Jul 092021
 

Gesucht werden Expert*innen aus der Gemeinschaftsverpflegung


Mitmach-Bild mit QR-Code zur UmfrageSie sind in der Gemeinschaftsverpflegung (GV) tätig und bieten Verpflegung für Kindertageseinrichtungen (Kitas) an? Dann freuen wir uns über Ihre Meinung. Für das Projekt Start Low sind Anbieter von Kitaverpflegung aufgerufen, an einer Umfrage zum Thema nährwertoptimierte Speisen in der Kita teilzunehmen.

Wie gestalten Sie Ihre Speiseplanung? Welche Kriterien sind für Sie beim Einkauf von hoch verarbeiteten Produkten für die Kitaverpflegung relevant und welche Bedeutung hat das Thema Salz- und Zuckerreduktion sowie Fettoptimierung in Ihrem Unternehmen? Auf Basis dieser und weiterer Fragen entwickelt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zusammen mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen (HSAS) und dem Unternehmen Pro Care Management (PCM) Maßnahmen und Angebote für eine gesundheitsfördernde Kitaverpflegung. Diese sollen alle Beteiligten dabei unterstützen, sich gemeinsam für eine zucker- und salzreduzierte sowie fettoptimierte Verpflegung einzusetzen.

Um herauszufinden welche Schritte dafür notwendig sind, läuft derzeit eine Umfrage für Anbieter*innen der Kitaverpflegung. „Unser Ziel ist es, zu erfassen, worauf Anbietende beim Einkauf hochverarbeiteter Lebensmittel achten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Rolle aktuell die Salz- und Zuckerreduktion sowie die Fettoptimierung bei der Kitaverpflegung spielt“, erläutert Dr. Ernestine Tecklenburg, Leiterin des Projekts Start Low. Neben den Einrichtungen für Gemeinschaftsverpflegung werden in Kürze auch noch Kitas befragt, die selbst kochen. Hier sollen weitere Informationen aus dem Praxisalltag der Einrichtungen gesammelt werden.

Hauptziel des Projekts Start Low ist es, Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung im Bereich der Kitaverpflegung dabei zu unterstützen, Maßnahmen zur Reduktion von Zucker und Salz sowie zur Reduktion und Optimierung von Fett zu entwickeln, bereitzustellen und die Wirksamkeit zu überprüfen. Start Low wird als Projekt von der DGE koordiniert und im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt. Es läuft seit dem vergangenen Herbst für drei Jahre. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des BMEL aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

Jun 182021
 

Ernährungsexpert*innen treffen sich vom 24.-26. Juni digital


Screenshot virtueller Stand der DGE

© eventsair.com

Auf der diesjährigen digitalen Dreiländertagung „Ernährung 2021“ vom 24. bis 26. Juni 2021 präsentiert sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in der Industrieausstellung mit einem virtuellen Stand. Die Fachgesellschaft zeigt in einem Kurzfilm aktuelle Medien, geht mit den Kongressteilnehmenden in den Dialog und bietet kostenfreie Downloads sowie einen Sonderbestellschein mit Rabatten für ausgewählte Medien an.

Der diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Ernährung: Evidenz gefunden?!“. Gemeinsame Veranstalter sind die Gesellschaft für Klinische Ernährung Schweiz (GESKES), der Schweizerische Verband der Ernährungsberater/innen (SVDE), die Arbeitsgemeinschaft klinische Ernährung Österreich (AKE) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Das wissenschaftlichen Programm mit Vorträgen, Symposien und Fallbesprechungen richtet sich an Teilnehmende aus den Bereichen (Ernährungs-)Medizin, Pflege, Ernährungsberatung und Therapie sowie Pharmazie.

