Mai 292020
 

Cluster-Sprecher waren bei öffentlichem Fachgespräch mit EL-Ausschuss zur Stärkung von Ernährungsforschung

Logos Kompetenzcluster der Ernährungsforschung(Berlin) Die Sprecher der Kompetenzcluster der Ernährungsforschung in Deutschland, Prof. Dr. Tilman Grune (Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam‐Rehbrücke & NutriAct), Prof. Dr. Stefan Lorkowski (Friedrich‐Schiller‐Universität Jena & nutriCARD) sowie Prof. Dr. Hans Hauner (Technische Universität München & enable) haben ein öffentliches Fachgespräch mit dem Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages (EL-Ausschuss) geführt. Clustersprecherin Prof. Dr. Ute Nöthlings (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn & DietBB) konnte nicht persönlich teilnehmen und wurde von den anwesenden Sprechern vertreten.

Ernährungsforschung als einen Schlüssel zu mehr Gesundheit in Deutschland und die zukünftigen Herausforderungen auf diesem Gebiet waren die vorrangigen Themenschwerpunkte. Dazu gehörten auch nachhaltige Ernährung und der Auftrag der Kompetenzcluster für vernetzte interdisziplinäre Forschung zu aktuellen und zukünftig relevanten Schwerpunkten.

Ein Ziel bei dem Gespräch war es, auf die Notwendigkeit zukünftiger langfristiger Förderstrategien für Ernährungsforschung in Deutschland aufmerksam zu machen. Damit sollen transdisziplinäre, multizentrische Studien durchgeführt werden. Erreicht werden soll eine bessere internationale Sichtbarkeit, Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie die Entwicklung von langfristig angelegten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit der Möglichkeit, aus den Ergebnissen gesellschaftlich nutzbare Konzepte und Maßnahmen abzuleiten.

Dass solche Strukturen wichtig sind, wurde bei den Fragerunden der Parlamentarier sichtbar, die vielfältige weitere Themen der Ernährung anschnitten: So ging es anfangs um die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten, die von den Experten kritisiert wurde. Denn die Ernährung in Deutschland entspricht nach wie vor nicht dem, was etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt. So stellte Prof. Dr. Hauner heraus, dass das Essen der Deutschen im Durchschnitt immer noch viel zu energiereich und zu fett sei, es enthalte zu viel Zucker und Stärke in hochverarbeiteten Lebensmitteln. Die Reduktionsstrategie kritisierte er als Selbstverpflichtung ohne Überprüfbarkeit und Sanktionsmöglichkeiten. Fastfood gesünder zu machen und echte Präventionspolitik bringe mehr.

Prof. Dr. Lorkowski machte klar, dass ohne ein Bildungskonzept eine Reduktionsstrategie an ihre Grenzen stoßen würde. Er sprach sich allerdings gegen ein vollständig kostenloses Kita- und Schulessen aus, um die Eltern nicht aus der Verantwortung zu entlassen und im Sinne der Nachhaltigkeit Abfall zu vermeiden. Grundsätzlich sollte ein wissenschaftlich evaluierbares Gesamtpaket dazu entstehen, wie man mit Ernährung ganz gezielt Prävention betreiben kann.

Ernährungsempfehlungen fußen auf epidemiologischen Kohortenstudien und Interventionsstudien, wie sie die Kompetenzcluster durchführen. Größere multizentrische Interventionsstudien gebe es aber in den Ernährungswissenschaften bisher kaum, merkte Prof. Dr. Grune an. Es gehe darum, mit Hilfe solcher Studien eine bessere Translation von Ernährungsempfehlungen in die Gesellschaft zu schaffen. Dies sei kein schneller Prozess.

Die Aufzeichnung des zweistündigen Fachgesprächs ist abrufbar in der Mediathek des Deutschen Bundestages über den Link: https://dbtg.tv/cvid/7446486

Weitere Informationen: www.dge.de/wir-ueber-uns/projekte/

Mai 142020
 
RingordnerAb sofort bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) den bewährten Ringordner „ICH nehme ab“ als 9. korrigierten Nachdruck an. Der grundsätzliche Aufbau und die Inhalte dieses Mediums wurden beibehalten, überwiegend handelt es sich um Layout- und Formulierungsänderungen. Der Ringordner enthält das wissenschaftlich basierte und evaluierte Gewichtreduktions-Programm in zwölf Schritten, ein Ernährungs- und Bewegungstagebuch, einen Notizblock und eine Broschüre mit Rezepten. Das Programm „ICH nehme ab“ ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Es richtet sich an übergewichtige Personen (BMI 25 – 29,9 kg/m2), die keine Komorbiditäten aufweisen sowie nach ärztlicher Rücksprache auch an Menschen mit Adipositas Grad I (BMI 30 – 34,9 km/m2).

