Sep 232022
 

„Stillen – eine Handvoll Wissen reicht.“


Frau still Baby

©BLE 2022 / Foto: Kerstin Pukall

Gute Beratung und ein wenig Basiswissen – mehr braucht es meist gar nicht für einen gelingenden Stillstart. „Stillen – eine Handvoll Wissen reicht.“ lautet das Motto der diesjährigen Weltstillwoche (03. – 09.10.2022). Durch die Aktion fördern zahlreiche Akteurinnen und Akteure, darunter auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), das Stillen und unterstützen Frauen ganz gezielt. Die fünf wichtigsten Basisinformationen des Stillens wurden für die diesjährige Weltstillwoche in einem zentralen Motiv zusammengefasst – als Handvoll Wissen.

In den vergangenen Jahren machte sich die Weltstillwoche eher allgemein für die Belange Stillender und werdender Familien stark. Dieses Jahr steht die Wissensvermittlung im Vordergrund. Was sollte eine Frau zum Stillbeginn wissen? Was stärkt sie in ihrem Selbstvertrauen? Und welche ganz praktischen Anleitungen braucht sie? Die Antworten sind in der „Hand“ zu finden, die fünfzehn stillfördernde Institutionen anlässlich der Weltstillwoche 2022 entwickelt haben. Fachkräfte können sie in der Beratung einsetzen und so im doppelten Sinne die Hand reichen.

Folgende fünf Basisinformationen sind für den Stillstart besonders hilfreich:

  • Stillen ist von der Natur vorgesehen, Muttermilch ist die natürliche Ernährung von Säuglingen.
  • Direkter Hautkontakt gleich nach der Geburt zwischen Mutter und Kind wirkt sich positiv auf den Stillbeginn und die Stillbeziehung aus.
  • Die zurückgelehnte Stillhaltung ist gerade kurz nach der Geburt eine entspannte Position für die Mutter und erleichtert dem Neugeborenen den Weg zur Brust.
  • Häufiges Stillen ist richtig und wichtig, denn so bekommt ein Baby Milch nach Bedarf und viel körperliche Nähe.
  • Muttermilch von Hand gewinnen ist praktisch, macht flexibel und unabhängig von technischen Hilfsmitteln.

Weitere Informationen zur Weltstillwoche, Ansprechpersonen und Aktionen erhalten Sie in der gemeinsamen Pressemitteilung des Aktionsbündnisses.

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Sep 232022
 
Warum das Essen in der Schule Einfluss auf das Klima hat
Logo: Tage der Schulverpflegung

©BMEL

Mehr als neun Millionen Schüler*innen haben täglich die Möglichkeit eine warme Mittagsmahlzeit in der Schule zu essen. Auch Zwischenmahlzeiten werden vielfach angeboten. Damit ist die Schule einer der zentralen Orte für Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. „Sie können durch das Essensangebot nicht nur anschaulich erfahren, was gesundheitsfördernd, wohlschmeckend und abwechslungsreich ist, sondern auch, welches Gewicht das Thema Nachhaltigkeit in der Schulverpflegung haben kann und sollte“, sagt Dr. Kiran Virmani, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) anlässlich des Tages der Schulverpflegung am 23. September 2022. Er wurde im Jahr 2010 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert. Zusammen mit den Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VeSch) der Länder und ihren zahlreichen Aktionen begeht das BMEL begeht diesen Tag unter dem Motto „Vielfalt schmecken und entdecken“. Neben Genuss und Qualität stehen Gesundheit und Nachhaltigkeit als zentrale Themen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die DGE ist Projektträgerin dreier Vernetzungsstellen in Deutschland:

Zudem hat die wissenschaftliche Fachgesellschaft den „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen“ im Auftrag des BMEL entwickelt. Er beschreibt auf der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage die Kriterien für eine optimale, gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung. Nachhaltigkeit hat darin mit den vier Dimensionen Gesundheit, Soziales, Umwelt und Tierwohl eine tragende Rolle.