DGE-Qualitätsstandards auch für Mediziner*innen wegweisend

Am virtuellen Ausstellungsstand informiert die DGE mit einem weiteren Film und Medien auch über die Qualitätsstandards. Denn die Entscheidung, wie sich das Verpflegungsangebot einer Klinik gestaltet, ist nicht nur ein Thema der Küche. Auch Ärztin*innen, Pflegende und Pharmazeut*innen tragen Verantwortung für das nutritive Wohlergehen ihrer Patient*innen. Menschen, die in einem kritischem Gesundheits- und Ernährungszustand in medizinische Einrichtungen kommen, brauchen immer eine bedarfsgerechte Versorgung mit den notwendigen Nährstoffen. Darüber, wie die Klinikverpflegung sowohl gesundheitsfördernd als auch nachhaltig gestaltet werden kann, gibt der „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kliniken“ als wissenschaftliches Leitwerk Orientierung und unterstützt mit station-ernaehrung.de praxisnah auf dem Weg der Umsetzung.

 Infos und Programm zur Tagung Ernährung 2021

Jun 172021
 

Rückschau auf ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr


Cover Jahresbericht 2020Der aktuelle DGE-Jahresbericht 2020 blickt auf ein besonderes Jahr zurück, in dem die wissenschaftliche Fachgesellschaft mit ihren Sektionen und Vernetzungsstellen mit vielfältigen Aktivitäten und Projekten trotz der besonderen Herausforderungen viel geleistet und erreicht hat. Er präsentiert Fakten, Zahlen und Informationen zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Aufgaben der DGE.

Zu den drei bedeutenden und zentralen Veröffentlichungen des letzten Jahres gehört die Neuauflage der DGE-Beratungsstandards. Sie sind inhaltlich und grafisch komplett überarbeitet worden und liefern einheitliche und wissenschaftlich fundierte Aussagen für die Arbeit von Multiplikator*innen in der Ernährungsberatung und -therapie. Ebenfalls neu erschienen sind die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung. Sie zeigen nun noch stärker auf, wie eine gesundheitsfördernde Ernährung zugleich nachhaltig sein kann. Als wissenschaftliches Themenhighlight kam im November der 14. DGE-Ernährungsbericht heraus. Er enthält konkrete Daten zur Beschreibung der Ernährungssituation in Deutschland. Außerdem präsentiert er die Ergebnisse von drei speziell dafür durchgeführten Forschungsvorhaben, die besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen im Fokus haben: die nutritionDay-Auswertung, die SuSe-II-Studie und die VeChi-Youth-Studie.

 DGE-Jahresbericht 2020 – viel Freude beim Lesen!

Jun 082021
 

Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Soziales und Tierwohl stärker berücksichtigt


Mädchen hält Zwiebel

©beavera – stock.adobe.com

Die DGE fordert und fördert eine nachhaltigere Ernährung – etwa durch deren Umstellung auf mehr pflanzliche Lebensmittel – in all ihren Dimensionen und Facetten. Dies ist die Kernaussage des neuen Positionspapiers zur nachhaltigeren Ernährung, welches die DGE heute anlässlich des digitalen Nationalen Dialogs „Wege zu nachhaltigen Ernährungssystemen” veröffentlicht.

Der Beitrag der Ernährung an den weltweiten Treibhausgasemissionen liegt bei 25-30 %. Angesichts dieser Zahlen ist es dringend geboten, die Ernährungsweise so zu gestalten, dass wir nicht unnötig Ressourcen verbrauchen. Es reicht nicht aus, Ernährungsempfehlungen nur an gesundheitsfördernden Aspekten auszurichten. „Daher berücksichtigt die DGE neben der Gesundheit, die entsprechend ihren satzungsgemäßen Aufgaben im Vordergrund steht, zukünftig in ihren Empfehlungen und Aktivitäten die Dimensionen Umwelt, Soziales und Tierwohl stärker“, stellt Prof. Britta Renner, Vizepräsidentin der DGE und Erstautorin des Positionspapiers, fest.

