln der DGE in leichter Sprache heruntergeladen werden:

https://www.dge.de/uploads/media/LS-10-Regeln-der-DGE.pdf

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Mai 152018
 

(dge) Anerkannte Ernährungsberater sind qualifizierte Fachkräfte mit einer Ausbildung oder einem Studium. Ihr Beruf erfordert vielfältige Kenntnisse und Kompetenzen, denn sie beraten Menschen in Bezug auf ihre Ernährung und ihre Gesundheit.
Die anspruchsvolle Qualifizierung durch eine Ausbildung oder ein Studium in Kombination mit einem Zertifikat bürgt für die hohe Qualität der Beratungsleistung. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann nicht von kurzfristig geschulten Menschen übernommen werden.

Die Berufsbezeichnung „Ernährungsberater“ ist rechtlich nicht geschützt. Dadurch ist es für Verbraucher einerseits schwierig, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Andererseits stehen Interessierte, die den Beruf des Ernährungsberaters ergreifen wollen, vor einer Fülle von teilweise zweifelhaften Bildungsangeboten. Continue reading »

Apr 252018
 

(dge) Aus den Ergebnissen einer kürzlich erschienenen Studie im Lancet (Wood et al. 2018) schließen die Autoren, dass ein Grenzwert für den Alkoholkonsum unter Berücksichtigung des geringsten Risikos für die Gesamtsterblichkeit bei 100 g/Woche liegt. Für kardiovaskuläre Erkrankungen, mit Ausnahme des Herzinfarktes, kann kein Grenzwert benannt werden. Ein niedrigerer Alkoholkonsum war immer auch mit einem geringeren Krankheitsrisiko assoziiert. Für die Studie wurden die Daten zur Alkoholzufuhr von knapp 600 000 Personen im Zusammenhang mit dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie zur Mortalität ausgewertet. Die Daten stammen aus drei großen Kohortenstudien (the Emerging Risk Factor Collaboration, EPIC-CVD, UK Biobank).

Diese Ergebnisse stehen nicht im Widerspruch zu den Referenzwerten für Alkohol der DGE. Sie gibt als Richtwert für eine maximal tolerierbare Alkoholzufuhr 10 g/Tag für gesunde Frauen und 20 g/Tag für gesunde Männer an. Dabei entsprechen 20 g Alkohol ca. 0,5 l Bier, 0,25 l Wein oder 0,06 l Weinbrand. Diese Angaben dürfen allerdings nicht als Aufforderung verstanden werden, täglich Alkohol zu konsumieren. Es kann jedoch keine Alkoholmenge angegeben werden, die bei regelmäßigem Konsum als unbedenklich bezüglich verschiedener negativer gesundheitlicher Folgen bezeichnet werden kann.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen gibt an, dass auch bei einem risikoarmen Konsum mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden sollten.

Bildquelle: Fotolia / arborpulchra