Ziel des Programms ist es, das Körpergewicht schrittweise und nachhaltig zu senken und eine vollwertige Ernährungsweise gemäß den Empfehlungen der DGE umzusetzen. Das Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt neben ernährungsphysiologischen und psychologischen Aspekten auch Bewegung und Entspannung. In 12 Schritten werden Teilnehmende durch das Programm begleitet und u. a. bei der Analyse und Optimierung ihres Essverhaltens unterstützt.

Das von der DGE entwickelte Kurskonzept „ICH nehme ab“ wurde aktuell von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) geprüft und ist bis April 2023 rezertifiziert. Damit können Kursteilnehmer*innen auch zukünftig eine anteilige Kostenübernahme von ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhalten.

Der 207 Seiten umfassende Ringordner ist im DGE-Medienshop zum Preis von 35 Euro zzgl. Versandkosten unter der Artikelnummer 121507, ISBN 978-3-88749-224-3, bestellbar.

Mai 072020
 

Einfach mal öfters Selber kochen – gesund ernähren und es schmeckt trotzdem

Was sollen wir heute essen? Diese Frage ist nach einem Blick in das Familienkochbuch QUERBEET & KUNTERBUNT schnell beantwortet: Abwechslungsreich und lecker. Die Frage müsste daher eher heißen: Wie wollen wir kochen? Das Buch ist entstanden nach einer Idee des Projektteams von „Geprüfte IN FORM-Rezepte“ mit Carina Frick, Lisa Scholz, Michaela Sosna und Shirin Shafiei Saber, ansässig bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Den Beitrag dazu lesen Sie hier auf DGE-Blog.

Angelehnt an die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter enthält QUERBEET & KUNTERBUNT insgesamt 52 Rezeptideen, für jede Woche im Jahr eines plus drei Basic-Rezepte. Das Kochbuch bietet praxisorientierte Hilfe, um auf einen Blick ein gesundes Rezept zu erkennen.

Die DGE entwickelte eigens einen Kriterienkatalog, mit dem die Ernährungswissenschaftler*innen die Rezepte prüfen. Entspricht ein Rezept diesen Kriterien, erhält es das Logo „Empfohlen von IN FORM in Kooperation mit der DGE“. So haben Verbraucher*innen eine Orientierungshilfe, mit der sie auf einen Blick ein gesundheitsförderndes Rezept erkennen können.

Das Kochbuch QUERBEET & KUNTERBUNT ist erhältlich im DGE-Medienshop und kostet 12,90 Euro.

Mai 052020
 

Lecker und ausgewogen: so einfach geht’s

Die Lebenswelten der QualitätsstandardsBilder sagen mehr als Worte. Dies macht sich das DGE-Projekt „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ zunutze und bündelt die zentralen Botschaften der DGE-Qualitätsstandards in einem Film. Wissenschaftlich basierte Kriterien sind die Grundlage der DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung. Doch wie setzen Praktiker diese konkret um? Das zeigt der neue Erklärfilm anhand von Beispielen aus der Praxis.

Vielfältige Verpflegung – anschaulich erklärt in vier Minuten

Im Film kommen vor allem Fachleute zu Wort, die den DGE-Qualitätsstandard bereits erfolgreich anwenden. In ihren Einrichtungen hat sich dadurch vieles verbessert. So ist in der Bochumer Kita Pusteblume, in der der DGE-Qualitätsstandard als Basis für die Mittagsverpflegung dient, nicht nur der Gemüseanteil gestiegen, das Essen hat auch eine sinnliche Rolle eingenommen, es ist zum Erlebnis geworden. Der Caterer Rebional in Herdecke lobt, dass die Standards die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr als Basis für eine ausgewogene und gesundheitsfördernde Verpflegung zugrunde legen, das werde oft nachgefragt. Die Frankfurter Markus Diakonie AGAPLESION beobachtet: „Die Bewohner sind seit der Einführung des Qualitätsstandards zufriedener, weil einfach die Auswahl der Speisen größer ist“, berichtet die Wohnbereichsleiterin Nina Kauf. Die Geschäftsführerin Hannelore Rexroth ergänzt: „Der DGE-Qualitätsstandard bedeutet für mich, dass das ganze Team interdisziplinär zusammenarbeitet und sich Gedanken macht, was den Bewohnern schmeckt und Freude macht.“ Schließlich soll das Angebot nicht nur abwechslungsreich sein, sondern auch gut schmecken. Dafür lassen die DGE-Qualitätsstandards viel Spielraum.

Der DGE-Qualitätsstandard – eine Erfolgsgeschichte

Das DGE-Projekt „IN FORM in der Gemeinschaftsverpflegung“ hat nachhaltige praxisnahe DGE-Qualitätsstandards entwickelt, die die Umsetzung einer gesundheitsfördernden Verpflegung in den verschiedenen Lebenswelten ermöglichen. Sie richten sich vor allem an Verantwortliche für die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Betrieben, Krankenhäusern, Reha- und Senioreneinrichtungen sowie Mitarbeitende von „Essen auf Rädern“.

Die erste Publikation für Schulen entwickelte die DGE bereits 2007. In den Folgejahren kamen weitere DGE-Qualitätsstandards für verschiedene Lebenswelten hinzu. Inzwischen sind die jeweils rund 60 Seiten umfassenden Veröffentlichungen die zentrale Referenz in Fachdiskussionen über die Gemeinschaftsverpflegung.

DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung teilweise verbindlich

In einigen Bundesländern ist der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung mittlerweile im Gesetz verankert und damit bindend. Kommunen und Träger nutzen ihn als Grundlage für die Ausschreibung der Verpflegungsleistung. In vielen Einrichtungen dient er als Basis für die Umsetzung einer gesundheitsfördernden Verpflegung.

DGE-Film zeigt, wie die gesunde Wahl zur einfachen Wahl wird

Mit dem Erklärfilm spricht das DGE-Projekt noch gezielter alle Verantwortlichen und Fachkräfte an, die ihren Tischgästen eine gesundheitsfördernde Wahl in der Gemeinschaftsverpflegung erleichtern möchten. Das neue Medium wird vorrangig auf Messen sowie Kongressen gezeigt, an denen sich die bundesweite Initiative IN FORM beteiligt. Als Impuls bei Fachvorträgen kann der Film zu vertieften Gesprächen, weiteren Hintergrundinformationen und den eigentlichen DGE-Qualitätsstandards hinleiten/führen.

Apr 302020
 

Aus DGEinfo wird DGEwissen

DGEwissen CoverbildErnährungswissenschaftliche Informationen bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ab sofort in einem neu konzipierten Magazin an: „DGEwissen“ heißt die Publikation für Multiplikator*innen und interessierte Verbraucher*innen sowie für Studierende und Schüler*innen der Ernährungswissen- und Lebensmittelwissenschaft, Diätetik oder Oecotrophologie. Das Magazin informiert alle zwei Monate über aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sowie über Medien, Beratungsmaterial und Stellungnahmen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft. In jeder Ausgabe steht ein Thema im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt der ersten DGEwissen-Ausgabe beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit. So wird gezeigt, welche Rolle die Ernährung spielt, wie eine globale Sichtweise von Nachhaltigkeit aussieht und welche Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten es für eine nachhaltige sowie gesundheitsfördernde Verpflegung gibt.

Neben den Themenschwerpunkten erwartet die Leser*innen Neues aus der Praxis und dem Arbeitsbereich der DGE. Dem Redaktionsteam um Dr. Maike Gutmann, Leiterin des Referates Fachmedien, ist es zudem wichtig, die Personen hinter dem Namen „DGE“ zu zeigen. Daher kommen Mitarbeiter*innen in der Geschäftsstelle ebenso wie die der landesweiten Sektionen oder das Wissenschaftliche Präsidium zu Wort.

DGEwissen ist ein kompletter Relaunch des DGEinfo mit dem Ziel, die bewährten und fundierten wissenschaftlichen Informationen inhaltlich und optisch in einem zeitgemäßen Design und auf umweltfreundlichem Papier zu präsentieren.

Mitglieder der Fachgesellschaft erhalten DGEwissen wie das bisherige DGEinfo kostenfrei als Supplement zur Fachzeitschrift Ernährungs Umschau. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte Mai und informiert im Schwerpunkt unter anderem über die Entwicklung und den internationalen Vergleich wissenschaftlicher Empfehlungen.

Von Nichtmitgliedern kann das Magazin als Abo über den DGE-MedienService bezogen werden. Dort ist auch eine kostenfreie Leseprobe erhältlich.

  • Inland 38,00 € zzgl. Versandkosten
  • Ausland 42,00 € zzgl. Versandkosten
Apr 292020
 

DGE erweitert ihr Angebot an mehrsprachigen Medien

10 Regeln arabisch„Für eine kulturell immer bunter werdende Gesellschaft ist es besonders wichtig, alle Menschen hierzulande an handlungsorientiertem Ernährungswissen teilhaben zu lassen. Die Gesundheit der Bevölkerung unter nachhaltigen Aspekten langfristig zu fördern und zu erhalten, ist unser Ziel. Die Menschen sollen wissen, wie man genussvoll und gesunderhaltend isst und trinkt. Mit der Übersetzung unserer 10 Regeln in verschiedene Sprachen, fördern wir neben einer ausgewogenen Ernährung auch die Integration von nach Deutschland gekommenen Menschen“, sagt DGE-Geschäftsführerin Dr. Kiran Virmani anlässlich der Veröffentlichung der 10 Regeln in arabischer Sprache.

10 Regeln der DGE derzeit in sechs Sprachen verfügbar

Neben der englischen, französischen, türkischen und russischen Übersetzung gibt es die 10 Regeln der DGE nun auch in arabischer Sprache als kostenfreie PDF-Datei. Zudem steht eine bilinguale Version zum Download bereit. Da die Nachfrage steigt, werden Übersetzungen in weitere Sprachen folgen. „Damit möglichst viele Menschen von unseren wissenschaftlich fundierten 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung profitieren, hat sie die DGE in verschiedene Sprachen übersetzt. Seitdem wir sie 1956 zum ersten Mal formulierten, entwickelten sie sich zum Herzstück unserer Fachgesellschaft“, erklärt Virmani weiter.

Die 10 Regeln der DGE sind alltagstauglich und handlungsorientiert

Das Infoblatt mit den kurz und knapp formulierten 10 Regeln richtet sich an alle Menschen. Die DGE unterstützt Ernährungsberater*innen, Lehrer*innen und andere Multiplikator*innen dabei, leicht verständlich handlungsorientiertes Ernährungswissen beispielsweise im Unterricht zu vermitteln.

Besser mitbestimmen, wenn es um die eigene Ernährung geht

Die 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung gibt es auch in Leichter Sprache. Sie eignen sich insbesondere für Menschen, die Deutsch nicht gut beherrschen oder Lernschwierigkeiten haben. Dadurch können auch sie an Ernährungswissen teilhaben und – wenn es um die eigene gesundheitsfördernde Ernährung geht – besser mitbestimmen. „Die DGE stärkt und erweitert dadurch nachhaltig die Kompetenz und Selbstbestimmtheit aller Menschen. Nur wer versteht, wie man sich am besten ausgewogen ernährt, wendet die wissenschaftlichen Erkenntnisse der DGE im Alltag an. Damit will die DGE die gesundheitliche Chancengleichheit aller Menschen verbessern“, sagt Virmani.

Die 10 Regeln sind ein Teil der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE und fassen die wichtigsten Aspekte einer vollwertigen Ernährung kurz und knapp zusammen. Neben Tipps zur Lebensmittelauswahl, Zubereitung und Nachhaltigkeit empfiehlt die DGE auch ausreichend Bewegung sowie sich bewusst für Mahlzeiten Zeit zu nehmen.

Apr 272020
 

Bild: Pixabay

Ist die therapeutische Führung der Lacotsoeintoleranten wirklich ein Kinderspiel? Wie interpretiere ich die Diagnostik? Sind die gängigen therapeutischen Optionen überhaupt noch aktuell? Wie lange geht z.B. die Karenzzeit – und ist sie noch notwendig? Warum nehmen die Beschwerden unter lactosefreier Ernährung wieder zu? Welche Rolle hat das Mikrobiom? Was besagt der CC- Status und welche Lactasesupplemente sollten wann und in welcher Menge gegeben werden?

Die Antworten zu diesen Fragen, wichtige Begriffserklärungen und immer wieder der Blick in die Warenkunde machten im Webinar der DGE-Sektion MV mit Christiane Schäfer am 22.4.2020 deutlich, dass die Therapie alles andere als ein Kinderspiel ist. Warenkunde – insbesondere das Wissen über Milchderivate und Ernährungsphysiologie mit dem Blick auf Essfehler sind elementar für eine erfolgreiche Ernährungstherapie. „Ich fühle mich ermutigt und motiviert meinen lactoseintoleranten Patienten eine gewisse Menge an Lactose in der Ernährung zu lassen und werde dabei vor allem die verarbeiteten Lebensmittel mit Milchderivaten viel kritischer betrachten!“, zog eine Teilnehmer zum Ende des Online-Seminars ihr Fazit.

An dem Ganztages-Seminar nahmen 22 Ernährungsfachkräfte aus ganz Deutschland teil. Aufgrund der hohen Nachfrage wird ein weiteres Onlineseminar angeboten. Dieses Mal allerdings an zwei Vormittagen (18. und 19.6.2020). Eine Anmeldung bitte nur mit Anmeldeformular (s. Fortbildung)!

Apr 232020
 
Stethoskop

©janews094/Fotolia

Auch in Zeiten von COVID-19 ist eine bedarfsgerechte, ausgewogene und gesunderhaltende Ernährung von besonderer Bedeutung und Grundlage für unser Wohlbefinden. Sie liefert alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge. In Deutschland geben hier die 10 Regeln der DGE Orientierung. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, auch zur Stärkung des Immunsystems, ist nicht notwendig und sollte wenn, in Absprache mit dem betreuenden Arzt erfolgen.

Zum Thema Ernährung und COVID-19 haben verschiedene nationale und internationale Organisationen und Fachgesellschaften Informationen zur Verfügung gestellt, die Fachkräften im Bereich Ernährung, Diätetik und anderen Gesundheitsberufen als Orientierung dienen.

Covid-19 Information on Nutritional Support of the European Federation of the Associations of Dietitians (EFAD)

Apr 082020
 
FortbildungWir, die relevanten Verbände und Institutionen der Ernährungsberatung und -therapie (DGE, VDD, VDOE, VFED und QUETHEB), haben uns auf folgende Sonderregelung verständigt: 30 % der Punkte, die in einem Dreijahreszeitraum für die kontinuierliche Fortbildung für Ernährungsberater*innen/DGE und Verpflegungsmanager*innen/DGE nachzuweisen sind, werden über Selbststudium anerkannt.

Wir reagieren damit auf die infolge der Corona-Pandemie abgesagten Kongresse und Weiterbildungsseminare. Gleichzeitig machen wir auf die Möglichkeiten aufmerksam, über die Teilnahme an Webinaren, über Online-Fortbildungsangebote der Fachzeitschriften und informelles Lernen etc. Wissen und Kompetenzen zu erweitern. Ein Reflexionsbogen zur Dokumentation des Selbststudiums wird in Kürze zur Verfügung stehen

Apr 022020
 
Ringordner ICH nehme abDas von der DGE entwickelte und bewährte Kurskonzept „ICH nehme ab“ wurde erfolgreich von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) geprüft und ist bis April 2023 rezertifiziert. Teilnehmer*innen an ICH-nehme-ab-Präventionskursen profitieren von dem wissenschaftlich fundierten und evaluierten Programm. Durch die Rezertifizierung erhalten sie auch weiterhin eine anteilige Kostenübernahme durch ihre gesetzliche Krankenkasse.

Damit Ernährungsfachkräfte das „ICH nehme ab“-Konzept nutzen können, ist eine Einweisung ins Programm laut „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbands erforderlich. Der Leitfaden definiert die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention. Die 3-tägige Kursleiterschulung zu „ICH nehme ab“ entspricht dieser Einweisung. Sie wird an verschiedenen Standorten angeboten. Über 1.300 Oecotropholog*innen und Diätassistent*innen haben sie bereits absolviert. Kontaktdaten zahlreicher Kursleiter*innen stehen zur Verfügung.

Das Konzept basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz in zwölf Schritten. Diese Schritte thematisieren in jeweils 90-minütigen Kurseinheiten die Bereiche persönliche Ziele, Trink- und Bewegungsverhalten, Lebensmittelauswahl und Wissenswertes zu Nährstoffen, den Umgang mit Krisen und Stress sowie Entspannung. Die einzelnen Schritte bauen aufeinander auf. Ziel des Programms ist es, Klient*innen zu unterstützen, ihr Körpergewicht durch eine vollwertige Ernährung langfristig zu verringern und halten zu können.

Die Teilnehmer*innen an ICH-nehme-ab-Präventionskursen erhalten mit dem 207-seitigen Ringordner ein praktisches Manual, das neben Informationen und Arbeitsmaterialien wertvolle Tipps für die Praxis, außerdem eine Rezeptbroschüre sowie ein Ernährungs- und Bewegungstagebuch umfasst.

Die aktuelle Auflage des ICH-nehme-ab-Ringordners wurde in Layout und Formulierungen den Bedürfnissen der Nutzer*innen angepasst. Der 9. korrigierte Nachdruck ist für 35 Euro zzgl. Versandkosten über den DGE-Medienservice www.dge-medienservice.de , Artikel-Nr. 121507, ISBN 978-3-88749-224-3 frei verkäuflich erhältlich.