In ihrem Papier orientiert sich die Fachgesellschaft an den Ausführungen im Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE). Die Darstellungen zur nachhaltigeren Ernährung des Gutachtens richten sich am aktuellen Wissens- und Erkenntnisstand aus. Sie markieren einen Weg hin zu einer nachhaltigeren Ernährung, nicht aber eine absolute Zielerreichung. Demgemäß spricht auch die DGE in ihrem Positionspapier von „nachhaltigerer Ernährung“. Mit dem Positionspapier schafft die DGE eine Basis für ein gemeinsames Verständnis von nachhaltigerer Ernährung. Wissenschaftler*innen verschiedener Bereiche der Ernährungswissenschaft können sich darauf aufbauend differenzierter und vergleichbarer mit einer nachhaltigeren Ernährung auseinandersetzen und sie weiterentwickeln.

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Jun 012021
 

DGE-Infothek zu Osteoporose gibt hilfreiche Infos und Tipps


Cover Essen und trinken bei Osteoporose(dge) Osteoporose ist eine der häufigsten Volkskrankheiten, deren Auftreten mit zunehmendem Alter steigt. Bei dieser Krankheit des Skelettsystems verringert sich die Knochenmasse, der Knochen wird porös und das Risiko für Knochenbrüche steigt. In Deutschland gibt es ca. 6,3 Mio. Betroffene. Frauen sind dabei 4-mal häufiger betroffen als Männer. Bei den 70-jährigen haben bereits 45 % der Frauen und 17 % der Männer Osteoporose. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Neben genetischen Aspekten und Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, Immobilität und Rauchen, spielen verschiedene andere Erkrankungen z. B. Diabetes mellitus, rheumatoide Arthritis, gastroenterologische Erkrankungen sowie der Einfluss bestimmter Medikamente eine Rolle. Hinzu kommen ernährungsmitbedingte Risikofaktoren wie Calcium- und Vitamin D-Mangel, eine erhöhte Homocystein-Serumkonzentration, Untergewicht mit einem BMI < 20 kg/m2, chronisch erhöhter Alkoholkonsum und alkoholische Lebererkrankungen. Wie der Entstehung von Osteoporose vorgebeugt und wie sie behandelt werden kann, zeigt die aktuelle Infothek „Essen und Trinken bei Osteoporose und zur Osteoporose-Prävention“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

Knochen im ständigen Wandel

Unsere Knochen unterliegen einem ständigen Auf- und Umbauprozess. Pro Jahr werden ca. 8 % des Skeletts umgebaut. Schon ab dem 30. Lebensjahr wird die Knochenbilanz negativ, d. h. es wird mehr Knochenmasse abgebaut als neue aufgebaut. Im Alter beschleunigt sich dieser Prozess. Osteoporose bleibt lange Zeit unbemerkt, solange keine Brüche auftreten. Erst im fortgeschrittenen Alter bzw. im Krankheitsstadium zeigt sich eine erhöhte Brüchigkeit und Instabilität, die bei der geringsten Belastung zu Frakturen führen kann. Damit dies nicht passiert, gilt es schon frühzeitig der Osteoporose entgegenzuwirken. Ziel ist es, in jungen Jahren ein hohe Knochendichte aufzubauen und im Alter den Knochenabbau zu minimieren.

Die Säulen der Osteoporoseprävention

Wichtige Faktoren zur Vorbeugung der Erkrankung sind körperliche Aktivität, eine adäquate Vitamin-D-Versorgung sowie eine vollwertige Ernährung mit einer ausreichenden Calciumzufuhr. Diese Maßnahmen gelten auch als Basistherapie bei der Behandlung der Krankheit ergänzt durch eine medikamentöse Therapie.

Die vollständig überarbeite DGE-Infothek „Essen und Trinken bei Osteoporose und zur Osteoporose-Prävention“ informiert Betroffene über das Krankheitsbild, die vielfältigen Risikofaktoren und Diagnostik. Sie enthält praktische Ernährungstipps zur geeigneten Lebensmittelauswahl für eine ausreichende Calciumzufuhr. Besonders Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse, verschiedene Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl und Rucola sowie calciumreiche Mineralwässer mit mindestens 150 mg Calcium pro Liter sind empfehlenswert. Darüber hinaus erläutert die Broschüre die Rolle einer guten Vitamin-D-Versorgung, die u. a. die Aufnahme von Calcium im Magen-Darm-Trakt unterstützt sowie den Einbau von Mineralstoffen in den Knochen. Nützliche Adressen zur qualifizierten Ernährungsberatung und zu weiterführenden Information runden den Ratgeber ab.

Die Infothek (Artikel-Nr. 123027) ist im DGE-MedienService zum Preis von 1,00 € zzgl. Versandgebühren erhältlich. Sie gehört zu einer Reihe von Broschüren zu verschiedenen diätetischen Themen, die Krankheitsbilder und diätetische Maßnahmen kompakt und verständlich beschreiben. Die DGE-Infotheken, die zur Produktlinie der Beratungsstandards gehören, richten sich direkt an Verbraucher*innen und dienen Ernährungsfachkräften zur Weitergabe an die Betroffenen.

Mai 312021
 

Aktualisierte DGE-Infothek für die Beratung


Cover Infothek LebensmittelallergienLebensmittelallergien können vielfältige Beschwerden verursachen. Sie reichen von Reaktionen an der Haut und Schleimhaut über Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich oder im Magen-Darm-Trakt bis hin zu einem anaphylaktischen Schock. Eine generelle Allergiediät gibt es nicht, die Ernährung muss individuell an die Allergieauslöser und die Bedürfnisse der*s Betroffenen angepasst werden. Ca. 4 % der Bevölkerung in Deutschland haben schätzungsweise eine Allergie auf Lebensmittel. Kreuzreaktionen, die aufgrund einer bestehenden Pollenallergie auftreten, kommen hingegen weitaus häufiger vor.

Die aktualisierte und vollständig überarbeitete DGE-Infothek für die Beratung „Essen und Trinken bei Lebensmittelallergien“ erläutert neben Ursachen, Symptomatik und Diagnostik auch die häufigsten Allergien im Jugend- und Erwachsenenalter. Hierzu gehören pollenassoziierte Lebensmittelallergien und Allergien gegenüber Nüssen, Erdnüssen, Soja, Lupinen sowie Fisch, Krebs- und Weichtieren. Die Broschüre ist für Ernährungsfachkräfte ein ideales Medium zur Weitergabe an Betroffene. Sie finden darin Tipps zur Lebensmittelauswahl und Hinweise auf Produkte, in denen die Allergieauslöser ggf. zum Einsatz kommen. Auch Begriffe, die in der Zutatenliste auf die Allergieauslöser hinweisen, werden beschrieben. Infos zur Allergenkennzeichnung sowie nützliche Adressen zur qualifizierten Ernährungsberatung und Organisationen ergänzen die Infothek.

Die 36-seitige Broschüre ist zum Preis von 1,00 € zzgl. Versandgebühren im DGE-MedienService erhältlich.

Mai 272021
 

Ob Einkaufstraining mit Kindern, Erwachsenen oder im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements – das Einkaufstraining ist ein interaktives Tool, das die Ernährungsberatung sinnvoll ergänzt. Es ist wichtig, denn das, was eingekauft wird, wird in der Regel auch gegessen. Doch was muss ich als Ernährungsberater bei der Durchführung im Vorfeld beachten? Wie viel Zeit plane ich ein, wie rechne ich die Kosten ab, welchen Schwerpunkt lege ich. Wo gehe ich überhaupt hin? Wie kann ich meinen Patienten dafür begeistern und auch die kleinen Patienten ansprechen? Dies sind Entscheidungen, die individuell zum Patienten passend geplant werden müssen. Im Online-Seminar „Einkaufstraining – praxisnahes Instrument in der Ernährungsberatung“ wurden die Vorbereitung und Durchführung mit verschiedenen Zielgruppen vorgestellt. Ergänzt durch viele Beispiele und Tipps aus der Praxis mit einem Blick auf das Etikett und in die Warenkunde vermittelte die Referentin Claudia Thienel einen großen Fundus an Wissen und ließ die Teilnehmerinnen immer wieder in Gruppenarbeit Gelerntes umsetzen. Das ausgebuchte Online-Seminar der DGE Sektion MV fand am 19. und 20. Mai 2021 mit 28 Diätassistent*innen und Ernährungswissenschaftler*innen statt.

