Dez 182018
 

Die Bevölkerung des Bundeslandes Mecklenburg Vorpommern wird sich in den folgenden Jahren aus immer weniger jungen Menschen und deutlich mehr älteren Menschen zusammensetzten. Laut Demographie- Bericht von 2014 wird sich der Anteil der Bevölkerung  in der  Altersgruppe  der  20 bis  65 Jährigen  von  63 Prozent  auf  rund 50 Prozent reduzieren,  der Anteil  der  über  65 Jährigen  steigt  dagegen  von 22 Prozent  auf fast 32 Prozent. Während bei gesunden jüngeren Senioren Übergewicht/Adipositas und damit verbundene Erkrankungen dominieren, stellt für die Gruppe der Hoch- und Höchstbetagten Mangel- oder sogar Unterernährung aufgrund unbemerkter Nährstoff- und Flüssigkeitsdefizite, häufig einhergehend mit Erkrankungen wie Demenz, ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Die Ernährungssituation selbstständig lebender Senioren ist in der Regel besser als die von älteren Menschen in Heimen. Da die Therapie der Mangelernährung im hohen Alter sehr schwierig und mühsam ist, kommt der Prävention eine entscheidende Rolle zu.

Vor diesem Hintergrund fand am 6.12.2018 in Kooperation mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die erste Qualitätsoffensive Seniorenverpflegung statt. An der Veranstaltung nahmen  60 Küchenfachkräfte, Mitarbeiter und Entscheidungsträger aus Senioreneinrichtungen teil.  Dr. Eva Kiesswetter vom Institut für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berichtete über die Ernährungs- und Verpflegungssituation im Alter sowie über die Ernährung bei Demenzerkrankten. Im Anschluss stellte Ricada Holtorf vom INFOM-Projekt „Fit im Alter“ der DGE e.V. den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen vor. Im Anschluss nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit Fragen rund um den DGE-Qualitätsstandard und ernährungsphysiologische Fachfragen zu stellen.

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