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Sep 212022
 

Neue DGE-Infothek: Essen und Trinken bei Bluthochdruck


Cover Infothek HypertonieIn Deutschland hat etwa jede*r dritte Erwachsene Bluthochdruck, das sind ungefähr 20 bis 30 Millionen Menschen. Im Alter zwischen 70 und 79 Jahren sind sogar 3 von 4 Menschen betroffen, Männer häufiger als Frauen. Bluthochdruck ist ein zentraler Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten und deren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Um den Blutdruck zu senken und Bluthochdruck vorzubeugen, ist ein gesundheitsfördernder Lebensstil entscheidend. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, wenig Speisesalz und Alkohol trägt neben regelmäßiger körperlicher Bewegung und Gewichtsreduktion maßgeblich dazu bei, dass sich die Blutdruckwerte stabilisieren. Je nach Schweregrad sind zusätzlich blutdrucksenkende Medikamente notwendig. Die neue Infothek „Essen und Trinken bei Bluthochdruck und zur Bluthochdruck-Prävention“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) informiert über das Krankheitsbild und gibt viele praktische Ernährungstipps zur Prävention und Behandlung. Adressen zur qualifizierten Ernährungsberatung und weiterführenden Informationen runden die Infothek ab. Der Patient*innen-Ratgeber kann unter der Artikel-Nr. 123038 ab sofort für 1,00 EUR zzgl. Versandkosten beim DGE-MedienService bestellt werden.
 

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Sep 132022
 

Prof. Dr. Bernhard Watzl ist neuer DGE-Präsident


Prof. Dr. Bernhard Watzl

Prof. Dr. Berhard Watzl © Andreas Friedrich / fredmcfar.com

Auf der Mitgliederversammlung am 31. August 2022 fand die Neuwahl des Wissenschaftlichen Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) statt. Die Mitglieder wählten Prof. Dr. Bernhard Watzl, Leiter i. R. des Instituts für Physiologie und Biochemie der Ernährung am Max Rubner-Institut (MRI), Karlsruhe für die nächsten drei Jahre zum neuen DGE-Präsidenten. Er folgt auf Prof. Dr. Jakob Linseisen, Universität Augsburg, der seit 2019 das Amt innehatte. Prof. Dr. Britta Renner von der Universität Konstanz und Prof. Dr. Ute Nöthlings, Rheinische Friedrich- Wilhelms- Universität Bonn, wurden als Vizepräsidentinnen gewählt.

Der Oecotrophologe Bernhard Watzl leitete bis Januar 2022 das Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung am Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe und ist weiterhin am Karlsruher Institut für Technologie als außerplanmäßiger Professor tätig. Er ist Vorsitzender der DGE-Arbeitsgruppen „Lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen“ und „Evidenzbasierte Leitlinie: Proteinzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“. Seine experimentellen Arbeiten liegen im Bereich der immunmodulatorischen Wirkungen verschiedener Lebensmittelinhaltsstoffe. Auf der Ebene der Lebensmittel steht deren präventive Wirkung im Mittelpunkt seiner Arbeit.

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Sep 012022
 

Medienvertreter*innen im Bereich Ernährungsjournalismus ausgezeichnet


DGE-Journalisten-Preisträger*innen

Dagmar von Cramm (rechts) mit den Preisträgern des DGE Journalisten-Preises 2022: Manuel Stark (1. v.l.), Doris Tromballa (2. v.l.), Markus Metz, Katrin Saft, Sonja Fröhlich und Lukas Hellbrügge (Monitor) ©DGE / Foto: Christian Augustin

Die Preisträger*innen des diesjährigen DGE-Journalisten-Preises sind Katrin Saft, Sonja Fröhlich, Markus Metz, Doris Tromballa, Manuel Stark und das Redaktionsteam Markus Hellbrügge, Matthias Dachtler, Kevin Ebert, Robin Köhler und Sebastian Meinberg. Mit dieser Auszeichnung prämiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) herausragende ernährungsjournalistische Arbeiten in Wort und Bild. Dagmar von Cramm, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE, überreicht die Urkunden auf dem Wissenschaftlichen Symposium am 31. August 2022.

Mit insgesamt 10 000 EUR Preisgeld würdigt die Fachgesellschaft publizistisches Arbeiten und zeichnet wissenschaftlich fundierte, originelle und zielgruppengerecht aufbereitete Arbeiten in 5 Medienkategorien aus. Ausführliche Informationen zu den Preisträger*innen 2022 und den ausgezeichneten Arbeiten sind unter http://www.dge.de/presse/journalisten-preis/ zusammengestellt.