Mai 272021
 

Im Zuge der Digitalisierung und der aktuellen Pandemie werden Online-Beratungen stetig wichtiger. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, einem Flächenland, sollten die Ernährungsfachkräfte diese Chance nutzen, ihr Angebot der analogen Beratung um das der Live-Online-Beratung zu erweitern. Simone Krotz, Referentin des Online-Seminars prognostizierte sogar: „Zukünftige Generationen werden Online-Beratungen als selbstverständlich ansehen.“ Doch welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich? Wie kann eine Online-Beratung interaktiv und empathisch gestaltet werden? Welche Werkzeuge und Methoden gibt es dafür? Was ist bei der Wirkung vor der Kamera auf dem Bildschirm zu beachten? Um diese Fragen zu klären, führte die DGE Sektion MV am 4. und 5. Mai 2021 das Online-Seminar „Ernährungsberatung 2.0 – flexibel und sicher online beraten“ durch. In diesem Methodenseminar stellte Simone Krotz verschiedene Software-Programme, Tools und Funktionen vor und animierte die Teilnehmer*innen diese gemeinsam zu testen. Ausgestattet mit viel praktischem Wissen ging es dann in die Umsetzung einer Online-Beratungssequenz. Somit hatte jeder die Möglichkeit in diesem geschützten Rahmen die ersten Schritte zu gehen und sich auszuprobieren. An dem ausgebuchten Online-Seminar nahmen 18 Diätassistent*innen und Ernährungswissenschaftler*innen teil.

Mai 172021
 

Kompetenzcluster der Ernährungsforschung präsentieren Ergebnisse und Erfolge


Kompetenzcluster KonferenzDietBB, enable, NutriAct, nutriCARD – vier Kompetenzcluster, ein Ziel: Die Bekämpfung nicht übertragbarer Zivilisationskrankheiten. In den zurückliegenden sechs Jahren haben Forscher*innen dieser Forschungsverbünde in vier Regionen Deutschlands wichtige Ergebnisse in der Grundlagenforschung erreicht und leicht umsetzbare Ernährungsstrategien und gesundheitsförderliche Lebensmittelprodukte entwickelt. Dies ermöglicht Bürger*innen einen gesünderen Lebensstil.

Bei einem dreitägigen, virtuellen Kongress vom 17. bis 19. Mai, zum Ende der sechsjährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), präsentieren die Wissenschaftler*innen zentrale Ergebnisse der gemeinsamen interdisziplinären Forschungsaktivitäten. Inhaltlich spannt die Tagung den Bogen von Grundlagenforschung bis zu alltagstauglichen Strategien für eine gesundheitsfördernde Ernährung aller Bevölkerungsgruppen. Wie interdisziplinär, innovativ und vielfältig die Cluster arbeiten, zeigt die Bandbreite der Leuchtturmprojekte:

  • Bei DietBB stehen Analysen zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirngesundheit im Fokus. Als Grundlage für die Untersuchungen, wie sich Ernährung auf das Risiko für die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen auswirkt, wurde eine umfassende Biobank mit Proben mehrerer Kohortenstudien sowie der DietBB-Interventionsstudie erstellt. Mittels der Interventionsstudie wird die Auswirkung verschiedener Ernährungsweisen auf das Erkrankungsrisiko sowie das Immunsystem und das Darmmikrobiom untersucht. Zur besseren Erfassung der Nahrungsaufnahme in Studien wurde die App NutriDiary entwickelt.
  • Der enable-Cluster steht für die Entwicklung altersangepasster Ernährungskonzepte – von Geburt bis ins Seniorenalter, unter anderem durch den Einsatz von IT-Lösungen und 3D-gedrucktem Essen. Ein weiterer Fokus ist die Entwicklung gesünderer Convenience-Produkte wie Fast Food-Erzeugnisse (z.B. Burger, Pizza oder Leberkässemmel).
  • NutriAct-Highlights sind unter anderem die ersten Zwischenergebnisse der großangelegten dreijährigen NutriAct-Ernährungsstudie, welche die Wirksamkeit und Akzeptanz einer Ernährungsempfehlung für gesünderes Altern untersucht. Zudem wurden in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen dazu passende Lebensmittel entwickelt sowie Strategien für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung gerade im familialen Kontext erarbeitet.
  • nutriCARD hat zahlreiche ernährungsphysiologisch optimierte Lebensmittel bis zur Marktreife entwickelt, darunter Wurstwaren, Patties für Burger, Backwaren und mehrere Speiseeissorten. Mit der nutriCARD-App wurde der Einsatz des Handys als mobiler Ernährungsberater initiiert. Im Bereich Ernährungskommunikation und Bildung reicht das Spektrum von Social-Media-Studien über Unterrichtsbegleitmaterialien bis hin zur Entwicklung von Qualitätskriterien für guten Ernährungsjournalismus.

weiter lesen unter: www.dge.de

Mai 172021
 

Freiburger Forschende untersuchten Einfluss der Ernährung auf Lebensmittelabfälle und Umweltindikatoren


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Unter dem Titel „Eating healthy or wasting less? Reducing resource footprints of food consumption” veröffentlichten Forschende der Freiburger Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen im April 2021 einen Vergleich der Umweltauswirkungen verschiedener Ernährungsweisen.

Anlass für die Untersuchung war das von Deutschland angestrebte Ziel, im Rahmen der Sustainable Development Goals bis 2030 die Lebensmittelverschwendung zu halbieren. Vor dem Hintergrund, dass die Ernährungsweise selbst einen erheblichen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck des Ernährungssystems hat, untersuchten die Wissenschaftler*innen Auswirkungen verschiedener Ernährungsweisen auf Lebensmittelabfälle und die Indikatoren Biomasse-, Ackerland- und Blauwasserfußabdruck.

Die Forschenden verglichen eine omnivore und eine vegetarische Ernährungsweise nach den 2019 von der EAT-Lancet Kommission vorgestellten globalen Empfehlungen für eine Planetary Health Diet sowie einer selbst entwickelten und als Guideline Diet bezeichneten Referenzernährung. Diese ist an die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE angelehnt – mit dem wichtigsten Unterschied, dass die Wissenschaftler*innen eine deutlich höhere Energiezufuhr zugrunde legten sowie Zucker und Alkohol mit 10 % der Gesamtenergie berücksichtigten.

Für die bezeichnete Guideline Diet wird zudem eine Fleischzufuhr von mehr als 600 g pro Woche berücksichtigt. Diese Menge liegt knapp über dem oberen Ende der von der DGE angegebenen Spanne. Obwohl die Empfehlungen von DGE und EAT-Lancet hinsichtlich der empfohlenen Fleischmenge vergleichbar sind, haben die Freiburger Forschenden in der omnivoren Version der EAT-Lancet-Ernährungsweise 400 g Fleisch pro Woche einbezogen. Dies ist bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Eine pflanzenbasierte Ernährungsweise entlastet die Umwelt

Die Ergebnisse der Berechnungen zeigen, dass bei allen Ernährungsweisen der Biomasse- und Ackerlandfußabdruck sinkt, während der Einfluss auf das Blauwasser eher gering ist. Mit einer höheren Zufuhr an Gemüse und Obst sowie Getreide und Kartoffeln entstehen jedoch höhere Lebensmittelabfälle. Fazit der Untersuchung ist, dass mit einer Transformation hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung die Umweltlast dennoch gesenkt wird.

Die DGE empfiehlt in ihren 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung eine pflanzenbezogene Ernährungsweise. Aspekte zum nachhaltigen Essen und Trinken sind fester Bestandteil dieser Regeln. Ebenso bieten die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung konkrete Handlungsanleitungen für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährungsweise.