Mrz 202017
 

Fallbesprechungen mit der Referentin Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg beim Seminar: „Gluten: Gemeingefährlich oder ein Hype um Nichts?“

Gluten ist die Ursache für eine Zöliakie. Keine neue Erkenntnis. Inzwischen überschlagen sich aber gastroenterologische Medien, Fachliteratur und die Laienpresse mit zunehmend kontroversen Diskussionen um das Thema Gluten und seine möglicherweise negativen Auswirkung auf die Gesundheit.

Was ist wirklich dran am Gluten, oder ist es doch nur der Weizen? Und was bedeutet „Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität“? Bei gastrointestinaler Symptomatik erwarten Patienten förmlich einen glutenfreien Speiseplan. Die zahlreichen Publikationen und Diskussionen rund um das Gluten zwingen in der Gruppe der Ernährungsfachkräfte sowohl diejenigen, die beratend, als auch diejenigen, die lehrend tätig sind, sich mit dieser Thematik sehr kritisch auseinanderzusetzen.

Aus diesem Grund fand am 17.03.2017 unter der Leitung von Christiane Schäfer von der Allergologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg das ganztägiges Seminar: „Gluten: Gemeingefährlich oder ein Hype um Nichts?“  statt, an dem 25 Ernährungsberater/innen sowie Mediziner aus Mecklenburg-Vorpommern und Umgebung teilnahmen.

So wurde den Teilnehmer/innen vermittelt, dass vor der Empfehlung einer solch rigiden Kostform, die Auseinandersetzung mit den möglichen pathologischen Auswirkungen einer Gluten-Karenz stehen sollte. Einfach weglassen wäre in den seltensten Fällen eine kluge Entscheidung. Außerdem wurden Fallbeispiele zu Patienten mit einer Zöliakie oder einer „Glutensensitivität“ bearbeitet, die S2K Leitlinie: „Zöliakie – Nichtzöliakie Weizensensitivität“ kritisch betrachtet sowie aktuelle Veröffentlichungen auch hinsichtlich ihrer Empfehlungen, der Inhaltstiefe und wissenschaftlichen Relevanz beleuchtet. Das Tagesseminar gab Einblicke, schärfte kritische Blickweisen und zeigte Ausblicke auf, die eine fundierte Basis für den therapeutischen Alltag liefern.

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