Im Bereich Tages- und Wochenzeitungen prämiert die DGE Katrin Saft für ihren Artikel „Schmeckt‘s noch? bzw. Es schmeckt nicht mehr!“ in der Sächsischen Zeitung und Freien Presse vom 09.10.2021. In ihrem Beitrag nimmt Saft die Qualität der Gemeinschaftsverpflegung in Sachsens Kantinen unter die Lupe, in der der Trend zu gesunden, regionalen und Bioprodukten nicht ankommt. Der Preis scheint dabei nicht ausschlaggebend, wie ihre Recherche ergab und es auch die Umsetzung kreativer Köch*innen beweist. Doch wie viele andere und weitere Hürden es gibt, zeigt ihre umfassend und gut recherchierte, beschreibende Analyse der Situation auf. Ein Beitrag, der das große Potenzial und das notwendige Umdenken in der Gemeinschaftsverpflegung – auch im Hinblick auf den Klimawandel – verdeutlicht.

In der Kategorie Publikumszeitschriften zeichnet die Jury Sonja Fröhlich aus. Ihre im FOCUS Magazin 41/2021 veröffentlichte Titelstory „Besser essen – Die Ernährungswende“ befasst sich mit der Frage, wie wir mit besserer Ernährung uns und der Umwelt Gutes tun können. Dazu thematisiert sie diverse Aspekte wie Nahrung der Zukunft, Lebensmittel aus „Biofabriken“, die Massentierhaltung, die Ökolandwirtschaft, das Problem Adipositas und Lebensmittelverschwendung einerseits und andererseits den Hunger in der Welt sowie die Agrarpolitik oder das Engagement von Ernährungsräten. Damit ist ihr eine fundierte, gut strukturierte und allgemein verständliche Titelstory gelungen, die mit vielen Fakten, aussagekräftigen Grafiken und Bildern aufwartet.

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Sep 012022
 
Wissenschaftliches Symposium der DGE am 31. August 2022
Prof. Hannelore Daniel und Prof. Jakob Linseisen

Prof. Hannelore Daniel und Prof. Jakob Linseisen eröffnen die Tagung und begrüßen die Teilnehmenden. © DGE, Foto: Christian Augustin

Das Thema Personalisierte Ernährung (PE), häufig auch „genbasierte Ernährung“ oder „Gen-Diät“ genannt, hat hohe Aktualität. Auf dem heutigen Wissen­schaftlichen Symposium der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) diskutieren nationale und internationale Expert*innen aus ihrer Forschungsper­spektive den Sachstand und die Zukunftsperspektiven der PE. Über 300 Interes­sierte nehmen online teil. Während Verbraucher*innen die Qualität solcher An­gebote oft nicht einordnen können, sind sich die Expert*innen einig. „Bis heute konnte nicht bewiesen werden, dass Personen aufgrund genbasierter Ernäh­rungsempfehlungen ihr Körpergewicht erfolgreicher reduzieren können oder eine gesündere Ernährungsweise annehmen. Genetische Informationen weisen bis­lang keine nachweisbare Tauglichkeit für sonst stoffwechselgesunde Menschen und für darauf abgestimmte individualisierte Ernährungsempfehlungen auf“, stellt Prof. Dr. Hannelore Daniel, die das Symposium leitet und moderiert, fest. Die DGE-Arbeitsgruppe Personalisierte Ernährung legt daher ein neues Modell der PE vor. Es gewichtet die phänotypischen Merkmale wie Gewicht, BMI usw. sowie das, was gegessen wird, stärker und setzt dafür verschiedene neue Messmetho­den ein. „Die personalisierte Ernährung von Morgen muss den Menschen Hand­lungshilfen in einer immer schwerer zu durchdringenden „Ernährungsumwelt“ bieten. So kann sie dazu beitragen, Gesundheit, Genuss und Umweltbedarfe so­wie sozial gerechten Konsum gleichermaßen zu ermöglichen und dabei die spe­zifische Lebensumwelt des Individuums berücksichtigen“, sagt Daniel. Dafür ist eine bessere Integration der Datenwissenschaften und multidisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich.

Genotyp, Phänotyp und mehr

Im ersten wissenschaftlichen Themenblock zeigt Prof. Murielle Bochud von der University of Lausanne auf, welchen Beitrag PE für die öffentliche Gesundheit leisten kann. Prof. Dr. Ute Nöthlings von der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn spricht über die Entwicklung und den Einsatz von Ernährungserhebungsinstrumenten in Kohortenstudien. Denn eine gute Ernährungserhebung ist für ernährungsepidemiologische Studien und PE gleichermaßen unerlässlich. Bislang ver­wendete Methoden, bei denen Proband*innen aufschreiben sollen, was sie es­sen, sind oft ungenau. Neuere Ansätze setzen Kurz- und Langzeiterhebungsin­strumente kombiniert ein. Nöthlings arbeitet daran, innovative Ernährungserhe­bungsinstrumente wie Apps und eine standardisierte Vorgehensweise für die Analyse von Ernährungsmustern zu entwickeln. Neue Internet- und Telekommunikationstechnologien unterstützen dabei, die verfügbaren Daten zum Lebensmittelkonsum für jede*n Studienteilnehmer*in weiter zu verbessern.

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Aug 252022
 

5 Fragen an die Ernährungswissenschaften – Interview mit Prof. Dr. Bernhard Watzl und Anne Carolin Schäfer

Prof. Dr. B. Watzl und Anne Carolin Schäfer

Was sind die Unterschiede und welches sind die Gemeinsamkeiten zwischen der Planetary Health Diet und den DGE-Ernährungsempfehlungen? Wie lässt sich die Idee der EAT-Lancet-Kommission für einen globalen und nachhaltigeren Speiseplan praktisch umsetzen?

Prof. Dr. Bernhard Watzl, Vizepräsident der DGE, erläutert auf DGE-Blog in einer Gegenüberstellung von Planetary Health Diet und den DGE-Ernährungsempfehlungen die Herausforderungen. Anne Carolin Schäfer, DGE-Referat Wissenschaft, bietet einen Einblick in den aktuellen Stand zur Weiterentwicklung der Ernährungsempfehlungen der DGE, auf Englisch: Food-Based Dietary Guideline, FBDG.

Herausforderung: Planetary Health Diet praktisch umsetzen

Um die Menschen auf der Erde nachhaltig und gesund zu ernähren, braucht es eine Wende in der Ernährungsweise. Das ist auch das Ziel der Planetary Health Diet, der Idee für einen „globalen Speiseplan“. Entwickelt haben ihn 37 Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen und 16 Ländern der EAT-Lancet-Kommission.

Seit der Veröffentlichung im Jahr 2019 hat dieser Ansatz viel Zuspruch erhalten und wird sowohl national als auch international diskutiert. Vor kurzem veröffentlichte die DGE eine Stellungnahme zur Einordnung der Planetary Health Diet für Deutschland. Ein Fazit daraus lautet: „Die Herausforderung bleibt die praktische Umsetzung in der Bevölkerung.“


Jul 272022
 

Forschungsvorhaben des Bundesernährungsministeriums gestartet: Erstveröffentlichung im 15. DGE-Ernährungsbericht


Pommes, Burger und Salat in Papierschachteln und einer Styroporbox

© Pixel-Shot – stock.adobe.com

(dge) Die Systemgastronomie ist ein wichtiger Sektor der Außer-Haus-Verpflegung. In Deutschland erzielt sie etwa 30 % des Umsatzes in Restaurants, Cafés und Bars1. Zwar werden mittlerweile ausgewogene Alternativen wie Bowls, Wraps oder vollwertige Salate angeboten, dennoch besteht das Speisenangebot auch aus Gerichten, die im Vergleich zu einer vollwertigen Mahlzeit oft eine niedrigere Nährstoffdichte bei gleichzeitig höherer Energiedichte und weniger Ballaststoffen aufweisen. Aus ernährungswissenschaftlicher und Public Health-Sicht ist letzteres aufgrund der Zunahme ernährungsmitbedingter Erkrankungen und gesundheitlicher Risikofaktoren wie Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck kritisch zu sehen.

Was, wie oft und warum wird im Fast-Food-Restaurant konsumiert?

Trotz repräsentativer wissenschaftlicher Studien zum Ernährungsverhalten, die den Fast-Food-Konsum und den Zusammenhang mit sozioökonomischen und -demografischen Parametern untersucht haben, fehlen für Deutschland bislang Daten zur tatsächlichen Verzehrhäufigkeit und der Nutzung von Angeboten der Systemgastronomie. Forschungsbedarf besteht auch für die Frage: Wie müssten die Angebote der Quick- und Fullservice-Gastronomien2 optimiert werden, um ihren Beitrag zur Nährstoffversorgung zu verbessern und den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden? Inwieweit sind diese Veränderungen praxistauglich?

Diese Lücke soll das Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „Erhebung, Analyse und Vergleich eines definierten Speisenangebotes aus der Systemgastronomie“ schließen. Die Studie wird von der Hochschule Anhalt, Fachbereich 1 – Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung in Bernburg durchgeführt. Mit den Ergebnissen soll das Vorhaben dazu beitragen, neue Ansatzpunkte und mögliche Handlungsempfehlungen seitens des BMEL für ernährungsphysiologisch günstige und nachhaltige Angebote abzuleiten. Die Ergebnisse werden im 15. DGE-Ernährungsbericht 2024 erstveröffentlicht.

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Jul 262022
 
Wissenschaftliches Symposium der DGE
Banner zum Wissenschaftlichen Symposium(dge) Am 31. August und 01. September 2022 laden die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zu den 6. Bonner Ernährungstagen ein. Die DGE startet am 31. August mit dem Thema „Personalisierte Ernährung neu gedacht“. Beide Veranstaltungstage finden online mit zahlreichen Beiträgen und Diskussionen statt, die live aus dem Studio übertragen werden.

Isst jeder Mensch zukünftig einzigartig? Personalisierte Ernährung, Präzisionsernährung, besser essen dank Gentest oder Mikrobiom-Analyse – individualisierte Ernährung, die den eigenen Gesundheitsstatus und das Wohlbefinden verbessert, ist derzeit sehr populär und auch wissenschaftlich aktuell. Obwohl sie seit über 20 Jahren in diversen Ausprägungen kommerziell angeboten wird, ist die Wirksamkeit Personalisierter Ernährung bislang sehr ernüchternd. Zwar lassen sich aus wissenschaftlichen Studien moderate Effekte durch die verstärkte Motivation erkennen, aber Analysen zur Individualisierung wie Gen- und Blutanalysen oder Mikrobiom-Daten ergaben meist keine statistisch sicherbaren Verbesserungen des Ernährungsverhaltens bzw. Lebensstils.

Ist es Zeit für neue Wege in der Personalisierten Ernährung?

Unter der Wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Hannelore Daniel, München, lädt das DGE-Symposium zur Diskussion des Sachstands sowie zu möglichen neuen Ansätzen Personalisierter Ernährung ein, die der Gesunderhaltung dient, Vorlieben und Bedürfnisse berücksichtigt und individuellen Erkrankungsrisiken gezielt entgegenwirkt. Ziel ist es, mit den insgesamt 15 nationalen und internationalen Experten*innen Aspekte und Entwicklungsperspektiven zu erörtern und den Teilnehmenden ein neues Konzept zur Personalisierten Ernährung vorzustellen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Unter www.dge.de oder über den Direktlink zu den 6. Bonner Ernährungstagen bonner-ernaehrungstage.de stehen Informationen zum Programm und zu den Referierenden des Wissenschaftlichen Symposiums am 31. August 2022 sowie des 6. BZfE-Forums am folgenden Tag zur Verfügung. Das Symposium richtet sich an Wissenschaftler*innen und Ernährungsfachkräfte, Mediziner*innen, Studierende, Vertreter*innen aus Institutionen, Verbänden und Politik sowie Fachjournalist*innen. Continue reading »

Jun 242022
 

DGE erweitert Angebot


Leichte Sprache als Sprechblase

©kebox – stock.adobe.com

Die DGE hat ihr Angebot zu gesundheitsfördernder Ernährung in Leichter Sprache erweitert und unter dem Menüpunkt „Leichte Sprache“ zusammengefasst. Vollwertig essen und trinken hält gesund. Es fördert Leistung und Wohlbefinden und unterstützt einen nachhaltigeren Ernährungsstil. Auf verständliche Weise vermitteln die Informationen in Leichter Sprache handlungsorientiertes Ernährungswissen. Damit leisten sie einen Beitrag dazu, die gesundheitliche Chancengleichheit zu verbessern.

Zusätzlich zu den 10 Regeln – Gesund essen und trinken und Wasser trinken gibt es nun auch Informationen zu den Themen Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte und Ballaststoffe. Die DGE hat sie in Kooperation mit Special Olympics e. V. erstellt. Die Informationen werden auch auf den Webseiten von Special Olympics e. V. angeboten und stehen kostenfrei als PDF zur Verfügung: